Transparenz in der staatlichen Entwicklungszusammenarbeit - Österreich unter den Schlusslichtern

(10.10.2014) Österreich ist im Transparenz-Ranking der bilateralen und multilateralen GeberInnen der Entwicklungszusammenarbeit vom 41. auf den 47. Platz weiter zurückgefallen und führt somit unter insgesamt 68 GeberInnen die letzte Kategorie („very poor“) an.

Transparenz in der staatlichen Entwicklungszusammenarbeit bedeutet die einfach zugängliche, zeitgerechte Veröffentlichung von verständlich aufbereiteten Informationen zu Mittelflüssen entlang des gemeinsam vereinbarten Standards. Transparenz erleichert Empfängerländern die Planbarkeit und ermöglicht der Zivilgesellschaft der Geber- wie der Empfängerländer, die Leistungen der GeberInnen zu vergleichen, zu bewerten und gegebenenfalls Verbesserungen einzufordern.

Das Ranking wird von der NGO Publish What You Fund auf Grundlage des Aid Transparency Index erstellt. Bei der Überprüfung der öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit Österreichs hat neben unabhängigen WissenschafterInnen, der ADA und Publish What You Fund auch die AG Globale Verantwortung ihre Einschätzung abgegeben, wie Österreich bei den Indikatoren des Index abschneidet. Die Indikatoren behandeln neben dem Bekenntnis zur Transparenz vor allem die Frage, welche Informationen zur Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit in welcher Form veröffentlicht werden, etwa zu Strategien oder geförderten PartnerInnen und Projekten. Österreich hat sich beim Wirksamkeitsgipfel in Busan zwar dazu verpflichtet, dem gemeinsamen Standard zu folgen, und im Jahr 2012 einen Plan für die Umsetzung ausgearbeitet, jedoch fehlen darin konkrete Pläne für Verbesserungen. Schwächen gibt es insbesondere in der Veröffentlichung von Daten zu Projektfinanzierungen.

Publish What you Fund empfiehlt daher:


Links:
Ranking der Geberinstitutionen 2014
Bewertung von Österreich 2013
Artikel zum Ranking von 2013

(sv)
 

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