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"Der schockierende Krieg in der Ukraine verletzt Völkerrecht, ist keinesfalls zu rechtfertigen und muss sofort enden. Millionen notleidender Menschen sind auf Humanitäre Hilfe angewiesen und werden es noch lange sein. In kürzester Zeit ist auch die Nothilfe österreichischer Nichtregierungsorganisationen angelaufen: Sie sichern Tag und Nacht das Überleben der Menschen in der Ukraine und den Nachbarstaaten", beschreibt Annelies Vilim, Geschäftsführerin der AG Globale Verantwortung, die furchtbaren Ereignisse nur ein paar hundert Kilometer von Österreichs Grenzen entfernt.

"In Anbetracht dieses Krieges, aber auch zahlreicher weiterer Krisen – wie der COVID-19-Pandemie, Klimakrise, Konflikte und Armut –, ist Österreich gefragt, sein internationales Engagement und die dafür notwendigen Mittel deutlich zu erhöhen. Da verwundert es umso mehr, dass zwei zentrale Dokumente der österreichischen Außenpolitik noch immer nicht beschlossen sind: die Strategie der Humanitären Hilfe der Republik Österreich und das Dreijahresprogramm der österreichischen Entwicklungspolitik 2022 - 2024", richtet sich Vilim an Bundeskanzler Nehammer, Vizekanzler Kogler sowie Außenminister Schallenberg, und appelliert: "Mit Blick auf die globalen, sich gegenseitig verstärkenden Krisen gilt es, diese beiden Dokumente rasch auf den Weg zu bringen und die Mittel für Humanitäre Hilfe sowie Entwicklungszusammenarbeit zu erhöhen – wie im Regierungsprogramm vereinbart. Es ist ein Gebot der Stunde, Österreichs Hilfe vor Ort in bewährter humanitärer Tradition langfristig planbar und damit zukunftstauglich machen. Wir ersuchen Sie, umgehend zu handeln."

(hh)