Wirksamkeit von Entwicklung

Bei der Wirksamkeitsdebatte handelt es sich um einen ursprünglich von Regierungen auf OECD-Ebene initiierten und geführten Prozess, der zum Ziel hat die internationale Entwicklungszusammenarbeit effizienter zu gestalten (ursprünglich Aid Effectiveness genannt). Insbesondere die Zivilgesellschaft setzt sich intensiv damit auseinander, wobei die Frage „Wie lässt sich Entwicklungszusammenarbeit so gestalten, dass größtmögliche Wirkung vor Ort im Sinne einer nachhaltigen positiven Veränderung für den/die Einzelne/n erzielt wird?“ im Zentrum steht.

Grundlagenartikel: Development Effectiveness

Grundlagenartikel: Zivilgesellschaftliches Engagement

Grundlagenartikel: Welche Rahmenbedingungen behindern/fördern wirksame EZA?

Hilfreiche Links zum Thema: Wirksamkeit von Entwicklung

Glossar



Zivilgesellschaftliches Resümee zum Wirksamkeitsgipfel in Nairobi

(22.02.2017 - Bericht) Im Rahmen des zweiten High Level Meetings (HLM2) von 30. November bis 1. Dezember 2016 der Globalen Partnerschaft für Wirksamkeit in der Entwicklungszusammenarbeit (Global Partnership for Effective Development Co-operation – GPEDC) diskutierten zahlreiche Stakeholder in Nairobi über die Fortschritte in der Wirksamkeits- und Effizienzsteigerung in der Entwicklungszusammenarbeit, weitere Schritte zur Stärkung der vereinbarten Prinzipien und die zukünftige Rolle der GPEDC im Rahmen der Agenda 2030.

Entwicklungsgipfel zur Wirksamkeit in der EZA Gelingt der wichtige Schritt nach vorne?

Von 28. November bis 1. Dezember diskutieren VertreterInnen aus Geber- und Empfängerländern, der Zivilgesellschaft, des Privatsektors und vieler weiterer Organisationen beim 2. Hochrangigen Treffen der „Globalen Partnerschaft für wirksame Entwicklungskooperation“ ("Global Partnership for Effective Development Cooperation"-GPEDC) über die Zukunft wirksamer Entwicklungszusammenarbeit.

Lobbybrief High Level Meeting der "Global Partnership for Effective Development Cooperation"

(10.11.2016 - Lobbybrief) Von 28. November bis 1. Dezember 2016 findet in Nairobi das 2. High Level Meeting der "Global Partnership for Effective Development Cooperation" (GPEDC) statt. Bei diesem Treffen gilt es, die Wirksamkeitsdebatte wieder zu stärken und ihr den notwendigen höheren Stellenwert zu geben, um so auch die Agenda 2030 zu stärken. In unserem Schreiben an Bundesminister Kurz weisen wir darauf hin, dass eine Teilnahme auf höchster politischer Ebene ein klares Statement in diese Richtung sein kann. 

weiter

Spannungsfeld Zivilgesellschaft – umkämpft, gestärkt, zurückgedrängt

(22.07.2015 - Bericht) Kambodscha ist das Land mit der höchsten NGO-Dichte weltweit. Kambodscha ist seit wenigen Tagen außerdem ein Land, in dem die Regierung nationale und internationale NGOs verstärkt regulieren kann – rechtmäßig. Andauernde Proteste der Zivilgesellschaft konnten den aktuellen Gesetzesbeschluss, der die kambodschanische Regierung befugt in die Arbeit von NGOs einzugreifen oder diese sogar zu beenden, nicht verhindern (The Guardian). Die Entwicklung in Kambodscha ist kein Einzelfall. Der Handlungsspielraum für zivilgesellschaftliche Organisationen wird in vielen Ländern, auch in Europa, zunehmend kleiner.

Lobbybrief Transparenz in der öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit

(15.04.2015 – Lobbybrief, aktualisiert am 21.10.2015) Ende des Jahres 2015 läuft die Frist für Staaten aus, den Standard der International Aid Transparency Initiative (IATI) vollständig umzusetzen. Dieser wurde in Folge des Wirksamkeitsgipfels in Busan entwickelt, um die Verfügbarkeit und öffentliche Zugänglichkeit zu Informationen über Leistungen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit zu verbessern.

weiter

Rückblick Workshop zu Enabling Environment

(04.03.2015) Am 17. Februar 2015 veranstaltete die AG Globale Verantwortung in Kooperation mit der Katholischen Frauenbewegung Österreichs (kfb) einen Workshop zum Thema „Shrinking space for civil society? An enabling environment for civil society organisations”.

weiter

Workshop der GPEDC zur Wirksamkeit

(10.12.2014 - Bericht) Im Rahmen des ersten High Level Meetings (HLM) der Global Partnership for Effective Development Cooperation (GPEDC) initiierte Koreas Außenminister die jährliche Abhaltung eines Workshops der GPEDC, um die Umsetzung der Busan Prinzipien auf Länderebene zu überprüfen, Bilanz zu ziehen und einen globalen politischen Dialog zur Förderung wirksamer Entwicklungszusammenarbeit aufzubauen.

weiter

Global Partnership for Effective Cooperation (GPEDC) Gipfel ohne Fortschritte

(19.04.2014 – Bericht) Enthusiastisch zeigte sich über die Ergebnisse des internationalen EZA-Gipfels, der letzte Woche in Mexiko City stattfand, niemand. Offizielle Statements sprechen zwar diplomatisch von einem wichtigen Treffen, doch weiter gekommen ist die internationale Gemeinschaft in Wirklichkeit nicht. Im Gegenteil: es wurden Rückschritte gemacht.

2014 Mexico High Level Meeting Communiqué

(18.04.2014) verabschiedet beim First High-Level Meeting of the Global Partnership for Effective Development Co-operation

  • Breite Teilnahme vieler Stakeholder (NGOs, Parlamente, Stiftungen, Privatsektor…)
  • Bestehende Verpflichtungen bestätigt, aber keine neuen Verpflichtungen eingegangen
  • Zu wenig Fortschritt in der Umsetzung der bestehenden Verpflichtungen
  • Menschenrechtsbasierter Ansatz und die Stärkung von Rahmenbedingungen für zivilgesellschaftliche Aktivitäten fanden kaum Erwähnung
  • Die neuen Geber China und Indien nahmen nicht teil

GPEDC Doppelstandards statt Goldstandard

(08.04.2014 - Bericht) Wie soll die zukünftige globale Agenda für nachhaltige Entwicklung nach 2015 in der Praxis umgesetzt werden, sobald die Ziele stehen werden? An welchen Standards und Prinzipien sich die internationale Gemeinschaft bald halten soll, wird am 15. und 16. April 2014 bei einem hochrangigen internationalen Gipfel in Mexiko beraten.

GeberInnen beraten über die Zukunft der ODA und Qualität von EZA

(03.03.2014 – Bericht) Über zwei entwicklungspolitische Prioritäten dieses Jahres beraten hochrangige BeamtInnen beim Senior Level Meeting des Development Assistance Committee der OECD am 3. und 4. März in Paris. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die Reform der ODA und Maßnahmen zur Steigerung der Wirksamkeit von Entwicklung.

Lobbybrief Österreichs Teilnahme am ersten Gipfel des Global Partnership

(16.01.2014 - Lobbybrief) Das bevorstehende High Level Meeting des Global Partnership for Effective Development Cooperation (GPEDC) ist eine entwicklungspolitische Priorität 2014. In einem Schreiben an Außenminister Sebastian Kurz und ADA-Geschäftsführer Martin Ledolter macht die AG Globale Verantwortung darauf aufmerksam.

weiter

How to be effective? Toolkit präsentiert Übersicht über Instrumente und Methoden der EZA

(März 2012) Menschenrechte, Geschlechtergerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Partizipation – vier Schlagworte, die für wirksame NRO-Arbeit eine wichtige Rolle spielen. Weg von Schlagworten hin zur Umsetzung will das 'Implementation Toolkit' des Open Forum - und liefert damit die längst überfällige Übersicht über Methoden & Instrumente der Entwicklungszusammenarbeit.

Busan Outcome Document Was bringt’s, was fehlt?

(14.12.2011) – Das kürzlich beim High Level Forum in Busan verabschiedete Outcome Document wird von den einen als Anbruch einer Ära hin zu mehr Wirksamkeit gefeiert, von anderen als verpasste Chance bewertet. Die internationale NRO-Gemeinschaft sieht zwar durchaus auch Positives, die Enttäuschung darüber, dass Busan vor allem zur Durchsetzung von außenpolitischen Interessen genutzt wurde, ist aber groß. Eine kurze Analyse.

„Siem Reap Framework“ Woran NRO glauben,
wie sie handeln, wer sie sind

(27.07.2011) Das „International Framework on CSO Development Effectiveness“ wurde im Rahmen der zweiten (und letzten) Generalversammlung des Open Forum finalisiert. Das Papier fasst zusammen und aktualisiert, was es bisher nur individuell, für einzelne Organisationen oder kleinere Netzwerke gab: eine Rundum-Vision von erfolgreicher NRO-Arbeit auf Implementierungsebene. Rechtzeitig zum OECD High Level Forum von Busan Ende 2011.

weiter

Warum setzen sich NRO mitAid/Development Effectiveness auseinander?

(21.04.2011) Warum setzen sich NRO mit Aid/Development Effectiveness auseinander? Weil die Debatte um Aid/ Development Effectiveness einen sehr praktischen Hintergrund hat: Die Initiative der Regierungen, sich mit ihrer eigenen „Aid Effectiveness“ zu beschäftigen, hat großen Einfluss auf die EZA-Architektur – international und in Österreich.

Istanbul Principles 2000 NGO weltweit lieferten Input

(6.10.2010) Was den Regierungen beim MDG-Gipfel nicht gelang – nämlich eine gemeinsame Position in Sachen Entwicklungszusammenarbeit zu finden – ist auf zivilgesellschaftlicher Seite gelungen: Rund 210 VertreterInnen zivilgesellschaftlicher Organisationen aus dem Norden und Süden einigten sich bei der Generalversammlung des Open Forum vergangene Woche in Istanbul auf acht Prinzipien wirksamer NGO-Arbeit. Auch die anwesenden VertreterInnen der Regierungen zeigten reges Interesse an den – kurzerhand – so getauften „Istanbul Principles“.

Konsultationsprozess Stärken österreichischer NRO und ihr Beitrag zu wirksamer EZA

(13. 08.2010) Bei der Nationalen Konsultation zur Wirksamkeit österreichischer NRO „Ziele, Zweck, Zukunft“ reflektierten die teilnehmden NRO-VertreterInnen über ihre eigene Leistung – und erkannten: so divers der Sektor der entwicklungspolitischen und humanitären Organisationen auch sein mag, es gibt vieles, das verbindet. So einigte man sich auf „Stärken österreichischer NRO“, schlug Aktivitäten zu deren Umsetzung vor und sammelte konkrete Beispiele für die erfolgreiche Umsetzung.

2008 Accra Agenda for Action

auch: AAA, Triple A
verabschiedet beim HIGH LEVEL FORUM III in Accra/ Ghana

  • enthält das Bekenntnis, die Zivilgesellschaft als eigenständige und wichtige EZA-Akteurin anzuerkennen
  • NRO waren in die Vorbereitungen involviert
  • bleibt inhaltlich dennoch hinter Erwartungen zurück

2005 Paris Declaration on Aid Effectiveness

auch: Pariser Erklärung, PD
verabschiedet beim HIGH LEVEL FORUM II in Paris/ Frankreich

  • enthält das Bekenntnis zu fünf Prinzipien wirksamer EZA sowie Indikatoren zu deren Messung
  • keine Beteiligung durch NRO
  • Dokument wird von NRO als technokratisch kritisiert, das weder die Bekämpfung von Armut, noch deren Ursachen fokussiert