Lukas Wank Posted on 21. September 2026 - 18:00 by Hannah Hauptmann Geschäftsführung Tel.: +43 1 522 4422 – 11E-Mail: lukas.wank@globaleverantwortung.at
Livia Feldmann Posted on 21. September 2026 - 17:55 by Hannah Hauptmann Office-Management & AdministrationRedaktion des Newsletters Tel.: +43 1 522 4422 – 0E-Mail: livia.feldmann@globaleverantwortung.at | newsletter@globaleverantwortung.at | invoice@globaleverantwortung.at
Monika Stumpf-Hulsrøj Posted on 21. September 2026 - 17:50 by Hannah Hauptmann FinanzwesenProjektmanagerin Humanitarian Congress Vienna Koordinatorin (Focal Point) von Sphere in Österreich Tel.: +43 1 522 4422 – 17E-Mail: monika.stumpf-hulsroj@globaleverantwortung.at | invoice@globaleverantwortung.at
Ilona Reindl Posted on 21. September 2026 - 17:35 by Hannah Hauptmann Klima und EntwicklungAntiterrorismusInternationale Finanzinstitutionen Vorstandsmitglied der Allianz für KlimagerechtigkeitKoordinatorin für das Österreichische Spendengütesiegel Tel.: +43 1 522 44 22 – 19E-Mail: ilona.reindl@globaleverantwortung.at
Melanie Bernhofer Posted on 21. September 2026 - 17:30 by Hannah Hauptmann Menschenrechte und EntwicklungPolitikkohärenz im Interesse nachhaltiger EntwicklungEU-Entwicklungspolitik Mitglied der Treaty Allianz ÖsterreichMitglied des CONCORD-Projekts Civil society power Tel.: +43 1 522 44 22 – 13E-Mail: melanie.bernhofer@globaleverantwortung.at
Paula Kunzemann Posted on 21. September 2026 - 17:25 by Hannah Hauptmann Bildungs- und Inlandsarbeit Tel.: +43 1 522 4422 – 20E-Mail: paula.kunzemann@globaleverantwortung.at
Hannah Hauptmann Posted on 21. September 2026 - 17:20 by Hannah Hauptmann PressearbeitPublikationenRedaktion der Online-Kanäle und des monatlichen Mitgliederbriefs Mitglied des CONCORD-Unterprojekts Aid WatchKoordinatorin von SDG Watch Austria Tel.: +43 1 522 44 22 – 15E-Mail: hannah.hauptmann@globaleverantwortung.at | presse@globaleverantwortung.at
Esther Malik Posted on 21. September 2026 - 17:15 by Hannah Hauptmann Tel.: +43 1 522 4422 – 0E-Mail: volontariat@globaleverantwortung.at
Roland Bauer Posted on 21. September 2026 - 17:10 by Hannah Hauptmann Planung und Umsetzung politischer Aktivitäten Tel.: +43 1 522 44 22 – 18E-Mail: roland.bauer@globaleverantwortung.at | presse@globaleverantwortung.at
Gute Gründe für eine Mitgliedschaft Posted on 21. September 2026 - 12:02 by Hannah Hauptmann 1. Interessensvertretung: Gemeinsam politisch mehr bewirken Wir setzen uns für eine solidarische österreichische und internationale Politik ein, die sich nach den Interessen der am meisten benachteiligten Menschen auf der Welt richtet und die planetaren Grenzen einhält. Wir bündeln die Stimmen unserer Mitglieder und entwickeln gemeinsame Positionen und Anliegen, die wir gegenüber Politik, Verwaltung sowie europäischen und internationalen Institutionen vertreten und in die öffentliche Debatte einbringen. Wir verschaffen Euch politische Zugänge, die einzelne Organisationen oft nur schwer erhalten. Dabei setzen wir uns für gute politische, finanzielle und regulatorische Rahmenbedingungen ein. So wird aus vielen Stimmen eine starke gemeinsame Stimme mit politischem Gewicht. 2. Wissensvorsprung: Früher informiert und besser orientiert sein Wir informieren Euch frühzeitig über relevante politische Prozesse, Fördermöglichkeiten und über österreichische, europäische und internationale Entwicklungen – und wir ordnen sie für unseren Sektor ein. Über unsere exklusiven internen Kanäle bieten wir Euch Zugang zu Analysen, Unterlagen, Expertisen und Kontakten. So seid Ihr früher informiert, könnt Entwicklungen besser einschätzen und Eure Arbeit vorausschauend gestalten. 3. Voneinander lernen: Kompetenzen stärken und Kapazitäten entwickeln In Weiterbildungen, Austauschformaten, fachlichen Inputs und Peer Learnings greifen wir aktuelle Entwicklungen und Anliegen auf und geben konkrete Impulse für Eure Arbeit. Im kleinen Kreis vermitteln nationale und internationale Expert*innen Wissen und praxisnahe Zugänge zu vielen Themen: politische Kommunikation und anwaltschaftlicher Arbeit, gleichberechtigte Partnerschaften und Lokalisierung, Menschenrechte und Humanitäres Völkerrecht, Organisationsentwicklung, Finanzierung, Qualitätsicherung und Standards. So entsteht Wissen, das unmittelbar in unser aller Arbeit und direkt in die Praxis einfließt. 4. Ein internationales Netzwerk: Gemeinsam handeln über Österreich hinaus Wir bringen Euch miteinander, aber auch mit relevanten und inspirierenden nationalen, europäischen und internationalen Netzwerken in Kontakt, etwa über CONCORD, Sphere und den Humanitarian Congress Vienna. Aus unseren Arbeitsgruppen und gemeinschaftlichen Prozessen gehen häufig Kooperationen, Projekte, eine abgestimmte Öffentlichkeitsarbeit und anwaltschaftliche Aktivitäten hervor. So erhaltet Ihr Zugang zu Expertise, Kontakten und Netzwerken über Österreich hinaus. Herunterladen Wer kann Mitglied werden? Juristische Personen können Mitglied werden, wenn sie das Leitbild und die Vereinszwecke der AG Globale Verantwortung mittragen und zur Mitarbeit im Dachverband bereit sind. Voraussetzung sind Aktivitäten bzw. Erfahrungen in einem der folgenden Bereiche: Entwicklungspolitik, Entwicklungszusammenarbeit, entwicklungspolitische Bildungs- und Inlandsarbeit, Entwicklungsforschung, Humanitäre Hilfe, Friedensförderung sowie nachhaltige, soziale, wirtschaftliche und ökologische Entwicklung. Mitgliedsbeitrag Für die Mitgliedschaft wird ein Mitgliedsbeitrag eingehoben. Mit diesem tragen die Mitgliedsorganisationen dazu bei, die unabhängige politische Arbeit und Handlungsfähigkeit des Dachverbands zu sichern. Neben der ordentlichen Mitgliedschaft mit aktivem und passivem Wahlrecht gibt es eine außerordentliche Mitgliedschaft (Förderung der Vereinsarbeit in bestimmten Punkten; nur passives Wahlrecht bei der Generalversammlung). Die Höhe des Beitrags richtet sich nach einem gestaffelten Beitragssystem, das den Jahresumsatz der jeweiligen Organisation in den relevanten Arbeitsfeldern berücksichtigt. So leisten Organisationen abhängig von ihrer Größe unterschiedlich hohe Beiträge zur gemeinsamen Arbeit des Dachverbands. Organisationen und Plattformen mit einem Jahresumsatz von weniger als € 130.000,- können assoziierte Mitglieder werden (Förderung der Vereinsarbeit in bestimmten Punkten; geringer Mitgliedsbeitrag; nur passives Wahlrecht bei der Generalversammlung). Seit 2016 gibt es die fördernde Mitgliedschaft für private Personen. Interesse an einer Mitgliedschaft? Lernt unseren Dachverband in einem unverbindlichen Gespräch kennen. Kontakt Lukas WankGeschäftsführer E-Mail: lukas.wank@globaleverantwortung.atTel.: 01/522 44 22–11
Dossier 2026 – Kritische Stimmen in unsteten Zeiten Posted on 18. September 2026 - 12:56 by Hannah Hauptmann Herunterladen
Österreichs Countdown für UN-Sicherheitsrat: NGOs drängen auf Rechenschaftspflicht bei Verstößen gegen Humanitäres Völkerrecht Posted on 19. August 2026 - 10:00 by Hannah Hauptmann © Ärzte ohne Grenzen Anlässlich des Welttags der Humanitären Hilfe und wenige Monate vor Start der österreichischen Mitgliedschaft im UN-Sicherheitsrat warnten AG Globale Verantwortung, Ärzte ohne Grenzen, Caritas Österreich und Österreichisches Rotes Kreuz heute bei einer Pressekonferenz in Wien vor den schwerwiegenden Kaskadeneffekten der weltweiten Klima- und Umweltkrise, bewaffneter Konflikte und politischer Spannungen. Zusätzlich würden immer häufigere Verstöße gegen das Humanitäre Völkerrecht die Lage notleidender Menschen dramatisch verschärfen. Die Trägerorganisationen des Humanitarian Congress Vienna forderten daher von Österreich ein entschiedenes Engagement für das Humanitäre Völkerrecht und die Menschenrechte im Sicherheitsrat ein und legten vier humanitäre Empfehlungen vor. Zu Beginn der Pressekonferenz veranschaulichten zwei internationale Expert*innen den Verlauf der schwerwiegenden Kaskadeneffekte. „Keine Krise bleibt heute mehr lokal. Dürren und Kriege lösen weltweit Kettenreaktionen aus, die über Märkte und Logistiknetze bis nach Österreich reichen können. Wer erst im Ernstfall reagiert, zahlt den höchsten Preis. Investitionen in Krisenfrüherkennung und echte Resilienz sind die einzige wirksame Absicherung für unsere Zukunft“, gab Peter Klimek, Komplexitätsforscher und Direktor des Supply Chain Intelligence Institute Austria (ASCII), zu bedenken. Laut Vereinten Nationen sind derzeit rund 256 Millionen Menschen auf Humanitäre Hilfe angewiesen, etwa in Afghanistan, Sudan, Demokratische Republik Kongo, Jemen, Myanmar, Syrien, Gaza, Libanon, und in der Ukraine. Infolge der Kürzungen zahlreicher Regierungen reichen die Gelder allerdings nur noch aus, um etwas mehr als die Hälfte dieser Menschen zu unterstützen. Das Hauptaugenmerk müsse daher auf jenen liegen, deren Lebensgrundlagen unmittelbar durch diese Kaskadeneffekte bedroht sind, stellte Joyce Msuya, ehemalige stellvertretende UN-Generalsekretärin für humanitäre Angelegenheiten und ehemalige Nothilfekoordinatorin (OCHA), klar. „Hinter jeder sich überschlagenden Krise stehen Zivilist*innen, die nichts getan haben, um das zu verdienen. Österreichs Sitz im Sicherheitsrat ist in erster Linie eine Chance, die Menschen zu schützen – und nicht erst hinterher aufzuräumen.“ Hunger als Waffe: Konfliktparteien zur Rechenschaft ziehen Besonders tragisch sei es um die Ernährungssicherheit der Zivilbevölkerung bestellt, fuhr Sabine Wartha, stellvertretende Leitung der Internationalen Programme der Caritas Österreich, fort. Denn Konfliktparteien würden das Recht auf Nahrung immer öfter verletzten. „Hunger ist keine unvermeidbare Folge von Krieg – Hunger wird gemacht. So wirkt die Zerstörung von landwirtschaftlichen Flächen und der Wasserversorgung noch lange, nachdem der letzte Schuss gefallen ist. Minen, explosive Kampfmittelrückstände und verseuchte Böden können Menschen über Jahre und Jahrzehnte ihrer Lebensgrundlage berauben. Trotz völkerrechtlichem Verbot wird Hunger als Waffe gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt und Humanitäre Hilfe verhindert. Wer diese Kriegsverbrechen begeht, darf nicht darauf vertrauen können, dass das folgenlos bleibt. Österreich muss im Sicherheitsrat für eine Rechenschaftspflicht und für einen wirksamen Schutz der Zivilbevölkerung und Humanitären Helfer*innen eintreten“, appellierte Wartha. Nach Angaben der Vereinten Nationen litten zuletzt 645 Millionen Menschen weltweit an Hunger. Nun droht das El-Niño-Wetterphänomen, das laut Wissenschaft das stärkste aller Zeiten werden könnte, diese Situation weiter zu verschärfen. Rechtsverbindliches Abkommen soll menschliche Kontrolle über KI im Krieg garantieren Michael Opriesnig, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes, brachte die Empfehlung, den Einsatz Künstlicher Intelligenz in Konflikten international zu regeln, vor. „Die Verantwortung, das Humanitäre Völkerrecht einzuhalten und Zivilpersonen zu schützen, kann niemals an eine Maschine delegiert werden. Deshalb fordern wir: Die uneingeschränkte Einhaltung des Humanitären Völkerrechts – auch beim Einsatz künstlicher Intelligenz. Ein rechtsverbindliches internationales Abkommen, das menschliche Entscheidung, menschliche Kontrolle und menschliche Verantwortlichkeit beim Einsatz von KI im Krieg garantiert. Ein wirksames Verbot des Einsatzes vollautonomer Waffensysteme gegen Menschen sowie strenge rechtliche Grenzen für alle anderen autonomen Waffensysteme.“ Angriffe auf medizinische Einrichtungen dürfen nicht normalisiert werden Seit zehn Jahren unterstreicht die UN-Resolution 2286 die Verantwortung der UN-Mitgliedsstaaten, medizinisches und humanitäres Personal sowie deren Transportmittel, Ausrüstung und weitere Infrastruktur besser zu schützen. Doch allein im Jahr 2025 zählte die Weltgesundheitsorganisation weltweit über 1.400 Angriffe auf medizinische Einrichtungen. Fast 2.000 Menschen wurden dabei getötet, die Zahl der Todesfälle hat sich gegenüber 2024 mehr als verdoppelt. Zwei Drittel der Angriffe werden von staatlichen Akteur*innen verübt. „Wir dürfen nicht zulassen, dass dies das neue Normal wird. Kranke und Verletzte müssen medizinische Hilfe in Anspruch nehmen können, ohne Angst um ihr Leben haben zu müssen. Menschen, die Hilfe leisten, dürfen nicht in Gefahr geraten, selbst Ziele von Angriffen zu werden“, betonte Roland Suttner, Geschäftsführer von Ärzte ohne Grenzen Österreich, und appellierte: „Österreich kann und muss seinen Sitz im UN-Sicherheitsrat dafür nutzen, dass alle Konfliktparteien auf der Welt sich wieder an die getroffenen Vereinbarungen halten und dass die internationale Gemeinschaft bei Verstößen gegen das Humanitäre Völkerrecht konsequent vorgeht. Wir dürfen nicht zusehen, wie universelle Prinzipien der Menschlichkeit langsam erodieren und müssen konkrete Taten setzen. Worte reichen längst nicht mehr.“ Bestehende Committments bündeln und als Stärke nutzen Mit seiner Bewerbung für den UN-Sicherheitsrat habe sich Österreich – wie in internationalen und nationalen Beschlüssen und Resolutionen zuvor – zu seiner globalen Verantwortung für Frieden, Gerechtigkeit und Stabilität bekannt, hielt Lukas Wank abschließend fest. Der Geschäftsführer der AG Globale Verantwortung verwies etwa auf die UN-Agenda Frauen, Frieden und Sicherheit und einschlägige UN-Klimabeschlüsse. „Zudem ist die Bundesregierung auf nationaler Ebene gefragt, die Strategie der Humanitären Hilfe Österreichs entsprechend zu finanzieren und konsequent umzusetzen. Diese legt besonderes Augenmerk auf die Rechte und Bedarfe besonders verletzlicher Menschen und die Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft. Wenn Österreich seine Committments klug bündelt, stärkt das das Humanitäre Völkerrecht und die Menschenrechte. Es stärkt aber auch Österreichs internationale Rolle und seine Resilienz; die Fähigkeit unseres Landes, gut durch Krisen zu kommen“, resümierte Wank. Link Humanitarian Congress Vienna (Aug. 2026): Humanitäre Empfehlungen für Österreichs Mitgliedschaft im UN-Sicherheitsrat Download © Ärzte ohne Grenzen © Ärzte ohne Grenzen © Ärzte ohne Grenzen © Ärzte ohne Grenzen Fotos können heruntergeladen und unter Angabe des Copyrights veröffentlicht werden. (hh)
Humanitäre Empfehlungen für Österreichs Mitgliedschaft im UN-Sicherheitsrat Posted on 19. August 2026 - 10:00 by Hannah Hauptmann Die Trägerorganisationen des Humanitarian Congress Vienna – AG Globale Verantwortung, Ärzte ohne Grenzen, Caritas Österreich und Österreichisches Rotes Kreuz – haben ihre Empfehlungen bei einer Pressekonferenz Welttag der Humanitären Hilfe am 19. August 2026 präsentiert. Download Herunterladen English Version
Pressekonferenz am Welttag der Humanitären Hilfe: NGOs legen Empfehlungen für Österreichs UN-Sicherheitsratssitz vor Posted on 5. August 2026 - 10:07 by Hannah Hauptmann Österreich hat für seine zweijährige Mitgliedschaft im UN-Sicherheitsrat unter anderem den Schutz von Zivilpersonen und die Einhaltung des humanitären Völkerrechts zu Schwerpunkten erklärt, zwei der derzeit größten humanitären Herausforderungen. Bei einer Pressekonferenz anlässlich des Welttags der Humanitären Hilfe am 19. August werden internationale Expert*innen die verheerenden Kaskadeneffekte weltweiter Krisen und Konflikte aus wissenschaftlicher und multilateraler Perspektive beleuchten. Anschließend legen die Trägerorganisationen des Humanitarian Congress Vienna – AG Globale Verantwortung, Ärzte ohne Grenzen, Caritas Österreich und Österreichisches Rotes Kreuz – konkrete Empfehlungen vor, wie Österreich seine Schwerpunkte im Sicherheitsrat für mehr humanitäres Engagement und die Durchsetzung des Humanitären Völkerrechts nutzen kann. Sprecher*innen Joyce Msuya, ehem. beigeordnete UN-Generalsekretärin für humanitäre Angelegenheiten und stellv. Nothilfekoordinatorin (OCHA), online zugeschalten, auf Englisch Peter Klimek, Komplexitätsforscher am Complexity Science Hub und Direktor des Supply Chain Intelligence Institute Austria Sabine Wartha, stellv. Leitung Internationale Programme der Caritas Österreich Michael Opriesnig, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes Roland Suttner, Geschäftsführer von Ärzte ohne Grenzen Österreich Lukas Wank, Geschäftsführer der AG Globale Verantwortung Details zur Pressekonferenz 19. August 2026, 09:30 UhrPresseclub Concordia, Bankgasse 8, 1010 Wien Bitte melden Sie sich per E-Mail an presse@globaleverantwortung.at an. Die anwesenden Sprecher*innen stehen anschließend für Interviews zur Verfügung. Hintergrund Bewaffnete Konflikte und geopolitische Spannungen, Extremwetterereignisse, Störungen globaler Lieferketten, Preissteigerungen und politische Instabilität verstärken sich gegenseitig. Sie erzeugen weitreichende Kaskadeneffekte und zusätzliche humanitäre Bedarfe. So beeinträchtigt die jüngste Eskalation rund um den Iran und die Straße von Hormus die zivile Schifffahrt und weltweite Energie- und Lieferketten und wirkt sich in weiterer Folge auf Lebensmittel- und Düngemittelpreise, die Versorgungssicherheit und humanitäre Logistik aus. Das sich verstärkende El-Niño-Wetterphänomen erhöht in vielen Regionen das Risiko von Dürren, Überschwemmungen und Ernteausfällen. Gleichzeitig häufen sich Verstöße gegen das Humanitäre Völkerrecht: Konfliktparteien setzen Aushungern als Kriegsmethode ein, greifen Gesunheitspersonal und medizinische Einrichtungen an und behindern den Zugang notleidender Menschen zu Humanitärer Hilfe. Sie zerstören Nahrungsmittelvorräte, Wasserinfrastruktur und landwirtschaftliche Lebensgrundlagen. Neue Technologien wie autonome und KI-gestützte Waffensysteme werfen zusätzliche Fragen nach menschlicher Kontrolle und Verantwortlichkeit in Kriegen auf. Diese und weitere humanitäre Herausforderungen werden die Expert*innen bei der Pressekonferenz besprechen. Rückfragehinweis Hannah HauptmannAG Globale Verantwortungpresse@globaleverantwortung.at01/522 44 22 – 15
NGO-Workshop: Bestandsaufnahme zu lokal geführter Entwicklung und Humanitärer Hilfe Posted on 26. Mai 2026 - 11:38 by Hannah Hauptmann Unser erster Workshop Local leadership in practice: Taking stock and moving on am 14. April 2026 in Wien diente der Bestandsaufnahme und wurde von Smruti Patel und Koenraad van Brabant von der Global Mentoring Initiative geleitet. Während des Workshops diskutierten Vertreter*innen österreichischer NGOs intensiv darüber, was Lokalisierung und lokal geführte Entwicklung generell und speziell für ihre Organisationen bedeuten und wer eigentlich als lokale*r Akteur*in gilt bzw. gelten soll. Die Teilnehmer*innen setzten sich kritisch mit der Frage auseinander, warum lokale Akteur*innen gezielt unterstützt werden und welche Rolle sie in der internationalen Entwicklung und Humanitären Hilfe einnehmen sollten. Auf Grundlage des 7 Dimensions Framework analysierten die Teilnehmer*innen, welche Voraussetzungen und konkreten Schritte in unterschiedlichen Bereichen (u. a. Finanzierung, Partnerschaften, Policies) notwendig sind, um lokale Führung in der Praxis zu stärken. Schlussendlich identifizierten die Teilnehmer*innen konkrete Themenfelder, in denen ein vertiefter Wissensaufbau die praktische Umsetzung unterstützen könnte. Basierend auf den Ergebnissen des Workshops plant die AG Globale Verantwortung unter anderem Weiterbildungen und Austauschveranstaltungen zu folgenden Themen: Power Dynamics and Power-Aware Behavior, Overhead Cost Sharing with Partners, Trust Building and Risk Sharing, Future Roles of INGOs sowie Passporting of Due Diligence. Informationen zu Folgeveranstaltungen finden sich laufend in unserem Veranstaltungskalender. © Global Responsibility © Global Responsibility © Global Responsibility © Global Responsibility © Global Responsibility © Global Responsibility © Global Responsibility © Global Responsibility © Global Responsibility © Global Responsibility © Global Responsibility © Global Responsibility © Global Responsibility © Global Responsibility © Global Responsibility © Global Responsibility © Global Responsibility © Global Responsibility © Global Responsibility © Global Responsibility © Global Responsibility © Global Responsibility © Global Responsibility © Global Responsibility Dieser Workshop ist Teil der
Dank für die Unterstützung der UNGA-Resolution zum ICJ-Klimagutachten Posted on 21. Mai 2026 - 12:28 by Hannah Hauptmann Sehr geehrte Frau Außenministerin Mag.a Beate Meinl-Reisinger,Sehr geehrter Herr Abteilungsleiter Mag. Michael Kainz, Im Namen von Netzwerken und Dachverbänden von über 300 zivilgesellschaftlichen Organisationen darf ich mich bei Ihnen, Frau Außenministerin, und Ihrem Team für die Unterstützung der UNGA-Resolution zum Klimagutachten des Internationalen Gerichtshofs bedanken. Es ist ein starkes und wichtiges Zeichen, dass sich Österreich als eines der ersten EU-Länder für ein Co-Sponsorship der Resolution ausgesprochen hat und damit die außenpolitischen Schwerpunkte Schutz der Menschenrechte und Kampf gegen den Klimawandel klar sichtbar untermauert. Die überwältigende Zustimmung von 141 Staaten zur Resolution zur Implementierung des ICJ-Klimagutachtens sehen wir als einen wichtigen Impuls eines funktionierenden multilateralen Systems. Zugleich ist dies ein Auftrag an internationale, europäische und nationale Politik, der Verantwortung für das Weltklima auch in diesen geopolitisch schwierigen Zeiten höchste Priorität zu geben. Wir hoffen, dass sich dies durch Ihren kontinuierlichen Einsatz für den Klima- und Menschenrechtsschutz auch in den Verhandlungen zum österreichischen Klimagesetz und zum neuen EU-Klimarahmenwerk nach 2030 sowie dem nationalen Budget und dem EU MFF widerspiegeln wird. Mit freundlichen GrüßenMartin Krenn Für die Unterstützer*innen: AG Globale Verantwortung Allianz für Klimagerechtigkeit KOO – Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenzfür Internationale Zusammenarbeit und Weltkirche NeSoVe – Netzwerk Soziale Verantwortung Netzwerk Kinderrechte Österreich Österreichische Liga für Menschenrechte SDG Watch Austria WIDE – Entwicklungspolitisches Netzwerk für Frauenrechte und feministische Perspektiven Links Stellungnahme (18.05.2026): Ja zu UN-Klimaresolution: 186 internationale Organisationen fordern Zustimmung der UN-Mitgliedsstaaten Presseaussendung (21.04.2026): UN-Klimaresolution: Chance für Österreich in Energiekrise und bei UN-Sicherheitsrat-Kandidatur Brief (16.04.2026): Appell an Außenministerin Meinl-Reisinger, für Klimaschutz und Menschenrechte zu stimmen Nicole Ann Ponce (07.04.2026): Youth led the way: the ICJ has spoken, the law is clear — now the world must act
Ja zu UN-Klimaresolution: 186 internationale Organisationen fordern Zustimmung der UN-Mitgliedsstaaten Posted on 18. Mai 2026 - 19:00 by Hannah Hauptmann 186 zivilgesellschaftliche Organisationen, Jugendbewegungen, indigene Gemeinschaften und Umweltrechtsexpert*innen aus aller Welt fordern in einer gemeinsamen Stellungnahme die zuständigen Vertreter*innen aller UN-Mitgliedstaaten auf, am 20. Mai 2026 für eine Klimaresolution der UN-Generalversammlung zu stimmen. Diese bringt den notwendigen Konsens, um das wegweisende IGH-Gutachten zu Klimaschutz und damit verbundenen Menschenrechten vom Juli 2025 in die Praxis umsetzen und Verstößen nachgehen zu können. Das IGH-Gutachten vom Juli 2025 gilt als die bisher maßgeblichste völkerrechtliche Einschätzung zur Klimakrise. Es stellt einstimmig fest, dass Staaten rechtlich bindend verpflichtet sind, Klimaschäden zu verhindern, Menschenrechte zu schützen, aus fossiler Energie auszusteigen und international Reparationen für klimabedingte Verluste und Schäden zu leisten. Die UN-Klimaresolution greift diese Verpflichtungen verantwortungsvoll auf und bietet klare Umsetzungswege. Die unterzeichnenden Organisationen betonen, dass die Klimakrise nicht nur eine Umweltkatastrophe, sondern auch eine Menschenrechtskrise und eine Frage des Überlebens sei – besonders für Inselstaaten, besonders betroffene Gemeinschaften und künftige Generationen. Die Organisationen fordern alle UN-Mitgliedstaaten dazu auf, … … die Unterstützung für die Klimaresolution vor dem Abstimmungstag öffentlich zu kommunizieren (co-sponsorship). … die Annahme der Resolution im Konsens und durch diplomatisches Engagement zu unterstützen. … bei der Abstimmung am 20. Mai 2026 für die Resolution zu stimmen. … sich konstruktiv an Folgeprozessen zu beteiligen, um das IGH-Gutachten entsprechend nationaler und internationaler rechtlicher Verpflichtungen umzusetzen. Für Österreich ist Außenministerin Beate Meinl- Reisinger stimmberechtigt. Die Organisationen bekräftigen in ihrer englischsprachigen Stellungnahme, bereit zu sein, Mitgliedstaaten und UN-Gremien bei der Umsetzung des Gutachtens zu begleiten. Download Herunterladen Links Presseaussendung (21.04.2026): UN-Klimaresolution: Chance für Österreich in Energiekrise und bei UN-Sicherheitsrat-Kandidatur Brief (16.04.2026): Appell an Außenministerin Meinl-Reisinger, für Klimaschutz und Menschenrechte zu stimmen Nicole Ann Ponce (07.04.2026): Youth led the way: the ICJ has spoken, the law is clear — now the world must act Zur Übersetzung der Stellungnahme wurde KI genutzt.
Lukas Wank vor Parlamentsparteien: „Eine verantwortungsvolle Politik investiert in Zusammenhalt“ Posted on 15. Mai 2026 - 8:58 by Hannah Hauptmann Lukas Wank hielt die Schlussworte. Im Hintergrund am Podium (v. l. n. r.): Moderator René Ach, Mirjana Spoljaric Egger, Andrea Barschdorf-Hager und Melissa Dobner-Mujanayi © Karo Pernegger Kürzungen in der internationalen Entwicklung, Humanitären Hilfe und Friedensförderung seien ein menschlicher und strategischer Fehler – für die Sicherheit, das Wohlergehen und die Lebensgrundlagen sowohl von benachteiligten Menschen in Ländern des Globalen Südens und weltweiten Krisengebieten als auch der Menschen in Österreich und Europa. Das war das Fazit der parlamentarischen Veranstaltung Hat internationale Hilfe noch eine Zukunft?, zu der der Grüne Klub am 6. Mai ins Palais Epstein in Wien einlud. Zukunft der „internationalen Hilfe“: Hochranginge Expert*innen in Wien Klicken, um das Video in voller Länge auf YouTube zu schauen. Auf die Eröffnungsworte der Grünen Klubobfrau Leonore Gewessler folgten kurze Beiträge der EZA-Bereichssprecher*innen David Stögmüller von den Grünen und Petra Bayr von der SPÖ (per Video). Anschließend berichteten Mirjana Spoljaric Egger, Präsidentin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, Martin Frick, Direktor des UN World Food Programme für Deutschland, Österreich und Liechtenstein (online zugeschalten), und Victoria Roșa, Botschafterin der Republik Moldau in Österreich, in Keynotes über die zugespitzte Lage in weltweiten Krisen- und Konfliktgebieten. An dieser habe der verheerende Paradigmenwechsel in der internationalen Zusammenarbeit großen Anteil. „Egoismus ist keine nachhaltige Strategie“ Daraufhin begab sich Mirjana Spoljaric Egger in eine aufschlussreiche Podiumsdiskussion mit Andrea Barschdorf-Hager, Geschäftsführerin von CARE Österreich, und Melissa Dobner-Mujanayi, Direktion Verteidigungspolitik des Bundesministeriums für Verteidigung. Sie benannten einige Ausgangspunkte des Paradigmenwechsels: geopolitische Umbrüche, autoritäre Tendenzen, Sparzwänge und der Fokus auf nationale Eigeninteressen. Auf benachteiligte und gefährdete Menschen werde weltweit immer weniger Rücksicht genommen. „Egoismus ist keine nachhaltige Strategie“, erklärte Mirjana Spoljaric Egger dazu. Melissa Dobner-Mujanayi zeichnet nach, wie sich die Krisen und Konflikte in Ländern des Globalen Südens direkt wie indirekt auf die globale Wirtschaft auswirken würden. Zudem seien wir „lange von dem Punkt entfernt, wo Sicherheit nur die Sicherheit des Staates ist.“ Warnung vor Bumerang-Effekt Nach kurzen Beiträgen der NEOS-Bereichssprecherin Henrike Brandstötter und von Caroline Hungerländer von der ÖVP Wien war unser Geschäftsführer Lukas Wank eingeladen, die Schlussworte zu halten. Er warnte vor einem Bumerang-Effekt mit Folgen für die Menschlichkeit und für Österreich. Eine verantwortungsvolle Politik investiere deshalb in weltweiten Zusammenhalt. Abschließend appellierte er an die österreichische Bundesregierung, das Budget für internationale Hilfe auf dem Niveau von 2024 abzusichern. (hh/jl) Links Video in voller Länge (YouTube, 06.05.2026) Video in Kurzversion (LinkedIn, 06.05.2026)
Ein „flexibleres“ internationales Engagement: Die Pläne der EU-Kommission für ihren Mehrjährigen Finanzrahmen ab 2028 Posted on 14. Mai 2026 - 16:59 by Hannah Hauptmann Die EU verhandelt derzeit ihren Mehrjährigen Finanzrahmen für die Jahre 2028 bis 2034. In diesem definiert sie Finanzierungsinstrumente mit unterschiedlichen Prioritäten sowie Ausgabenobergrenzen. Laut aktuellem Vorschlag soll das bisherige Instrument for Pre-accession Assistance (IPA III), das Reformen in EU-Erweiterungsgebieten fördert, mit dem Neighbourhood, Development and International Cooperation Instrument – Global Europe (NDICI – Global Europe) zusammengelegt und künftig zum namentlich schlankeren, flexibleren und finanzstärkeren Global Europe Instrument werden. CONCORD warnt in seiner Analyse vom Dezember 2025 (aktualisiert im April 2026), dass die Europäische Kommission dadurch die Grenzen zwischen Entwicklungs-, Nachbarschafts- und Erweiterungspolitik verwischen und den Wettbewerb um Finanzierungsmittel erhöhen könnte. „Budgetäre Flexibilität“: EU-Kommission will an ODA-Verpflichtung schrauben Im derzeitigen MFR ist das IPA III mit über 14 Milliarden Euro und der NDICI – Global Europe mit 79,5 Milliarden Euro budgetiert. Die EU-Kommission plant für 2028 bis 2034, das Instrument auf 200,3 Milliarden Euro aufzustocken, wobei es der Förderung von Stabilität und Frieden, Menschenrechten, nachhaltiger Entwicklung und internationalen Partnerschaften dienen soll. CONCORD legt nahe, dieses Budget gut abzusichern, da die Inflation und steigende Kosten drohen würden, dessen realen Wert zu mindern. CONCORD erkennt im neuen Global Europe Instrument den Versuch, die Rolle der EU als globale Akteurin abzusichern, aber auch den Versuch, budgetäre Flexibilität zu schaffen. Diese Herangehensweise müsse jedoch mit höherer Rechenschaftspflicht, Planbarkeit, Transparenz und politischer Kohärenz einhergehen. Die einzige bindende entwicklungspolitische Vorgabe im aktuellen Vorschlag für den MFR sei das international vereinbarte Ziel, jährlich 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens für öffentliche Entwicklungshilfeleistungen (Official Development Assistance, ODA) bereitzustellen. CONDORD äußert daher besondere Bedenken hinsichtlich Artikel 6(6) im Vorschlag, der es der EU-Kommission erleichtern würde, den ODA-Anteil der EU anzupassen. Laut MFR-Vorschlag plant die Kommission, diesen um 3 Prozentpunkte zu reduzieren und die Mittel stattdessen nicht ODA-anrechenbaren Zwecken zuzuführen. Verschiebung hin zu einem marktorientierten und politisierten Ansatz Zusätzlich zu ihren Finanzierungsinstrumenten setze die EU zunehmend auf Mischfinanzierungen, Garantien und Kredite, um private Investitionen zu mobilisieren. Die EU-Kommission riskiere, dass klassische Fördermittel, die gerade in fragilen Kontexten und im Sozialbereich meist wirksamer seien, verdrängt würden, so CONCORD. Der Dachverband warnt vor einer „Finanzialisierung der Entwicklungspolitik“, die die Verschuldung von Partnerländern erhöhen und soziale Ungleichheiten verschärfen könne. Gleichzeitig wachse der Einfluss privater Akteur*innen, was die Prioritätenverschiebung in der EU-Entwicklungspolitik von Armutsbekämpfung hin zu wirtschaftlichen und geopolitischen Interessen zusätzlich antreibe. Beispielsweise stehe die Einbindung von Exportkreditagenturen im Raum. Da deren Ziel primär die Förderung nationaler Exporte und nicht nachhaltige Entwicklung sei, bestehe die Gefahr, dass Mittel von entwicklungspolitischen Zielen abgezogen würden. Ein weiteres Signal für eine Priorisierung wirtschaftlicher und geopolitischer Eigeninteressen sind mögliche Konditionalitäten, etwa dass entwicklungspolitische an migrationspolitische Maßnahmen wie Rückführungsabkommen geknüpft werden. CONCORD ruft das Europäische Parlament und die Mitgliedstaaten dazu auf, die Kommission dazu aufzufordern, Zuschüsse zu priorisieren, Finanzinstrumente zu begrenzen und Exportkreditagenturen aus dem Global Europe Instrument auszuschließen. Die Rolle des Privatsektors solle etwa über regulierte Mischfanzierung und Garantien gesteuert und direkte Zuschüsse an EU-Unternehmen sollen unterbunden werden. Zudem seien EU-Parlament und Mitgliedsstaaten gefragt, politische Konditionalitäten abzulehnen und die Prioritäten der Partnerländer sowie die Menschenrechte in den Vordergrund der EU-Entwicklungspoltik zu rücken. Finanzierungspläne der Kommission drohen, die globale Rolle der EU zu untergraben CONCORD kommt in seiner Analyse zum Schluss, dass solche strukturellen Veränderungen im MFR die Wirksamkeit der EU-Außen- und Entwicklungspolitik für die Jahre 2028 bis 2034 beeinträchtigen würden. Aktuell zeige die EU-Kommission zu wenig Ehrgeiz bei zentralen entwicklungspolitischen Anliegen wie die Bekämpfung von Ungleichheiten und Armut, die Stärkung von Geschlechtergerechtigkeit und Umwelt- und Klimaschutz, ebenso wie bei der Unterstützung fragiler Staaten. Letztlich erschwere die EU-Kommission die Planbarkeit in der internationalen Entwicklung und Humanitären Hilfe inmitten globaler Krisen. Sie schwäche die Rechenschaftspflicht, Kohärenz und Glaubwürdigkeit der EU und riskiere, deren Rolle als verantwortungsbewusste globale Akteurin zu untergraben. Aktuell zeige die EU-Kommission zu wenig Ehrgeiz bei zentralen entwicklungspolitischen Anliegen wie Armutsbekämpfung, Geschlechtergerechtigkeit und Umwelt- und Klimaschutz, ebenso wie bei der Unterstützung fragiler Staaten. CONCORD ruft die Kommission dazu auf, Planbarkeit zu gewährleisten, etwa durch zweckgebundene Mittel. Der Dachverband schlägt vor, dass 70 Prozent des Budgets programmierbar sein sollen. Nicht genutzte Mittel sollen in das Global Europe Instrument rückgeführt werden. Zudem kritisiert CONCORD, dass der aktuelle Vorschlag für den MFR vorsehe, spezifische Programme zur Stärkung der Menschenrechte und der Zivilgesellschaft abzuschaffen. Die Kommission würde bewährte Partnerschaften aufs Spiel setzen, obwohl lokal verankerte zivilgesellschaftliche Akteur*innen für den Erfolg der EU-Entwicklungspolitik essenziell seien. CONCORD empfiehlt, stattdessen eine langfristig planbare Finanzierung zu ermöglichen, die auch für lokale Organisationen direkt zugänglich ist und mehrjährige Partnerschaften absichert. Zwei zentrale Lücken im MFR-Vorschlag: Die Prinzipien PCSD und Do No Significant Harm Um diesen Entwicklungen entgegenzusteuern, bedarf es laut CONCORD einer Fokussierung auf die ärmsten Länder der Welt sowie klarer Ausgabenziele im MFR. Solche Ziele könnten sicherstellen, dass Mittel tatsächlich einer nachhaltigen Entwicklung dienen anstatt kurzfristigen politischen Interessen. Flexibilität müsse durch robuste Governance-Strukturen ausgeglichen werden, einschließlich stärkerer parlamentarischer Kontrolle, klarer Überprüfungsmechanismen und mehr Transparenz. Zudem sei die EU gefragt, ihre Außenpolitik wieder stärker an grundlegenden Anliegen wie Armutsbekämpfung, Menschenrechten und Geschlechtergerechtigkeit sowie an internationalen Rahmenwerken wie den SDGs und dem Europäischen Konsens für Entwicklung auszurichten. Zwei zentrale Lücken hebt CONCORD dazu hervor: Zum einen fehle ein wirksamer Rahmen für Politikkohärenz im Sinne nachhaltiger Entwicklung (PCSD), um Zielkonflikte zwischen Politikfeldern wie Handel, Migration und Klima zu vermeiden. Zum anderen solle das Prinzip Do No Significant Harm verbindlich angewendet werden, um zu verhindern, dass EU-Mittel ökologisch oder sozial schädliche Projekte unterstützen. (hh/jl) Link CONCORD Europe (Apr. 2026): Analysis of the European Commission’s proposal for the EU’s next Multiannual Financial Framework and the Global Europe Instrument Dieser Artikel erscheint im Rahmen von
From the margins to the mainstream: Why is climate finance still not flowing where it should? Posted on 12. Mai 2026 - 12:10 by Hannah Hauptmann Author Riya Saxena © private Climate finance is often framed as a question of mobilizing capital. In practice, the challenge is not mobilization — it is allocation. Capital is growing at scale globally, but it is not allocated evenly across sectors, geographies, or technology maturity curves. Global climate finance flows reached $1.9 trillion in 2023, with early estimates exceeding USD 2 trillion in 2024, yet annual investment needs average USD 8.6 trillion from 2024–2050 to mitigate extreme climate impacts. The gap is not just one of volume — it is one of direction. What experience teaches about capital My understanding of this did not come from theory, but from working across the system. Early exposure to banking revealed how financial decisions, often framed as technical, shape real economic outcomes. What stood out was not how lending works, but what drives it — standardized frameworks that determine who can access capital, and who cannot. These frameworks are not neutral; they tend to favour sectors where risks have already been proven, structured, and repeated — and struggle to accommodate those that have not. At the district level in India, the impacts are more immediate, as the lack or delay of capital limits access to essential services. While the government can mobilize resources on a large scale, it cannot do so independently. Work in impact investing reinforced a different constraint. Backing early-stage enterprises solving real problems showed that viability alone does not guarantee scale. In climate-linked sectors, policy uncertainty and pricing distortions often determine whether capital flows at all. Markets respond to systems; they rarely lead them. That insight became clearer while working on the draft for India’s sustainable finance taxonomy at the United Nations Development Programme. Policy does not simply enable markets — it defines the architecture within which private capital operates. At the Rocky Mountain Institute, working with clean technologies and financial institutions made another gap evident: even when technologies are viable, scaling them requires alignment across policy, markets, and financial decision-making. Over time, these patterns extend beyond individual decisions to shape entire sectors — determining where financing becomes repeatable, and where it does not. Climate finance sits at the intersection of these systems, which is precisely why it is complex. What has changed — And why capital still does not flow Over the past decade, climate finance has moved from the margins to the mainstream — but unevenly. This shift has been driven less by intent and more by economics. In India, utility-scale solar scaled not just because costs fell, but because those cost declines were paired with deliberate risk mitigation. Government-backed payment security mechanisms — particularly through entities like the Solar Energy Corporation of India — reduced counterparty risk and enabled long-term contracting through power purchase agreements. This created what financial systems require: predictable cash flows, repeatable transactions, and standardized risk allocation. Over time, lenders were able to rely on operating data, benchmark performance, and underwrite projects through established credit templates rather than bespoke analysis. The result is visible in scale. India’s solar capacity now exceeds 150 GW. A similar, though more gradual, pattern is emerging in electric mobility. Policy support has enhanced the total cost of ownership, which has boosted adoption rates and led to the standardization of financing models in specific segments, especially two- and three-wheelers. However, gaps still exist for newer segments, like heavy-duty vehicles. India’s EV market recorded over 2.3 million unit sales in 2025, mainly backed by two and three-wheeler sales based on vehicle registration data from the VAHAN database. Together, these examples illustrate a broader principle: capital flows not simply to low-risk sectors, but to sectors where risk has been standardized and made legible to financial systems. This explains why capital has scaled rapidly in renewable energy and, increasingly, electric mobility — and why it has not flowed at the same pace to other transition-critical sectors. Areas such as battery energy storage and industrial decarbonization face a different set of constraints. India’s battery energy storage market, for instance, has seen significant tender activity — with over 90 GWh announced or under development — but only a small fraction has reached operational scale, reflecting evolving revenue models and limited performance history. Similarly, sectors such as steel — responsible for 7–8% of global emissions, as noted by the World Steel Association— require large upfront investments, face uncertain transition pathways, and lack stable demand signals for low-carbon products. What links these sectors is not technology similarity, but financing complexity: limited operating track record, evolving or uncertain revenue models, dependence on policy and market signals, and the absence of comparable transaction data. As a result, they do not fit easily within existing credit frameworks, making it difficult for financial institutions to assess and price risk in a consistent, decision-useful manner. This is where the limitation of current financial systems becomes most visible. Credit processes are built on historical performance and comparability. In emerging sectors, however, historical data is either limited or not decision-useful. The consequence is not simply caution — it is structural bias. Financial institutions continue to prioritize sectors where past data provides comfort, even when future risks or opportunities suggest a different allocation may be warranted. This dynamic is further amplified in emerging markets, where the cost of capital is structurally higher. As highlighted by the International Energy Agency, financing costs for clean energy projects are significantly higher than in developed economies. Where risks are not yet standardized or well understood, this premium increases further. For lenders, uncertainty translates directly into higher required returns, raising hurdle rates and narrowing the set of projects that meet investment criteria. In effect, the absence of standardization does not just delay financing; it makes it more expensive, reinforcing the tendency of capital to flow towards sectors where risks are already well defined and priced. What needs to change: From intent to system design If climate finance is to scale beyond already viable sectors, the shift required is not necessarily more capital, but a change in how financial systems evaluate and allocate it. At the core is the need to move from high-level commitments to net-zero targets to decision-useful frameworks that can operate within existing credit processes. One emerging approach is Corporate Transition Assessment (CTA) — a forward-looking methodology that evaluates whether a company’s transition strategy is credible at the asset and business level, particularly in the absence of historical benchmarks. Rather than relying on disclosures or ESG scores, CTA focuses on underlying drivers of future performance — capital expenditure plans, alignment with transition pathways, and exposure to policy and market shifts. For financial institutions, the relevance is direct. CTA provides a structured way to incorporate forward-looking insights into credit processes — informing risk assessment, client engagement, and capital allocation decisions. It enables banks to distinguish between credible transition strategies and those that remain largely aspirational. However, improved assessment alone is not sufficient. Risk does not disappear — it must be allocated. For lenders, the question is not whether transition sectors are risky, but which risks should sit with borrowers, which with lenders, and which require public or concessional capital to absorb. The experience of sectors such as renewable energy suggests a consistent pattern: capital scales when uncertainty is reduced or redistributed through deliberate interventions. Instruments such as guarantees, blended finance, and first-loss capital do not just mobilize capital — they reshape risk-return profiles in ways that make financing feasible. Without such mechanisms, even well-understood transition opportunities can struggle to scale — particularly in emerging markets. The question ahead Climate finance is often positioned as adjacent to development and humanitarian priorities. In practice, it sits upstream of them. Whether capital flows to clean industry, resilient infrastructure, or affordable mobility determines — in advance — how economies absorb shocks, how jobs evolve, and how communities experience climate impacts. By the time humanitarian or development interventions are required, many of these outcomes have already been shaped by earlier financial decisions. The allocation of capital today determines which sectors decarbonize, which remain exposed, and how risks are distributed across society. Yet financial systems continue to prioritize what is already bankable, rather than what is necessary. Climate finance will continue to grow in scale. The more important question is whether it will be allocated differently. Unless underlying constraints are addressed — particularly how risk is assessed, structured, and integrated into decision-making — capital will continue to flow to what is already viable. The transition will progress, but not necessarily where it matters most — and the consequences of that misallocation will increasingly be felt downstream, in the very development and humanitarian systems climate finance is meant to support. About the author Riya Saxena is a climate finance specialist with nearly a decade of experience in India’s development sector, focused on mobilizing the capital required to meet India’s net-zero target by 2070. She currently leads climate finance initiatives for India at Rocky Mountain Institute (RMI), where her work centres on accelerating electric vehicle (EV) financing and enabling banks and NBFCs to integrate climate considerations into lending and scale transition finance. She is also a Visiting Fellow at Centre for Economic Transition Expertise at LSE (CETEx) at the London School of Economics and Political Science, where her research focuses on scaling transition finance in emerging markets. Riya serves on the steering committee of the Greening of Finance by Women initiative, led by Agence Française de Développement, Small Industries Development Bank of India, and Shakti Sustainable Energy Foundation. Previously, she was part of the sustainable finance team at United Nations Development Programme India, where she served as a member of the secretariat to the Ministry of Finance Taskforce on Sustainable Finance — supporting the development of India’s sustainable finance taxonomy, disclosure frameworks, and policy roadmap through engagement with regulators and industry. She was also part of the founding team at Asha Impact, an impact investment platform backing early-stage, for-profit social enterprises. Her international experience includes consulting roles with Charities Aid Foundation and the Acumen Fund in London. Riya holds a Bachelor’s degree in Economics from Hans Raj College, University of Delhi, and a Master’s degree in Development Economics from the London School of Economics and Political Science. In its ‘Global Voices’ section, Global Responsibility invites international experts to comment on current issues, challenges and opportunities in development and humanitarian policy. To ensure democratic and sustainable debates, it is essential that diverse and critical perspectives are taken into account. This commentary has been published as part of an International Partnerships Austria project, funded by the Austrian Development Agency (ADA). ADA accepts no responsibility for the content. Statements, opinions, and information contained therein are the sole responsibility of the respective authors and do not necessarily reflect the position or views of ADA. This commentary has been published as part of