Teufelskreis aus Krieg, Hunger und Armut beenden Nur die Schaffung von Lebensperspektiven für Menschen in Afrika wird langfristig zu Lösungen führen

(Presseaussendung - 19.09.2018) „In Afrika befinden sich viele der ärmsten Länder der Welt. Bittere Armut, Klimaschäden und unfaire Handelsbeziehungen rauben Menschen dort ihre Lebensperspektive und destabilisieren Staaten. Was bleibt den Menschen für eine Perspektive außer der Flucht? Frontex und Asylzentren werden an diesen Tatsachen nichts ändern. Statt vorwiegend auf kurzfristige Maßnahmen wie Grenzsicherung oder Migrationssteuerung zu fokussieren, sollten die österreichische Bundesregierung und die Europäische Union nachhaltige Strategien hin zu einem guten Leben für alle verfolgen.

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Nur wenn die politisch Verantwortlichen bei den Ursachen ansetzen, werden sie nachhaltig Lösungen schaffen. Ich erwarte mir daher ein stärkeres Engagement bei der Beseitigung von Hunger und Armut, aber auch zur Vermeidung kriegerischer Konflikte. Nicht das Schließen von Grenzen wird uns auf lange Sicht eine friedliche Zukunft sichern, sondern diese langfristigen Entwicklungsstrategien.“ appelliert Annelies Vilim, Geschäftsführerin des Dachverbands AG Globale Verantwortung mit 35 Mitgliedsorganisationen aus den Bereichen Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe, anlässlich des EU-Gipfels an die Staats- und Regierungschefs in Salzburg, sich mehr der Gründe für Flucht zu widmen.

„Wir begrüßen das Bekenntnis zu einer neuen Partnerschaft mit Afrika, das Jean-Claude Juncker erst letzte Woche in Aussicht gestellt hat. Allerdings darf diese Partnerschaft nicht zur leeren Worthülse verkommen, die vorwiegend die wirtschaftlichen Eigeninteressen der Europäischen Union in den Vordergrund stellt. Vielmehr muss ein ernsthaftes Bekenntnis zur Bekämpfung von Ungleichheit und Beendigung von Armut im Mittelpunkt einer künftigen Partnerschaften stehen. Wir als AG Globale Verantwortung schlagen daher einen Zukunftspakt mit Afrika vor: Eine stärkere Förderung von Programmen zur Armutsbekämpfung sowie eine faire Handelspolitik, die Förderung von Bildungsprojekten, aber auch die Stärkung kleinbäuerlicher und nachhaltiger Landwirtschaft sind nur einige Eckpunkte dieses Pakts. Entwicklungspolitische Organisationen leisten mit ihrer Expertise seit Jahren unermüdlich ihre  Beiträge, um Lebensperspektiven für Menschen vor Ort zu ermöglichen. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur sozialen Sicherheit und politischen Stabilität.“ präzisiert Vilim. 

„Denn dort wo ein menschenwürdiges Leben, soziale und politische Sicherheit gewährleistet sind, müssen sich weniger Menschen auf den Weg machen und Migration wird zu einer Möglichkeit unter vielen und nicht zu einer Notwendigkeit.“ endet Vilim.

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