Parlamentarischer Weckruf mit Expert*innen zu „Hat internationale Hilfe noch eine Zukunft?“ Posted on 29. April 2026 - 8:00 by Hannah Hauptmann Mittel für die internationale Zusammenarbeit und humanitäre Hilfe werden weltweit gekürzt – mit weitreichenden Konsequenzen. Zugleich gerät das humanitäre Völkerrecht zunehmend unter Druck. Der anhaltende Krieg im Nahen und Mittleren Osten verstärkt diese Dynamik. Vor diesem Hintergrund und den aktuellen Budgetverhandlungen stellen sich drängende Fragen, denen sich die Teilnehmer:innen der Veranstaltung sowie Abgeordnete von ÖVP, SPÖ, NEOS und Grünen widmen: Welche konkreten Auswirkungen haben diese Kürzungen auf die Sicherheit Europas? Wie können Regierungen trotz wachsender Haushaltszwänge dem steigenden Bedarf an Unterstützung gerecht werden? Und welche Rolle kommt dabei der konsequenten Umsetzung des humanitären Völkerrechts zu? Datum: Mittwoch, 6. Mai, 09:00 – 12:00 Uhr Ort: Palais Epstein, Innenhof, Dr. Karl-Renner-Ring 1, 1010 Wien Programm: ab 8:30 Uhr Einlass 9:00 – 11:30: Uhr Keynotes & Podiumsdiskussion ab 11:30 Uhr: Ausklang & Vernetzung Moderation: René Ach Keynotes halten: Mirjana Spoljaric Egger, Präsidentin des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes Martin Frick, Direktor UN World Food Programme (Deutschland und Österreich) Victoria Roșa, Botschafterin der Republik Moldau Auf dem Podium diskutieren gemeinsam mit Mirjana Spoljaric Egger: Andrea Barschdorf-Hager, Geschäftsführerin CARE Österreich Melissa Dobner-Mujanayi, Direktion Verteidigungspolitik BMLV Schlussworte: Lukas Wank, Geschäftsführer der AG Globale Verantwortung Anmeldung Online anmelden Die Vertreter*innen der Medien sind herzlich eingeladen. Bitte melden Sie sich per E-Mail an presse@gruene.at an. Link Aviso (29.04.2026): Parlamentarischer Weckruf mit Expert:innen zu „Hat internationale Hilfe noch eine Zukunft?“
Rich countries slash development aid in a short-sighted move with long-term global consequences Posted on 22. April 2026 - 18:02 by Hannah Hauptmann Rich countries had already made the largest cut to ODA this century in 2024, but 2025 brought a seismic shift with the largest cut in the history of ODA and even further cuts of 5.8 per cent are expected by the OECD in 2026. ODA has been deprioritised but also repurposed. Donors have turned against international development cooperation, using its resources for other geo-strategic and commercial considerations and putting the global aid architecture into question. The fallout from these disastrous measures has begun to show and current estimates of lives lost due to the discontinuation of vital programs are still not painting a full picture of the harm done. While DAC members committed more than half a century ago to spending 0.7 per cent of their Gross National Income (GNI) on aid, they continue to fall short of this. DAC members instead only spent 0.26 per cent of their GNI, the lowest in two decades and down from 0.34 per cent in 2024. Only four countries reached the target, namely Denmark (0.72 per cent), Luxembourg (0.99 per cent), Norway (1.03 per cent), and Sweden (0.85 per cent). Rich countries need to understand that slashing ODA and that delivering poor quality aid is no budget saving measure. Nor will it help increase the efficiency of an already constrained aid system. Instead it puts global preparedness, human security and the credibility of rich countries as partners on the global stage at risk. Development Cooperation must be aligned with the development effectiveness principles. In particular, it needs to be inclusive and locally-led, to serve local development priorities. ODA has delivered decades of progress in human development and has become a measure of global responsibility taken on by donors. But unfortunately, they are now revealing their latest decisions on ODA spending as conditional and unpredictable. Rich countries must realign ODA with its intended purpose of reducing poverty and inequalities. Recognising existing commitments means dedicating 0.2 per cent of GNI to Least Developed Countries (LDCs) instead of the USD 23.5 billion or about 0.035 per cent of GNI in 2025. Aid to sub-Saharan Africa continued to fall to 24.5 billion, down by 26.3 per cent from the previous year. Concessional finance and grants are crucial when it comes to reaching those furthest left behind in the poorest, fragile and conflict-affected countries. Aid quality remains a key factor in addressing continued ODA inflation. For years, donors have been labelling funds dedicated to domestic purposes as ODA, such as hosting refugees in donor countries. In-donor refugee costs amounted to US$ 23 billion in 2025, down from the previous year. Faced with the war on Ukraine, donors have been continuing to support reconstruction and humanitarian efforts, accounting for nearly 26 per cent of total ODA in 2025 or US$ 44.9 billion, of which US$ 34.6 billion were provided by EU institutions. With violent conflicts raging around the world, rich countries’ attention and dedication is needed to help the most at-risk conflict zones across the globe. DAC providers have held on to the notion of providing assistance as a means of goodwill and have continued to control all political decision-making on the governance of ODA. The outcome of the fourth UN Financing for Development conference in Sevilla last year has, for the first time, opened up this discussion in the donor space. The OECD DAC civil society reference group has been engaging in the resulting OECD DAC review process and will continue to do so. At this critical juncture for the global aid architecture, donors have the unique opportunity to shape a new approach. But this means that they must reverse the cuts urgently. Abandoning or deprioritising aid is not an option. Global Responsibility signed this statement by the European Network on Debt and Development (Eurodad) Link Eurodad
UN-Klimaresolution: Chance für Österreich in Energiekrise und bei UN-Sicherheitsrat-Kandidatur Posted on 21. April 2026 - 7:00 by Hannah Hauptmann „Das wegweisende Klimagutachten des Internationalen Gerichtshofs (IGH) vom Juli 2025 hält fest, dass die Umwelt die Grundlage menschlichen Lebens ist, von der die Gesundheit und das Wohlergehen sowohl heutiger als auch künftiger Generationen abhängt. Das Gutachten verleiht dem Ziel des Pariser Abkommens, die Erderhitzung unter 1,5° Celsius zu halten, rechtlichen Nachdruck. Es bekräftigt, dass die Untätigkeit von Regierungen einen Verstoß gegen das Völkerrecht darstellen kann und dass es ihre Verantwortung ist, das weltweite Klimasystem zu schützen“, berichtet Angelika Watzl, Generalsekretärin der Österreichischen Liga für Menschenrechte mit Blick auf den morgigen Earth Day, der die Wertschätzung für Klima und Umwelt stärken soll. Aktuelle Energiekrise verdeutlicht, dass Klimagutachten rasch in Praxis überführt werden sollte „Der IGH bestätigt zudem die Verantwortung von Regierungen, den Privatsektor stärker zu regulieren, damit etwa der Ausstieg aus den fossilen Energien rasch gelingen kann. Gerade die aktuelle Energiekrise verdeutlicht, dass dieser Ausstieg nicht nur unverzichtbar für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen ist, sondern sicherheitspolitische und wirtschaftliche Risiken massiv reduzieren würde. Das IGH-Gutachten ist somit auch eine wichtige Antwort auf fossile Abhängigkeiten und sollte rasch in die politische und wirtschaftliche Praxis aller Staaten überführt werden“, betont Bettina Rosenberger, Geschäftsführerin des Netzwerks Soziale Verantwortung (NeSoVe), und verweist auf die UN-Generalversammlung, die Anfang Mai in New York stattfinden soll. Neue Klimaresolution: Zivilgesellschaft erwartet gespannt UN-Generalversammlung im Mai Martin Krenn, Klimaexperte der Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz für internationale Zusammenarbeit und Weltkirche (KOO), erläutert: „Bis zu ihrer Generalversammlung im Mai arbeiten die Vereinten Nationen unter Federführung des Inselstaats Vanuatu eine Resolution aus. Der aktuelle Entwurf fordert die nationale Umsetzung des IGH-Gutachtens und legt fest, dass die Generalversammlung auch künftig am Gutachten weiterarbeiten soll. Zudem ermutigt er zu einer verstärkten multilateralen Zusammenarbeit, zumal den Menschen in Ländern des Globalen Südens die notwendigen Mittel zur Bekämpfung der Klimakrise fehlen. Sie haben kaum zu klimabedingten Verlusten und Schäden beigetragen, sind aber überproportional von ihnen betroffen.“ Die philippinische Umwelt- und Menschenrechtsanwältin und Mitbegründerin von World’s Youth for Climate Justice (WYCJ), Nicole Ann Ponce, gibt ein Beispiel: „Das IGH-Gutachten hat zwar für rechtliche Klarheit gesorgt, allein das ist jedoch noch kein ausreichender Schutz für Küstendörfer vor steigenden Meeresspiegeln. Durch den Beschluss einer ambitionierten Resolution können die UN-Staaten beweisen, dass sie nicht nur symbolischen Klima- und Umweltschutz betreiben, sondern eine verantwortungsvolle Politik für heutige und künftige Generationen. Zudem rückt die Resolution die Erfahrungen und Bedarfe besonders verwundbarer Menschen und Staaten weiter ins Zentrum internationaler Politik und stattet sie mit Mitteln aus, um ihre Rechte international einzufordern.“ Appell: Stimme für Resolution stützt Österreichs Wirtschaft und UN-Sicherheitsrat-Kandidatur Abschließend verweist Lukas Wank, Geschäftsführer der AG Globale Verantwortung, die österreichische Bundesregierung auf das aktuelle Momentum durch die Energiekrise und die angestrebte UN-Sicherheitsrat-Kandidatur: „Neben Konflikten bergen heute die Klima- und die Umweltkrise die größten weltweiten Sicherheitsrisiken. Hitze, Dürren, Überschwemmungen und Luftverschmutzung haben für mehr als eine Milliarde Menschen ein lebensbedrohliches Ausmaß angenommen. Eine Regierung, die in der internationalen Sicherheitspolitik mitmischen will, sollte genau hier ansetzen. Zudem garantiert der weltweite Ausbau erneuerbarer Energien volle Auftragsbücher für die zahlreichen heimischen Schlüsselbetriebe. Wir appellieren daher an die zuständige Außenministerin Beate Meinl-Reisinger, die UN-Klimaresolution als Chance zu begreifen und Anfang Mai für diese zu stimmen.“ (hh) Links Brief (16.04.2026): Appell an Außenministerin Meinl-Reisinger, für Klimaschutz und Menschenrechte zu stimmen Nicole Ann Ponce (07.04.2026): Youth led the way: the ICJ has spoken, the law is clear — now the world must act
„Unsolidarisch und strategischer Fehler“: NGOs warnen vor Bumerang-Effekt durch Kürzungen bei internationalem Engagement Posted on 14. April 2026 - 12:59 by Hannah Hauptmann „In einer Weltlage mit so vielen Konflikten wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr, in der zuletzt bis zu 720 Millionen Menschen hungerten und rund 120 Millionen Menschen als Vertriebene galten, ist politische Weitsicht gefragt. Die österreichische Bundesregierung ließ jedoch an Weitsicht vermissen, als sie ausgerechnet die Gelder für internationale Entwicklung, Humanitäre Hilfe und Friedensförderung überproportional kürzte. Seit 2024 ging das Budget für den Auslandskatastrophenfonds und die Austrian Development Agency fast um ein Drittel zurück. Die für 2025 geplanten Gelder für internationale Klimaprojekte wurden nie bereitgestellt“, kritisiert Lukas Wank, Geschäftsführer der AG Globale Verantwortung. „Was einmal kaputtgespart ist, lässt sich nicht auf Knopfdruck wieder aufbauen“ Der entwicklungspolitische und humanitäre Dachverband lud heute gemeinsam mit Mitgliedsorganisationen zu einem Pressetermin auf den Wiener Heldenplatz und betonte, dass diese Sparmaßnahmen nicht nur unsolidarisch, sondern auch ein strategischer Fehler seien. „Österreich gefährdet Partnerschaften, schmälert seine internationale Handlungsfähigkeit und verliert die Expertise österreichischer und lokaler Organisationen. Was einmal kaputtgespart ist, lässt sich nicht auf Knopfdruck wieder aufbauen“, warnt Wank. Blick auf Doppelbudget 2027/28: Bumerang-Effekt stoppen Die Regierung ignoriere, dass auch Österreich und die Menschen hierzulande auf weltweite Krisenprävention, Stabilisierung und Wiederaufbau angewiesen seien, betont Wank. „Die Kürzungen kommen zurück wie ein Bumerang – nicht erst morgen, sondern schon heute. Aber: Die Regierung hat es in der Hand. Mit dem Doppelbudget für 2027 und 2028 kann sie kluge und wirksame Prioritäten setzen, zu einer friedlicheren, gerechteren und stabileren Welt für alle beitragen, und sicherstellen, dass Österreich weltweit handlungsfähig bleibt. Wir appellieren daher an die Regierung, die Kürzungen rückgängig zu machen und das Budget für internationale Entwicklung, Humanitäre Hilfe und Friedensförderung zumindest auf dem Niveau von 2024 absichern.“ Download © Globale Verantwortung © Globale Verantwortung © Globale Verantwortung Der Dachverband AG Globale Verantwortung und seine Mitgliedsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs, CARE Österreich, Caritas Österreich, Chay Ya Austria, Diakonie Österreich, Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar, FIAN Österreich, Hilfswerk International, Horizont 3000, Jugend Eine Welt, Licht für die Welt, Österreichisches Rotes Kreuz, Plan International, SOS-Kinderdorf Österreich, Südwind, Teilen spendet Zukunft und Katholische Frauenbewegung Wien, VIDC, Volkshilfe, Welthaus Wien und WIDE luden heute zu einem Pressetermin am Wiener Heldenplatz. © Globale Verantwortung Fotos können heruntergeladen und unter Angabe des Copyrights veröffentlicht werden. (hh)
OECD-Bericht über Entwicklungshilfeleistungen 2025: Österreichs Rückzug aus internationalem Engagement stoppen Posted on 9. April 2026 - 15:26 by Hannah Hauptmann „Derzeit erleben wir eine regelrechte Krisenspirale, wegen der rund 250 Millionen Menschen Humanitäre Hilfe benötigen und bis zu 720 Millionen an Hunger leiden. Dennoch ziehen sich immer mehr wohlhabende Länder aus der internationalen Entwicklung, Humanitären Hilfe, entwicklungspolitischen Inlandsarbeit und Friedensförderung zurück. Der OECD-Ausschuss für Entwicklungshilfe (DAC) warnt heute, dass 26 seiner 34 Mitgliedsstaaten im Jahr 2025 ihre öffentlichen Entwicklungshilfeleistungen (Official Development Assistance, ODA) kürzten und dass die ODA das stärkste Minus ihrer Geschichte verzeichnete. Die sogenannte ODA-Quote aller DAC-Mitglieder sank voraussichtlich auf durchschnittlich 0,26% des Bruttonationaleinkommens (BNE), die der europäischen Mitglieder auf 0,40%. Dieser Rückschritt auf das ODA-Niveau von 2015 raubt Menschen, deren Alltag von Ungleichheiten und Not geprägt ist, die Zukunftschancen“, bedauert Lukas Wank, Geschäftsführer der AG Globale Verantwortung. Auch österreichische Regierung ist Rückzug aus internationalem Engagement angetreten Die endgültigen Entwicklungshilfeleistungen seiner Mitgliedsstaaten präsentiert der DAC im Dezember. Die DAC-Mitglieder bekennen sich zum international vereinbarten Ziel, jährlich 0,7% des BNE bereitzustellen. Dennoch hat Österreich dieses Ziel noch nie erreicht. Wank fährt fort: „Mit dem Doppelbudget für 2025 und 2026 ist auch die österreichische Bundesregierung den Rückzug aus dem internationalen Engagement angetreten. Im Jahr 2025 schwand Österreichs ODA-Quote zum dritten Mal infolge auf klägliche 0,33% des BNE.“ Regierung schwächt außenpolitische Instrumente – Warnung vor Bumerang-Effekt Ausgerechnet in den Budgets der Austrian Development Agency und des Auslandskatastrophenfonds (AKF) habe die Regierung überproportional gespart, kritisiert Wank. „Diese bilateralen Instrumente sind die Grundlage für eine wirkkräftige Außenpolitik, die Vertrauen und Partnerschaften aufbaut. Das gelingt besonders in Kooperation mit erfahrenen und gut vernetzten österreichischen NGOs und ihren lokalen Partner*innen. Sind diese Instrumente schwach, verliert Österreich an internationaler Handlungsfähigkeit und signalisiert, keine Verantwortung übernehmen zu wollen“. In Anbetracht der angestrebten UN-Sicherheitsrat-Kandidatur, insbesondere aber der zugespitzten Weltlage, nennt Wank die Kürzungen einen strategischen Fehler. „Bei den Entwicklungshilfeleistungen zu sparen, wird auf Österreich zurückschlagen wie ein Bumerang. Die Teuerung und steigende Gesundheitsrisiken könnten hierzulande bald nicht mehr die drängendsten Auswirkungen weltweiter Konflikte, Ungleichheiten und der Erderhitzung sein.“ Appell: Budget zumindest auf 2024er-Niveau heben Abschließend appelliert Wank: „Österreich braucht jetzt starke außenpolitische Instrumente, um eine friedlichere, gerechtere und stabilere Welt mitgestalten zu können. Daher appellieren wir an die Regierung, den Bumerang zu stoppen, stattdessen eine echte Trendwende einzuläuten und im kommenden Doppelbudget die Gelder für die Austrian Development Agency, für den AKF wie auch für internationale Klimaprojekte zumindest auf das Niveau von 2024 zu heben.“ Links OECD (18.12.2025): Finale ODA 2024 OECD (09.04.2026): Voraussichtliche ODA 2025 CARE Österreich (09.04.2026): Sinkende Entwicklungshilfeleistungen Österreichs: CARE fordert Kurskorrektur im Doppelbudget Caritas Österreich (09.04.2026): OECD-Bericht zu Entwicklungshilfeleistungen 2025 – Österreichs Rückzug aus der internationalen Zusammenarbeit stoppen! Jugend Eine Welt (09.04.2026): Österreichs Sparmaßnahmen bei Entwicklungshilfeleistungen schlagen zurück wie ein Bumerang Licht für die Welt (09.04.2026): Licht für die Welt kritisiert Rückgang der öffentlichen Entwicklungszusammenarbeitsleistungen (ODA) Volkshilfe (09.04.2026): Volkshilfe warnt anlässlich des aktuellen OECD-Berichts vor Kürzungen bei Mitteln der öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit (hh)
Pressetermin: Hilfe kürzen? Kommt zurück wie ein Bumerang Posted on 8. April 2026 - 14:26 by Hannah Hauptmann Inmitten einer weltweiten Krisenspirale verliert Österreich an Handlungsfähigkeit, denn ausgerechnet beim internationalen Engagement hatte die Bundesregierung im Doppelbudget für 2025 und 2026 den Sparstift angesetzt. Bis Ende 2026 wird das Budget für internationale Entwicklung, Humanitäre Hilfe, entwicklungspolitische Inlandsarbeit und Friedensförderung um rund ein Drittel gesunken sein. Bei einem Pressetermin mit Foto-Option am Wiener Heldenplatz werden der entwicklungspolitische und humanitäre Dachverband AG Globale Verantwortung und Mitgliedsorganisationen – darunter CARE Österreich, Caritas Österreich, Diakonie Österreich, Österreichisches Rotes Kreuz – davor warnen, dass ein kaputtgespartes internationales Engagement viele Regionen weiter destabilisiert, die Krisenspirale zusätzlich befeuert und Millionen Menschen die Zukunftschancen raubt. Kurzsichtige Sparmaßnahmen werden auf Österreich zurückschlagen wie ein Bumerang. Lukas Wank, Geschäftsführer der AG Globale Verantwortung, wird vor Pressevertreter*innen sprechen und an die Bundesregierung appellieren, den Bumerang zu stoppen. Im Zuge des Budgets für 2027 und 2028 kann die Regierung noch eine echte Trendwende einläuten, um eine friedlichere, gerechtere und stabilere Welt mitzugestalten. Dafür ist es notwendig, die Kürzungen zurückzunehmen und das Budget für Entwicklung und Humanitäre Hilfe zumindest auf dem Niveau von 2024 abzusichern. Details Pressetermin 14. April 2026, 09:30 Uhr Treffpunkt vor dem Erzherzog-Karl-Denkmal am Heldenplatz, 1010 Wien Lukas Wank und Geschäftsführer*innen von Mitgliedsorganisationen stehen anschließend für Interviews zur Verfügung. Rückfragehinweis Hannah HauptmannReferentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeitpresse@globaleverantwortung.at01/522 44 22 – 15
NGO-Dachverband begrüßt frühzeitige Bereitstellung von Geldern aus dem Auslandskatastrophenfonds Posted on 25. März 2026 - 12:15 by Hannah Hauptmann Der Ministerrat hat gestern beschlossen, 7 Millionen Euro aus dem Auslandskatastrophenfonds (AKF) für Humanitäre Hilfe im Libanon, in Syrien, Jordanien, Afghanistan und Nachbarländern, Äthiopien, Mosambik und Uganda bereitzustellen. Denn der seit knapp einem Monat wütende Krieg im Iran und im Libanon reiht sich in eine beispiellose Anzahl gleichzeitiger Konflikte und Krisen ein, die immer länger andauern. Das seit Jahren unterfinanzierte internationale Hilfssystem kann immer weniger Schritt halten: Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass nur etwas über die Hälfte der 250 Millionen Menschen, die derzeit auf Humanitäre Hilfe angewiesen sind, diese auch erhalten werden. Wir begrüßen, dass die österreichische Bundesregierung dem Appell humanitärer Hilfsorganisationen, die Gelder aus dem AKF bereits im ersten Quartal auszuschütten, in diesem Jahr nachkommt. So ermöglicht sie mehr Vorausschau und Planbarkeit in der Humanitären Hilfe; Aspekte, die für das Überleben und das Wohlergehen von Menschen vor und während Konflikten, Dürren oder Überschwemmungen einen wesentlichen Unterschied machen können. Ein weiterer Aspekt steht allerdings noch aus: die substanzielle Erhöhung der Gelder in diesem und in den folgenden Jahren. Der auf 35 Millionen Euro gekürzte AKF reicht bei weitem nicht aus, um den tatsächlichen Bedarfen notleidender Menschen gerecht zu werden. Appell: Wirkkraft ausbauen und die österreichische Humanitäre Hilfe substanziell erhöhen In dieser zugespitzten Weltlage beschneiden die Kürzungen in der Humanitären Hilfe und in der internationalen Entwicklung auch zunehmend die Handlungsfähigkeit der Regierung. Österreichs Stärke liegt in partnerschaftlicher Zusammenarbeit, Vertrauen und Dialogbereitschaft, für die es sowohl in Partnerländern und Krisengebieten als auch in Österreich ein erfahrenes Gegenüber braucht, das verlässlich an der Seite der Menschen steht: die Zivilgesellschaft. In enger Zusammenarbeit mit lokalen Partnerorganisationen und aufbauend auf ihrer langjährigen Expertise in langanhaltenden und multiplen Krisen wissen österreichische Hilfsorganisationen, wie sie insbesondere Frauen, Kindern, Menschen mit Behinderungen sowie älteren und erkrankten Menschen Zukunftschancen ermöglichen können. Daher appellieren wir an die Regierung, ihre internationale Wirkkraft infolge des Ministerratsbeschlusses auszubauen und die österreichische Humanitäre Hilfe substanziell zu erhöhen. Lukas WankGeschäftsführer der AG Globale Verantwortung Link Presseaussendung (18.03.2026): Eskalation im Iran und Libanon: AG Globale Verantwortung appelliert an Regierung, Humanitäre Hilfe deutlich aufzustocken
Strategic climate intelligence and preparedness Posted on 24. März 2026 - 12:24 by Hannah Hauptmann Author Koko Warner. © Stylia Converging frontlines of risk At the Munich Security Conference this year, the conversation kept circling back to a new understanding of stability. No matter which discussion or session, whether about security, energy, supply chains, humanitarian access, or finance, participants spoke of connected pressures. Climate stress, geopolitical tension, and humanitarian fragility now form a single landscape of risk. What may have been abstract and distant intersections between climate and security have become immediate, shaping not only policy debates but daily operational choices. Energy systems reliant on fair and open markets are now disrupted by attack, politics, and extreme weather. Far-flung global supply chains designed for efficiency must prove they can withstand shocks. Climate risk, long treated as a background concern, is now a direct influence on conflict, displacement, and financial stability. On the eve of the conference, an expert group gathered at Munich Re Foundation to discuss location‑based climate intelligence and humanitarian preparedness. The discussion focused on how to keep critical systems functioning when shocks come faster and compound across systems. The meeting captured a wider mood at Munich, the sense that preparedness is not just a logistical question. It is a strategic one. Systems under strain: operational preparedness Operational readiness depends on critical functions like electricity, fuel, water, transport, data, and financial liquidity. These are the arteries of both humanitarian and civilian life, and they are under strain. Ports, coastal bases, and energy infrastructure are exposed to rising seas and stronger storms even as they face geopolitical threats. Adaptation, in this sense, becomes a condition for continuity. Civilian systems show the same pattern. Electricity demand is surging upwards with data centers for artificial intelligence, while heatwaves and storms test grid reliability. Participants in Munich noted that distributed and renewable power can strengthen resilience and reduce energy dependencies, but only if built on trust and local inclusion. Communities must see direct benefit and clear communication. Without that, even well‑designed systems can lose social acceptance. For humanitarian actors in the system coordinated by the UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs, these converging pressures are not new, but the pace has changed. Drought, floods, and extreme heat already stretch livelihoods and food systems. Now, multiple shocks coincide more frequently. Political upheaval, disrupted trade routes, and resource scarcity amplify each other. The result is that crises arrive less like isolated emergencies and more like continuous stress. In this context, preparedness is not only about protection; it is about preserving choice. Predictive tools such as seasonal forecasts, flood mapping, satellite monitoring have made it possible to act earlier. Relief agencies pre‑position supplies before roads are cut, reducing cost and disruption. Each day saved before a crisis compounds into days of stability afterward. Innovative partnerships with humanitarian actors like the World Food Programme and others with private sector foundations, such as Airbus and Munich Re Foundation, have shown how this can work. Timing the response: aligning intelligence and institutions Decision‑makers require information that translates directly into action: what to reinforce, where to pre‑position, how to keep vital systems running. Several challenges complicate crisis management: Across sectors, timing has emerged as the hardest frontier of preparedness. Timeliness of delivery is a form of protection. Crises unfold in real time. Humanitarian agencies pivot in seasons and lifesaving needs rise faster than funding, and resources are still released too late. Finance ministries negotiate annual budgets and economic cycles. Finance remains a persistent constraint not only as a question of how much finance but the timing of budgeting and releasing funds for strategic purposes. Security planners work on multi‑year horizons. Climate models project decades into the future. None of these timeframes align neatly. The challenge is not knowledge, but pace. In this environment, anticipatory finance that uses trigger‑based mechanisms unlock funds when thresholds are met. Pre-arranged finance helps ensure that early warning is followed with action. Trust also threads through all of this. Preparedness measures, from early action to resilient infrastructure, depend on public support and political consent. People are more willing to sustain preventive investments when they see concrete benefits: water systems that keep working through drought, hospitals that stay powered during heatwaves, recovery that starts while memory is still fresh. Transparency about what works, and what fails, builds that trust over time. Aligning climate intelligence with financial triggers, humanitarian planning, and security priorities is not a technical exercise. It is a test of political will. Institutions already possess much of the data they need; what is missing is the synchronization between foresight and decision. Strategic preparedness begins by closing that gap. Climate intelligence, if used well, can bridge that gap. Real‑time observation, loss databases, and risk models are improving rapidly. Tools once designed for insurers and investors are beginning to guide humanitarian operations and public decisions. Leaving Munich, there was a sense of realism. Climate impacts are accelerating just as global politics tightens and resources thin out. Energy and supply systems are being reassessed under pressure; humanitarian agencies must act faster with fewer buffers. The conversation has shifted from abstract warning to strategic readiness and how to stay functional in an unsettled world. The overarching message from Munich was clear: climate change is not a backdrop to security or humanitarian work, it is part of the operating environment. The question now is whether we can act on what we already know before the next shock removes our room to manoeuvre. Preparedness, in the end, is not about predicting the future, it is about strategic preparedness. About the author Dr. Koko Warner directs University of Pennsylvania’s International Climate Observatory and is a recognized leader in people-centered, data-driven approaches to addressing adverse climate impacts on humanitarian crises and economic development. Koko spearheaded institutional transformation in how data is used to deliver actionable insight to save lives, field-relevant analytics to deliver solutions to displacement and deepen insights about global climate trends, and inform preparedness and anticipatory action through strategic foresight. As inaugural Director of IOM’s Global Data Institute (GDI), she led teams that won the 2024 Innovation in Data Award and garnered recognition for IOM as the main provider of displacement and other mobility data for the UN system. Previously, Dr. Warner directed some of the first empirical research on climate migration at the United Nations University. She pioneered climate resilience financing as Executive Director of the Munich Climate Insurance Initiative, and oversaw loss and damage policy, and adaptation planning at UNFCCC. She has been a lead author in the Intergovernmental Panel on Climate Change (4th, 5th, 6th, and 7th assessment cycles). The International Science Council recognized Koko Warner as among the top 20 women in climate policy. Her work has focused on practical, system-wide approaches that connect data to action, and migration policy to the achievement of well being in the Global South and Global North. Global voices for humanitarian assistance Inspired by Tom Fletcher’s statement of commitment to the humanitarian community when he resumed his position as Under-Secretary-General for Humanitarian Affairs and Emergency Relief Coordinator (OCHA) in November 2024, this channel provides expert views and impulses that highlight the current importance of listening, efficiency, ou
Warum Länder des Globalen Südens jetzt eine faire Besteuerung brauchen Posted on 20. März 2026 - 12:15 by Hannah Hauptmann Ein faires internationales Steuersystem ist zentral dafür, dass Länder des Globalen Südens ihre öffentlichen Aufgaben selbstbestimmt finanzieren können. Diese reichen von Gesundheit und Bildung bis hin zu Klimaanpassung und sozialer Sicherung. Jedoch sind es wohlhabende Staaten, die die internationale Steuerarchitektur bislang maßgeblich prägen. Länder, in denen ein Großteil der realen Wertschöpfung stattfindet, sind strukturell benachteiligt. Zivilgesellschaftlichte Akteur*innen, wie beispielsweise Eurodad und die Global Alliance for Tax Justice, betonen, dass die geplante UN-Steuerrahmenkonvention (UN Framework Convention on International Tax Cooperation) einen historischen Schritt zu einem inklusiveren, demokratischeren Regelwerk darstellen kann. Sie würde einen universellen Rahmen unter dem Dach der Vereinten Nationen bieten, der wirksam Steuervermeidung und Gewinnverschiebung adressiert und damit ein Steuersystem im Dienst nachhaltiger Entwicklung ermöglicht. Zugleich bleiben viele Details der Ausgestaltung offen. Ob die Machtasymmetrien im internationalen Steuerregime tatsächlich überwunden werden, wird von der konkreten Verhandlungspraxis und der Bereitschaft reicher Staaten abhängen, Steuerrechte fairer zu teilen. Internationales Steuersystem entscheidet, ob Länder des Globalen Südens Entwicklungs- und Klimaziele selbstbestimmt verfolgen können oder strukturell im Nachteil bleiben Länder des Globalen Südens stehen aktuell unter hohem finanziellen Druck. Sie müssen auf die Klima- und Biodiversitätskrise reagieren, Schulden begleichen, Ungleichheiten ab- sowie soziale Sicherung ausbauen und in öffentliche Infrastruktur investieren. Zugleich entgehen ihnen durch Steuervermeidung, Gewinnverschiebung und schädlichen Steuerwettbewerb jedes Jahr enorme Einnahmen. Eine faire Besteuerung – insbesondere multinationaler Konzerne und sehr hoher Vermögen – ist daher zentral, um eigene Ressourcen zu mobilisieren, Abhängigkeiten von Krediten und politische Handlungsspielräume zurückzugewinnen. Gerade in Zeiten multipler Krisen entscheidet ein gerechtes internationales Steuersystem darüber mit, ob Länder des Globalen Südens ihre Entwicklungs- und Klimaziele selbstbestimmt verfolgen können oder weiterhin strukturell im Nachteil bleiben. Der Verhandlungsprozess zur UN-Steuerrahmenkonvention ist daher für Länder des Globalen Südens von besonderer Bedeutung. Eine wirksame Konvention könnte nicht nur Schlupflöcher für multinationale Konzerne schließen, sondern auch die Verteilung der Besteuerungsrechte stärker an reale wirtschaftliche Aktivität knüpfen und die inländische Ressourcenmobilisierung stärken. Eine solche Mobilisierung gewinnt insbesondere durch die sinkenden internationalen Entwicklungshilfeleistungen (Official Development Assistance, ODA) an Bedeutung. Die internationale Zivilgesellschaft warnt davor, dass Profiteure des Status‑quo zentrale Verhandlungspunkte – etwa Quellenbesteuerung, Mindeststeuern oder Transparenzstandards – in ihrem Sinne verwässern könnten. Vor diesem Hintergrund verfolgen und unterstützen wir insbesondere die Positionen zivilgesellschaftlicher Akteur*innen aus dem Globen Süden. Wir sehen in der UN-Steuerrahmenkonvention eine wichtige Chance für internationale Steuergerechtigkeit. Zugleich gibt es keine Garantie, dass diese Chance ohne zivilgesellschaftlichen Druck tatsächlich eingelöst wird. Das Engagement der AG Globale Verantwortung Die AG Globale Verantwortung verfolgt die Verhandlungen zur UN-Steuerrahmenkonvention eng über ihre Tätigkeit in internationalen Arbeitsgruppen. Die von Eurodad, im Financing for Development Civil Society Workstream sowie in Zusammenarbeit mit der Global Alliance for Tax Justice erarbeiteten Positionen und Analysen zielen auf klare Regelungen zur Besteuerung multinationaler Unternehmen, zur Eindämmung von Steuervermeidung und zu einer faireren Verteilung von Besteuerungsrechten zugunsten der Länder des Globalen Südens ab. Wir bringen diese Positionen in politische Gespräche in Österreich ein, etwa im Rahmen von Fachdialogen, Hintergrundgesprächen und Stellungnahmen, in den SDG-Umsetzungsprozess und in unsere Arbeit zu Just Transition, unter anderem über SDG Watch Austria. Zuletzt unterstützten wir drei zivilgesellschaftliche Interventionen, die konkrete Vorschläge für den Konventionstext enthalten: Am 6. März 2026 unterzeichneten wir gemeinsam mit über 190 zivilgesellschaftlichen Organisationen und Gewerkschaften eine Stellungnahme zum Konventionsentwurf, die an den Vorsitz des zwischenstaatlichen Verhandlungskomitees für die UN-Steuerrahmenkonvention gerichtet war. Am 5. Dezember 2025 unterstützten wir einen Brief der Global Alliance for Tax Justice und einen Brief von Eurodad zum damaligen Entwurf. Im November 2025 veröffentlichte die Global Alliance for Tax Justice den Catalogue of Proposals for Articles for the New UN Framework Convention on International Tax Cooperation, den wir als wichtige Referenz für eine ambitionierte, an den Bedürfnissen des Globalen Südens orientierte Konvention nutzen. Links Eurodad: Tax Justice Global Alliance for Tax Justice UN Department of Economic and Social Affairs: Intergovernmental Negotiations for UN Framework Convention on International Tax Cooperation AG Globale Verantwortung (2025): Vierte internationale Konferenz für Entwicklungsfinanzierung in Sevilla kk / mithilfe von KI erstellt
Appell an Bundeskanzler Stocker, die EU-Kettensäge zu stoppen Posted on 20. März 2026 - 10:19 by Hannah Hauptmann EU-Schutzstandards, die von den laufenden Deregulierungen betroffen sind. Screenshot © Attac Österreich Die laufenden Deregulierungen der EU-Kommission seien aus demokratiepolitischer Sicht unhaltbar, kritisiert der offene Brief der Initiative Kettensäge stoppen. Unter dem Vorwand des Bürokratieabbaus würden Deregulierungen großteils als sogenannte Omnibus-Pakete in einem Schnellverfahren ohne öffentliche Konsultationen beschlossen. Im Brief betonen zivilgesellschaftliche Organisationen und Arbeitnehmer*innen-Vertretungen, dass Europa im Jahr 2026 unzweifelhaft an einem Scheideweg stehe. In diesem historischen Moment brauche es umfassende, zukunftstaugliche Maßnahmen im Interesse der Menschen. Jedoch gehe die Streichung von Schutzbestimmungen auf Kosten von Arbeitnehmer*innen, der intakten Umwelt und jener Teile der Wirtschaft, die zurecht Planungssicherheit und Klimaneutralität einfordern würden. Der Brief warnt, dass dieses Vorgehen weder Wachstum generiere, noch die liberale Demokratie festige. Europäischer Rat: Stocker gefragt, für Erhalt von Schutzstandards einzustehen Die Unterstützer*innen des offenen Briefs, darunter die AG Globale Verantwortung, appellieren an Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP), die Kettensäge der EU zu stoppen und … … sich für den Erhalt wichtiger Regelungen zum Schutz von Menschen und Umwelt einzusetzen. … darauf hinzuwirken, dass der privilegierte Zugang, den Unternehmensverbände und finanzstarke Wirtschaftslobbygruppen im EU-Gesetzgebungsprozess haben, umgehend beendet wird. … sich im Europäischen Rat für umfassende öffentliche Investitionen in die sozial-ökologische Transformation, die digitale Souveränität und die energiepolitische Unabhängigkeit einzusetzen. Download Herunterladen
Eskalation im Iran und Libanon: AG Globale Verantwortung appelliert an Regierung, Humanitäre Hilfe deutlich aufzustocken Posted on 18. März 2026 - 14:05 by Hannah Hauptmann „Die Geschwindigkeit, das Ausmaß und die Gleichzeitigkeit der Eskalation im Iran und im Libanon sind in der jüngeren Vergangenheit der Region beispiellos. Ihre Bewohner*innen leben seit vielen Jahren in Unsicherheit und Gewalt. Die Frage nach dem Warum scheint zunehmend in den Hintergrund zu treten“, warnt Lukas Wank, Geschäftsführer der AG Globale Verantwortung. In der Region droht ein Flächenbrand, die humanitäre Lage verschärft sich dramatisch. Millionen Menschen erleben Gewalt, ihre Versorgung ist durch die zerstörte Infrastruktur erschwert. Zuletzt berichtete das UN-Flüchtlingshilfswerk von über 3,2 Millionen Vertriebenen im Iran und von knapp einer Million Vertriebenen im Libanon. Unter ihnen sind auch zahlreiche Geflüchtete aus Afghanistan, Syrien und aus den palästinensischen Gebieten, die nun erneut um ihr Überleben und das ihrer Familien kämpfen müssen. Wank verweist auf das seit Jahren strukturell unterfinanzierte internationale Hilfssystem, das mit den weltweiten Krisenherden immer weniger Schritt halten könne und an seine Grenzen stoße. „Es häufen sich die Fälle, in denen humanitäre Hilfsorganisationen nicht mehr imstande sind, Menschen rechtzeitig zu erreichen, zu versorgen und zu schützen. In dieser zugespitzten Weltlage braucht es Staaten, die sich zu internationalen Regeln bekennen und für die der Schutz von Zivilist*innen unverhandelbar ist.“ Österreichs internationale Stärken gefragt, aber Kapazitäten, um auf zugespitzte Weltlage zu reagieren, reichen nicht mehr aus Der Geschäftsführer des humanitären und entwicklungspolitischen Dachverbands in Österreich schildert, dass ein Land wie Österreich hierbei eine wichtige Rolle einnehmen könne: „Unsere Stärke liegt in partnerschaftlicher Zusammenarbeit, Vertrauen und Dialogbereitschaft. Dazu gehört auch, in Krisenzeiten verlässlich an der Seite von benachteiligten und gefährdeten Menschen zu stehen. Mit dem Auslandskatastrophenfonds und den erfahrenen österreichischen Hilfsorganisationen kann unser Land diese Menschen wirksam unterstützen. Jedoch: Die derzeit vorgesehenen Mittel reichen bei weitem nicht aus, um den tatsächlichen humanitären Bedarfen gerecht zu werden. Wir appellieren daher an Außenministerin Beate Meinl-Reisinger und Finanzminister Markus Marterbauer, den Auslandskatastrophenfonds rasch deutlich zu erhöhen.“ Abschließend betont Wank: „Das derzeitige Weltgeschehen ist ein schriller Weckruf! Wenn die Bundesregierung an einer friedlicheren, gerechten und stabileren Welt mitwirken und auch die Sicherheit und das Wohlergehen der österreichischen Bevölkerung gewährleisten will, dann muss sie die Humanitäre Hilfe und die langfristig wirkende internationale Entwicklung in ihrem nächsten Budget substanziell stärken.“ (hh) Link Stellungnahme (25.03.2026): NGO-Dachverband begrüßt frühzeitige Bereitstellung von Geldern aus dem Auslandskatastrophenfonds
Mehrjahresprogramme Posted on 4. März 2026 - 14:48 by Hannah Hauptmann Die anstehenden Herausforderungen – von der Sicherung der Finanzierung bis hin zur strukturellen und inhaltlichen Weiterentwicklung des Dachverbands – überschreiten deutlich den Horizont eines Kalenderjahres. Die Dynamiken, in denen sich die internationale Entwicklung, Humanitäre Hilfe und entwicklungspolitische Bildungs- und Inlandsarbeit (EBI) heute bewegen, erfordern längere Atemzüge, stabilere Planungsräume und strategische Kontinuität. Dieses Mehrjahresprogramm ist daher kein operativer Tätigkeitskatalog, sondern ein strategischer Kompass: Es beschreibt die gemeinsamen mittelfristigen Ziele, Leitlinien und Schwerpunkte unserer Arbeit und verbindet diese mit Mechanismen zur Anpassung an äußere wie innere Bedingungen. Operatives wird aus diesem Kompass abgeleitet, nicht umgekehrt. Das Mehrjahresprogramm schafft also eine gemeinsame Grundlage für Politikgestaltung, Kooperation und Organisationsentwicklung und bewahrt zugleich die notwendige Flexibilität, um auf Veränderungen angemessen zu reagieren. Es ist kein statisches Dokument, sondern sichert Gestaltungsspielräume, die eine lebendige, solidarische und zukunftsfähige Zivilgesellschaft braucht – in Österreich, in Europa, in den Projektländern und darüber hinaus. Zudem baut unser erstes Mehrjahresprogramm auf der Gewissheit auf, dass die AG Globale Verantwortung in schwierigen Zeiten Kurs halten kann. Das hat der Dachverband im letzten Jahr durch strategische Restrukturierung, den Aufbau einer stabileren Finanzsteuerung sowie durch eine effektive Kommunikation und Abstimmung mit den Mitgliedsorganisationen erneut bewiesen. Downloads Herunterladen Arbeitsprogramm 2025 Arbeitsprogramm 2024 Arbeitsprogramm 2023
Let us know how to handle your data Posted on 27. Februar 2026 - 10:55 by Hannah Hauptmann Bitte warten…
Rat der EU beschließt Omnibus-I-Paket auf Kosten von Menschenrechten und Lebensgrundlagen Posted on 24. Februar 2026 - 18:21 by Hannah Hauptmann Minister*innen aus den EU-Mitgliedsstaaten haben heute im Rat der Europäischen Union das Omnibus-I-Paket adoptiert. Damit scheint die Abkehr vom zukunftsweisenden Pfad, den die EU mit einer ambitionierten Lieferkettenrichtlinie und anderen zentralen Bestandteilen des European Green Deal hätte beschreiten können, vorerst besiegelt. Anstatt die Sorgfaltspflicht europäischer Unternehmen im weltweiten Schutz von Menschenrechten, Klima und Umwelt höherzuschrauben, folgten die EU-Organe den Argumentationsweisen von Wirtschaftsvertreter*innen – auch aus der US-amerikanischen Erdölindustrie –, die den Green Deal zur Bürde umgemünzt hatten. Omnibus-I-Paket verzögert unvermeidlichen Umstieg auf nachhaltige Strategien Die Lieferkettenrichtlinie wird nur für Konzerne mit mehr als 5.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von mindestens 1,5 Milliarden Euro gelten, darunter rund 30 österreichische Unternehmen. Ihre Aushöhlung ist auch ein Rückschlag für jene Wirtschaftstreibende, die sich längst für gerechte Wettbewerbsbedingungen aussprechen und sich an einem sozialen, ökologischen und ökonomischen Kurswechsel beteiligen. Diejenigen, die die ausgehöhlten Sorgfaltspflichten begrüßen, verzögern den unvermeidlichen Umstieg auf nachhaltige Strategien, den sie letztlich dennoch vollziehen müssen. Denn Gesellschaften, in denen die Menschen selbst den hohen Preis für die weltweite Ausbeutung, für soziale Ungleichheiten, Dürren und Überschwemmungen – wozu Teuerungen, Hunger, Konflikte und ein steigendes Unsicherheitsgefühl zählen – tragen, haben keine Zukunft. Appell an Außenministerin, sich für ambitionierte Implementierung der Lieferkettenrichtlinie in nationales Gesetz einzusetzen Wir appellieren an die österreichische Außenministerin Beate Meinl-Reisinger, die sich beim heutigen Beschluss enthielt, sich nun für eine ambitionierte Implementierung der Lieferkettenrichtlinie in nationales Gesetz einzusetzen. Die Ministerin kann eine Stimme für eine effektive und widerspruchsfreie EU-Politik sein, die sich globalen Herausforderungen stellt und erkennt, dass Wettbewerbsfähigkeit und der Schutz von Menschenrechten, Klima und Umwelt keine Gegensätze sind, sondern Voraussetzung für die menschliche wie wirtschaftliche Sicherheit. Die Stimme einer EU, deren Stärke und Glaubwürdigkeit auf wertebasiertem Agieren und partnerschaftlicher Zusammenarbeit beruhen. Lukas WankGeschäftsführer der AG Globale Verantwortung
Panel discussion: International practitioners on how to improve disability inclusion in emergencies Posted on 23. Februar 2026 - 12:20 by Hannah Hauptmann At our discussion prior to the 2026 Zero Project Conference in Vienna, the Mozambican panellist Clodoaldo Castiano (FAMOD), Ghislain Tihanibé Hien (Light for the World Burkina Faso), and Nurten Yilmaz (UNICEF, online participation) drew attention to gaps between policy and practice with regard to the inclusion of people with disabilities. Over 50 guests listened to their explorations of the ways in which their organizations have successfully dismantled barriers in humanitarian crises, particularly in the context of climate action. Following a welcome speech by Marion Lieser, the CEO of Light for the World International, and a presentation of a study on the inclusion of older women in crisis situations, conducted by two Washington University students, Michael Fembek, the CEO of Zero Project, launched the Zero Project Crisis Response Report. He underlined good practices across numerous continents, when it comes to providing dignity — and removing barriers — in times of crisis to persons with disabilities. Ioanna Tsigiridi (Elrha) moderated the discussion which was part of International Partnerships Austria, organized by Light for the World, the Zero Project, and Global Responsibility. Full event report by Light for the World Marion Lieser, CEO of Light for the World International. © Global Responsibility Marion Lieser. © Global Responsibility © Global Responsibility © Global Responsibility Ghislain Tihanibé Hien, Project Manager at Light for the World Burkina Faso. © Global Responsibility Clodoaldo Castiano, Executive Director of FAMOD, and member of the National Human Rights Commission of Mozambique. © Global Responsibility Michael Fembek, the CEO of Zero Project. © Global Responsibility © Global Responsibility © Global Responsibility © Global Responsibility © Global Responsibility © Global Responsibility © Global Responsibility © Global Responsibility Marion Lieser and Michael Fembek © Global Responsibility © Global Responsibility © Global Responsibility © Global Responsibility © Global Responsibility © Global Responsibility © Global Responsibility © Global Responsibility © Global Responsibility © Global Responsibility f. l. t. r.: Michael Fembek, Ionna Tsigiridi, Marion Lieser, Clodoaldo Castanio, and Ghislain Tihanibé Hien © Global Responsibility © Global Responsibility Michael Fembek © Global Responsibility © Global Responsibility © Global Responsibility Moderator Ioanna Tsigiridi, Innovation Manager for Disability and Older Age Inclusion at Elrha’s Humanitarian Innovation Fund (HIF). © Global Responsibility This event is part of organized by
Partnerships on Equal Terms Posted on 18. Februar 2026 - 12:01 by Hannah Hauptmann English version Trotz internationaler Bekenntnisse zu lokal geführter Entwicklung und Lokalisierung in der Humanitären Hilfe verfügen in Projekten überwiegend Akteur*innen und Geber*innen aus dem Globalen Norden die Macht über (finanzielle) Ressourcen, Entscheidungen, Anliegen, Wissen und Repräsentation. Die Handlungsspielräume lokaler Organisationen in Projektländern, Politiken und Programme mitzugestalten, die ihre Gemeinschaften unmittelbar betreffen, sind häufig eingeschränkt. Mit unserem Projekt Partnerships on Equal Terms wollen wir die Machtverhältnisse in Richtung gleichberechtigter und partizipativer Partnerschaften zwischen lokalen Organisationen, insbesondere in der Republik Moldau, und österreichischen Akteur*innen verändern (Shifting the Power). Wir stellen sicher, dass lokale Stimmen gehört werden und lokale zivilgesellschaftliche Organisationen über die Kapazitäten und den Handlungsspielraum verfügen, eine führende Rolle bei der Gestaltung von Entwicklungs- und humanitären Maßnahmen zu übernehmen. Was es dafür braucht: Ein gemeinsames Verständnis, was lokal geführte Entwicklung und Lokalisierung in unterschiedlichen Kontexten konkret bedeuten. Politische Rahmenbedingungen, die Lokalisierungsansätze ermöglichen und unterstützen. Die Bereitschaft staatlicher und zivilgesellschaftlicher Beteiligten, Macht und Ressourcen gleichberechtigt mit Akteur*innen in Projektländern zu teilen und im Rahmen der Global Citizenship Education zu einer informierten Öffentlichkeit beizutragen, die globalen Zusammenhalt mitträgt. Konkret bedeutet das … in der Republik Moldau: Wir schaffen Räume für Dialog und Co-Creation, organisieren Workshops und Trainings, um die Kapazitäten moldauischer NGOs zu stärken, erarbeiten ein Forschungspapier mit politischen Empfehlungen und führen Gespräche mit nationalen und internationalen politischen Entscheidungsträger*innen, um Lokalisierung und gleichberechtige Partnerschaften zu fördern. in Österreich: Wir treiben die Lokalisierungsagenda voran, indem wir Policy Papers zu Shifting the Power erarbeiten, diese bei runden Tischen mit politischen Entscheidungsträger*innen und NGOs diskutieren und die Perspektiven aus Partnerländern in nationale und europäische politische Debatten einbringen. Gleichzeitig stärken wir die Kapazitäten österreichischer NGOs, damit sie ihre Partnerschaften strategisch hin zu einer lokal verankerten Zusammenarbeit neu ausrichten können, sowie ihre Kapazitäten im Bereich der Global Citizenship Education. Damit schaffen wir … Empfehlungen für lokal geführte Entwicklung und Lokalisierung in der Humanitären Hilfe im moldauischen Kontext, politische Impulse für die österreichische Entwicklungspolitik, die Lokalisierung und gleichberechtigte Partnerschaften fördern, Kapazitätsaufbau für NGOs in Österreich und in der Republik Moldau, eine Sensibilisierung der österreichischen Öffentlichkeit für globale Herausforderungen und gerechte Lösungen. Mit diesem Projekt gestalten wir eine zukunftsfähige internationale Entwicklung und Humanitäre Hilfe mit – partnerschaftlich, gerecht und nachhaltig. In Österreich, in Moldau und darüber hinaus. Projektpartner*innen: Globale Verantwortung – Arbeitsgemeinschaft für Entwicklung und Humanitäre Hilfe (Projektleitung) CONCORDIA Proiecte Sociale (Umsetzungspartnerin in der Republik Moldau) Institute for Democracy and Development (Forschungspartner in der Republik Moldau) Dieses Projekt ist Teil von Die Austrian Development Agency (ADA) übernimmt keinerlei Verantwortung für den Inhalt von Kommunikationsmaterialien, die von Partnerorganisationen erstellt wurden. Die darin enthaltenen Aussagen, Meinungen und Informationen liegen ausschließlich in der Verantwortung der jeweiligen Autor*innen und spiegeln nicht notwendigerweise die Position oder Haltung der ADA oder der Republik Österreich wider.
Partnerships on Equal Terms Posted on 18. Februar 2026 - 9:56 by Hannah Hauptmann Deutsche Version Despite international commitments to locally-led development and the localization of humanitarian assistance, projects are still mainly controlled by agents and donors from the Global North, who hold power over (financial) resources, decision-making, objectives, knowledge, and representation. As a result, the ability of local organizations to shape the policies and programmes that directly affect their communities often remains limited. Through our project Partnerships on Equal Terms, we aim to transform power relationships, fostering equitable and participatory partnerships between local organizations, especially in the Republic of Moldova, and Austrian actors (Shifting the Power). We ensure that local voices are heard and that local civil society organizations have the capacities and the agency to take a leading role in shaping development and humanitarian action. What it takes: A shared understanding of what locally-led development and localization mean in different contexts. Political frameworks that enable and support localization approaches. The willingness of all stakeholders to share power and resources equitably with actors in project countries, and to contribute to an informed public that supports global cohesion in the course of Global Citizenship Education. Specifically, this means the following … in the Republic of Moldova: We create spaces for dialogue and co-creation, organize workshops and trainings to strengthen the capacities of Moldovan NGOs, conduct research and develop policy recommendations, and engage in discussions with national and international decision-makers to advance localization and equitable partnerships. in Austria: We advance the localization agenda by developing policy papers on Shifting the Power, discussing them at roundtable events with political decision-makers and NGOs and ensuring that the perspectives from partner countries are represented in national and European political debates. At the same time, we strengthen the capacities of Austrian NGOs so that they can strategically realign their partnerships – towards a locally driven development and humanitarian practice, as well as their capacities in the field of Global Citizenship Education. This leads to … recommendations for locally-led development and humanitarian assistance in the Moldovan context. impulses for Austrian development policy that promote localization and equitable partnerships. capacity-building for NGOs in Austria and the Republic of Moldova. greater public awareness in Austria of global challenges and just solutions. With this project, we are collaboratively, equitably, and sustainably shaping the future of international partnerships, humanitarian assistance, and Global Citizenship Education. In Austria, in the Republic of Moldova, and beyond. Project partners: Global Responsibility – Austrian Platform for Development and Humanitarian Aid (project lead) CONCORDIA Proiecte Sociale (implementation partner in the Republic of Molodova) Institute for Democracy and Development (research partner in the Republic of Moldova) This project is part of The Austrian Development Agency (ADA) accepts no responsibility for the content of communication materials produced by partner organisations. The statements, opinions and information contained therein are the sole responsibility of the respective authors and do not necessarily reflect the position or stance of the ADA nor of the Republic of Austria.
Die Industrie in der EU braucht Verlässlichkeit, keine Deregulierung Posted on 13. Februar 2026 - 15:06 by Hannah Hauptmann © Globale Verantwortung Im Vorfeld des informellen Treffens des Europäischen Rats am 12. Februar 2026 warnte das Climate Action Network (CAN) Europe vor dem Abbau zentraler EU-Umwelt- und Klimaschutzregeln unter dem Vorwand der Wettbewerbsfähigkeit. Die aktuellen Herausforderungen der europäischen Industrie – etwa hohe Energiepreise, Investitionsrückstände und globaler Wettbewerbsdruck – könnten nicht durch Deregulierung gelöst werden. Stattdessen würden Rückschritte Investitionen verhindern, die Abhängigkeit von fossilen Energien verlängern und Europa im globalen Wettbewerb um saubere Technologien zurückwerfen. Die AG Globale Verantwortung unterstützt die Forderung nach einer zukunftsorientierten Industriepolitik mit klaren Klimazielen, die CAN Europe an den Europäischen Rat und die EU-Kommission am 6. Februar in einem Brief gerichtet hat. Eine klima- und umweltschonende Industrie verlangt nach stabilen CO₂-Preisen, gezielten öffentlichen Investitionen und nach der Förderung klimafreundlicher Produkte und Technologien. Nur ein konsequenter Kurswechsel hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft kann Europas Industrie langfristig stärken und gleichzeitig Klima, Umwelt und soziale Standards schützen. Die Allianz für Klimagerechtigkeit, dessen Vorstandsmitglied die AG Globale Verantwortung ist, hat die Anliegen des Briefs auch an Bundeskanzler Christian Stocker übermittelt. Download Herunterladen
New perspectives for humanitarian action Posted on 11. Februar 2026 - 11:37 by Hannah Hauptmann The then newly appointed Under-Secretary-General for Humanitarian Affairs and Emergency Relief Coordinator, Tom Fletcher, addressed the humanitarian community in November 2024 in an open letter pointing out listening, efficiency, outspokenness, and innovation as the focus topics for the initial stage of his work. „Global Voices for Humanitarian Assistance“ outside view series Listening, efficiency, outspokenness, and innovation as topics were thus a unique opportunity to discuss humanitarian assistance in an inter-disciplinary fashion. In 2025, Global Responsibility took up this challenge and invited outside experts to contribute their findings and reflections in writing. Humanitarian crisis is followed by crisis, and financial support has been strained. Consequently, listening, efficiency, outspokenness and innovation became even more critical. „New Perspectives for Humanitarian Action“ wrap-up event f. l. t. r. : Fati Hassane, Anna Hirsch-Holland (ESA), moderator Thomas Seifert, Nick Appleyard, Marisa Leon Gomez Sonet, and Harry Eyres © Global Responsibility With the in-person event on 28 November, a „cross-sectoral dialogue on listening, efficiency, outspokenness, and innovation in humanitarian action“ in cooperation with the City of Vienna, the written ideas were explored in greater depth and enriched with additional perspectives by expert panellists Fati Hassane (Oxfam in Africa), Nick Appleyard and Anna Hirsch-Holland (ESA), Gemma Connell (OCHA), Marisa Leon Gomez Sonet (R-SEAT), and author and journalist Harry Eyres. Together with speakers and participants we wanted to open new horizons through open discussions, characterized by argumentation, explanation, communication and shared reflection. We hoped to nurture ideas and provide motivation across sectors to show that leaving no one behind is a universal duty of humanity, that the humanitarian principles and International Humanitarian Law (IHL) are cornerstones of society and to use the assembled expertise to provide practical, innovative advice. Conclusions „I stood at the border, stood at the edge and claimed it as central. I claimed it as central, and let the rest of the world move over to where I was“. – Toni Morrison What general conclusions must be drawn after a day filled with thought-provoking and meaningful discussions and exchanges? Putting those standing at the edge to the centre can be defined as the central principle for the reform of the humanitarian architecture and for listening, efficiency, outspokenness, and innovation in humanitarian action. Humanitarian action is not a static picture full of absolute truths. It requires constant dialogue to strengthen it beyond its current confines. Listening, efficiency, outspokenness, and innovation are more than polite exercises. They foster collective action and learning across sectors. With the humanitarian principles and IHL, humanitarian stakeholders have strong, universal, ethical North Stars, on which to base any reform process on. We need progress on listening, efficiency, outspokenness, and innovation so as to support those standing at the edge moving to the centre. But how, and by whom, can progress be measured? For more detailed information, download the full report below. Download Herunterladen (msh)
Pressestimmen 2026 Posted on 27. Januar 2026 - 14:23 by Hannah Hauptmann © Globale Verantwortung 20.04.2026: Evangelisch in Wien: NGOs warnen vor „Kaputtsparen“ der Entwicklungshilfe15.04.2026, Kurier (Print): Entwicklungshilfe: NGO gegen Kürzung15.04.2026, Der Standard (Print): NGOs gegen Kürzungen bei internationaler Hilfe14.04.2026, ORF.at: Rufe nach Stopp von Kürzungen internationaler Hilfe14.04.2026, Katholische Aktion Österreich: NGOs warnen: „Unsolidarisch und strategischer Fehler“14.04.2026, Katholisch.at: NGOs warnen vor „Kaputtsparen“ der Entwicklungshilfe14.04.2026, ORF Religion Aktuell: NGOs warnen vor „Kaputtsparen“ der EntwicklungshilfeBerichterstattung über unsere Aktion „Hilfe kürzen? Kommt zurück wie ein Bumerang“ hinsichtlich der bevorstehenden Budgetverhandlungen für 2027 und 2028 (siehe Presseaussendung, 14.04.2026). 09.04.2026, ORF.at: 26 OECD-Staaten kürzten 2025 EntwicklungshilfeArtikel über die öffentlichen Entwicklungshilfeleistungen der OECD-Länder im Jahr 2025 geht auf Appelle der AG Globale Verantwortung und von Mitgliedsorganisationen an die österreichische Regierung, die Gelder im nächsten Budget zumindest auf das Niveau von 2024 zu heben, ein (siehe Presseaussendung, 09.04.2026). 25.03.2026, Katholisch.at: Auslandskatastrophenfonds: NGOs begrüßen Freigabe von Geldern25.03.2026, Kathpress: Auslandskatastrophenfonds: NGOs begrüßen Freigabe von GeldernBerichterstattung greift eine Stellungnahme auf, in der die AG Globale Verantwortung begrüßt, dass der Ministerrat bereits im ersten Quartal des Jahres eine Auszahlung von sieben Millionen Euro aus dem AKF für die Humanitäre Hilfe österreichischer Organisationen beschlossen hat (siehe Stellungnahme, 25.03.2026). 18.03.2026, Kathpress: NGOs an Regierung: Humanitäre Hilfe deutlich aufstockenArtikel über unseren Appell an die Bundesregierung, angesichts der Eskalation im Iran und im Libanon den Auslandskatastrophenfonds aufzustocken (siehe Presseaussendung, 18.03.2026). 04.03.2026, Katholisch.at: NGOs an Politik: Auslandsfreiwilligendienste sichern statt streichen04.03.2026, Kathpress: NGOs an Politik: Auslandsfreiwilligendienste sichern statt streichenBerichterstattung über die gemeinsame Warnung mehrerer NGOs an die österreichische Bundesregierung, dass die Abschaffung des Auslandsfreiwilligendienstes als Zivildienstalternative ein bildungs- und gesellschaftspolitischer Rückschritt wäre. 10.02.2026, Welt-Sichten: Die ADA spart bei der ProjektförderungDas deutsche entwicklungspolitische Magazin sprach mit österreichischen NGOs, die bereits die Kürzungen der Bundesregierung in der internationalen Entwicklung und Humanitären Hilfe zu spüren bekommen haben. 26.01.2026, Kathpress: UN-Menschenrechtsprüfung: NGOs kritisieren Kürzungen humanitärer Hilfe26.01.2026, Katholisch.at: UN-Menschenrechtsprüfung: NGOs kritisieren Kürzungen humanitärer Hilfe26.01.2026, ORF Religion Aktuell: NGOs kritisieren Kürzungen humanitärer HilfeBerichterstattung über Österreichs vierte Universelle Menschenrechtsprüfung im UN-Menschenrechtsrat greift Kommentare von AG Globale Verantwortung und Mitgliedern zur weltweiten Erfüllung der Menschenrechte auf (siehe Presseaussendung, 23.01.2026).