Humanitärer Kongress

Alle zwei Jahre veranstaltet die AG Globale Verantwortung gemeinsam mit ihren Mitgliedsorganisationen und der humanitären Organisation "Ärzte ohne Grenzen" einen hochkarätig besetzten internationalen Kongress in Wien, der die Herausforderungen der Humanitären Hilfe thematisiert, aktuelle humanitäre Themen aufgreift und Lösungen diskutiert.


4. Humanitärer Kongress Wien Unser Resümee

(26.04.2017 - Resumee) Flucht und Vertreibung – eine globale Realität: Derzeit sind mehr als 65 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht. Rund 80 Prozent der Vertriebenen suchen Schutz in ihrer Heimatregion; von jenen, die diese verlassen, versucht nur ein Bruchteil, Europa zu erreichen. Insofern handelt es sich um ein globales Phänomen und eine Herausforderung, die Europa nur am Rande betrifft. Dennoch reagieren die EU-Staaten aus innenpolitischen Gründen mit einer Politik der Abschottung gegenüber Asylsuchenden.

Vor diesem Hintergrund diskutierten am 3. März 2017 internationale und nationale ExpertInnen von humanitären Organisationen, aus Politik, Wissenschaft und Medien sowie Betroffene am 4. Humanitären Kongress in Wien über die Herausforderungen rund um Flucht und Migration.

4. Humanitarian Congress in Wien

4. Humanitärer Kongess in Wien: „Forced to Flee – Humanity on the Run

Am dritten März fand an der Universität Wien der vierte Humanitäre Kongress statt. Er wurde von Ärzte ohne Grenzen Österreich, der Caritas Österreich,  Globale Verantwortung – Arbeitsgemeinschaft für Entwicklung und Humanitärer Hilfe, dem Österreichischen Roten Kreuz und SOS-Kinderdorf International veranstaltet. Es konnten über 400 Gäste in der Universität Wien begrüßt werden, über 2000 folgten via Twitter und den Live-Streams den Diskussionen.

huco_a

Unter dem Titel „Forced to Flee – Humanity on the Run“ diskutierten internationale und nationale ExpertInnen aus humanitären Organisationen, Politik, Wissenschaft, Medien sowie von Flucht betroffene Menschen offen u.a. über die Konsequenzen politischer Entscheidungen, die Menschenrechtslage, das Abkommen der EU mit der Türkei und Libyen aber auch gesundheitliche Herausforderungen. Das Finden von Lösungsansätzen stand dabei im Mittelpunkt.

Als Ergebnisse der Diskussionen haben sich vier Bereiche, an denen weitergearbeitet werden muss, als zentral herausgestellt:

Politik und das Finden von Lösungen, um Ursachen von Flucht zu bekämpfen
Respekt und die Einhaltung des Internationalen Humanitären Völkerrechts und der Menschenrechte
Eine verbesserte Zusammenarbeit von Entwicklungszusammenarbeit und Humanitärer Hilfe
Die Rolle der Zivilgesellschaft

RednerInnen des 4. Humanitären Kongresses waren unter anderem:

Volker Türk, (Stellvertretender Flüchtlingshochkommissar für Schutzfragen, UNHCR)
Yves Daccord, Generaldirektor des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (ICRC)Kate Gilmore, Stellvertretende Hochkommissarin für Menschenrechte (OHCHR)
Gerald Knaus, Vorsitzender der Europäischen Stabilitätsinitiative (ESI)
Hernan del Valle, Leiter humanitäre Angelegenheiten Ärzte ohne Grenzen (Einsatzzentrale Amsterdam)
Tammam Aloudat, Stv. medizinischer Direktor von Ärzte ohne Grenzen in Genf
Mustafa Maalbawi, Arzt aus Syrien
Zeina Hassan, Regionale Koordinatorin für psychologische und psychosoziale Unterstützung (Medecins du Monde)
Elias Bierdel, Autor und Menschenrechtsaktivist
Manfred Nowak, Generalsekretär und Gründer (European Inter-University Centre for Human Rights and Democratisation – EIUC), Professor für Internationales Recht und Menschenrechte an der Universität Wien

Link zum Humanitären Kongress:

http://www.humanitariancongress.at/

Link zur Facebook-Seite mit Fotos. Das Fotoalbum auf facebook wird laufend ergänzt: Fotos zur freien Verfügung: CR Ayham G Youssef für Globale Verantwortung.

Link zu den Medienberichten

Ein Conclusio-Dokument ist in Ausarbeitung und wird nach Fertigstellung hier veröffentlicht.

3. Humanitärer Kongress in Wien

(06.03.2015) „Humanitarian Aid under Fire“ – unter diesem Motto stand der dritte Humanitäre Kongress Österreichs am 6. März 2015 in Wien. In den Festsälen der Universität Wien haben internationale Expertinnen und Experten aktuelle Entwicklungen der Humanitären Hilfe diskutiert. Der Kongress stand wieder unter dem Ehrenschutz von Bundespräsident Heinz Fischer.

weiter

2. Humanitärer Kongress in Wien

(27.2.2013) Unter dem Motto „Gender matters! Das Geschlecht spielt eine Rolle“ brachte der zweite Humanitäre Kongress Österreichs internationale ExpertInnen der Humanitären Hilfe am 8. März - dem Weltfrauentag - nach Wien. Die Eröffnungsrede hielt Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für Humanitäre Hilfe und Krisenschutz.

weiter

1. Humanitärer Kongress in Wien

2011 fand erstmals ein eintägiger Kongress zum Thema Humanitäre Hilfe statt, der von den humanitären Hilfsorganisationen Ärzte ohne Grenzen, Care, Caritas, Diakonie, Hope´87, Österreichisches Rotes Kreuz, World Vision sowie der Arbeitgemeinschaft Globale Verantwortung und dem Institut für Internationale Entwicklung der Universität Wien veranstaltet wurde.

weiter