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Unter dem Titel „Forced to Flee – Humanity on the Run“ diskutierten internationale und nationale ExpertInnen aus humanitären Organisationen, Politik, Wissenschaft, Medien sowie von Flucht betroffene Menschen offen u.a. über die Konsequenzen politischer Entscheidungen, die Menschenrechtslage, das Abkommen der EU mit der Türkei und Libyen aber auch gesundheitliche Herausforderungen. Das Finden von Lösungsansätzen stand dabei im Mittelpunkt.

Als Ergebnisse der Diskussionen haben sich vier Bereiche, an denen weitergearbeitet werden muss, als zentral herausgestellt:

Politik und das Finden von Lösungen, um Ursachen von Flucht zu bekämpfen
Respekt und die Einhaltung des Internationalen Humanitären Völkerrechts und der Menschenrechte
Eine verbesserte Zusammenarbeit von Entwicklungszusammenarbeit und Humanitärer Hilfe
Die Rolle der Zivilgesellschaft

RednerInnen des 4. Humanitären Kongresses waren unter anderem:

Volker Türk, (Stellvertretender Flüchtlingshochkommissar für Schutzfragen, UNHCR)
Yves Daccord, Generaldirektor des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (ICRC)Kate Gilmore, Stellvertretende Hochkommissarin für Menschenrechte (OHCHR)
Gerald Knaus, Vorsitzender der Europäischen Stabilitätsinitiative (ESI)
Hernan del Valle, Leiter humanitäre Angelegenheiten Ärzte ohne Grenzen (Einsatzzentrale Amsterdam)
Tammam Aloudat, Stv. medizinischer Direktor von Ärzte ohne Grenzen in Genf
Mustafa Maalbawi, Arzt aus Syrien
Zeina Hassan, Regionale Koordinatorin für psychologische und psychosoziale Unterstützung (Medecins du Monde)
Elias Bierdel, Autor und Menschenrechtsaktivist
Manfred Nowak, Generalsekretär und Gründer (European Inter-University Centre for Human Rights and Democratisation – EIUC), Professor für Internationales Recht und Menschenrechte an der Universität Wien

Link zum Humanitären Kongress:

http://www.humanitariancongress.at/

Link zur Facebook-Seite mit Fotos. Das Fotoalbum auf facebook wird laufend ergänzt: Fotos zur freien Verfügung: CR Ayham G Youssef für Globale Verantwortung.

Link zu den Medienberichten

Hier unser Resümee:

(26.04.2017 - Resumee) Flucht und Vertreibung – eine globale Realität: Derzeit sind mehr als 65 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht. Rund 80 Prozent der Vertriebenen suchen Schutz in ihrer Heimatregion; von jenen, die diese verlassen, versucht nur ein Bruchteil, Europa zu erreichen. Insofern handelt es sich um ein globales Phänomen und eine Herausforderung, die Europa nur am Rande betrifft. Dennoch reagieren die EU-Staaten aus innenpolitischen Gründen mit einer Politik der Abschottung gegenüber Asylsuchenden.

Link zum Resumee/ Webseite des 4. Humanitären Kongresses in Wien