Die AG Globale Verantwortung begrüßt den Beschluss des heutigen Ministerrats (28.04.2021), 2 Mio. Euro zur Linderung der humanitären Katastrophe in Indien aus dem Auslandskatastrophenfonds bereitzustellen. "Die Infektionszahlen explodieren, erst gestern wurden offiziell über 340.000 Neuinfektionen gemeldet. Indiens Spitäler können Erkrankte nicht mehr ausreichend versorgen", schildert Annelies Vilim, Geschäftsführerin der AG Globale Verantwortung, dem Dachverband von 34 Organisationen aus den Bereichen Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe, die Lage in Indien, die sich in den vergangenen Tagen dramatisch zugespitzt hat. "Es mangelt an Sauerstoff und Beatmungsgeräten, schwer kranke Menschen sterben auf der Straße vor überfüllten Krankenhäusern. Schutzausrüstung, Desinfektionsmittel und andere Hilfsmittel sind nicht nur in ländlichen, ärmeren Regionen zur Mangelware geworden: In den Städten herrscht Ausnahmezustand."

Wie zahlreiche andere Länder hat sich auch Österreich bereiterklärt, Indien nicht im Stich zu lassen. Die Bundesregierung dürfte das Österreichische Rote Kreuz bereits Ende dieser Woche damit beauftragen, bei der Versorgung mit Medikamenten vor Ort zu helfen. "Das ist wichtig. Denn COVID-19 führt uns deutlich vor Augen, dass wir Krisen in einer vernetzten Welt nur gemeinsam bewältigen können. Wir sind erst sicher, wenn alle sicher sind. Eine neue Virusvariante in anderen Ländern könnte auch bei uns zu einem massiven Risiko werden", fährt Vilim fort und schließt: "Nur wenn wir sicherstellen, dass alle Menschen auf der Welt mit qualitativ hochwertigem Impfstoff geimpft werden können und Gesundheitssysteme weltweit gerüstet sind, COVID-19-Erkrankten zu helfen, werden wir diese Pandemie stoppen. Wir ermuntern die österreichische Bundesregierung daher in diesem Sinn weiter zu machen."

(hh)