Kommentar der Anderen

Um Debatten über Entwicklungspolitik zu ermöglichen, den demokratischen Diskurs zu fördern und die Bedeutung der Umsetzung der Agenda 2030 hervorzuheben, dient die Rubrik Kommentar der Anderen, in der ExpertInnen aktuelle und relevante entwicklungspolitische Themen kommentieren sowie ihre Meinung präsentieren.

Kommentar der Anderen

Hedwig Riegler zu den neuen Regeln für die ODA Anrechnungen der OECD

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Hedwig Riegler

“New rules on reporting debt relief as aid lack credibility and signal a decline in the OECD's statistical culture”

(11.11.2020) The traditional measure of foreign aid is “official development assistance” (ODA). Figures on ODA have been compiled by the OECD since 1969, based on annual reports from members of its Development Assistance Committee (DAC), a club of aid donor countries. ODA figures have been of fundamental importance in tracking global aid efforts and fulfilment of aid pledges, including against the United Nations target of raising aid to 0.7% of rich countries’ national income.
In 2014, the DAC announced that it was changing the way it measured ODA loans. Up to then, loan disbursements counted as positive ODA, and repayments of loan principal as negative ODA, so that once a loan was fully repaid, it would score as zero over the life of the loan. The DAC decided instead to count the loan’s “grant equivalent” – its gift value compared to a loan at market terms. The new figures would be calculated from 2015, but only replace the old ones from 2019 reporting on 2018 flows.

The grant equivalents of each loan were to be calculated using generous estimates of market rates, which allowed for the risk of default. So the DAC promised that, before the switch to grant equivalents, they would revise ODA reporting of debt relief so that risk was not double-counted. In the end, the DAC failed to agree on new debt relief rules by 2018, but they finally announced the rules on reporting ODA as planned in July 2020. Since then, critics have claimed that these new rules break the DAC’s 2014 promise not to double-count default risk. The Center for Global Development has recently published a detailed analysis by Euan Ritchie which appears to confirm this and also identifies other technical flaws.

In the contribution below, Hedwig Riegler, a former Chair of the DAC’s Working Party on Development Finance Statistics and former DAC Statistical Reporter for Austria, gives her own perspective, focusing particularly on the justifications the DAC offers in the form of Narratives embedded in the new rules. She finds these Narratives misleading and draws worrying conclusions about the deterioration of statistical culture at the OECD/DAC.

Ein Kommentar von Hedwig Riegler

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COVID-19 Response: Is the World Bank right about not suspending debt service payments of developing countries? A Pro & Contra

Iolanda Fresnillo, Eurodad & Scott Morris, CGD

The COVID-19-pandemic and its social and economic consequences are hitting developing countries particularly hard. Many of these countries are heavily in debt and lack the financial resources to address the crisis effectively. Nevertheless, the World Bank has so far been reluctant to suspend debt service payments of developing countries, which would free up much-needed resources. While some experts argue that this is justified since suspending debts would jeopardize the World Bank’s financing model, others criticize the Bank for getting priorities wrong. The following Pro & Contra summarizes the most important arguments of both sides.

A Pro & Contra by Scott Morris and Iolanda Fresnillo

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Protecting human rights and the environment in company supply chains

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Claudia Saller (ECCJ)/Isabella Schömann(European Trade Union Confederation)

Spätestens seit dem Einsturz des Rana Plaza, bei dem vor sechs Jahren in Bangladesch 1.138 Bekleidungsarbeiter und -arbeiterinnen ums Leben kamen, gibt es intensive Debatten um gesetzliche Möglichkeiten, Konzerne für Menschenrechtsverletzungen in der Lieferkette zur Verantwortung ziehen zu können. Der EU-Kommissars Didier Reynders hat nun einen Gesetzesvorschlag der Europäischen Kommission für ein umfassendes europäisches Sorgfaltspflichtengesetz angekündigt. In ihrem Kommentar gehen die ExpertInnen Claudia Saller (European Coalition for Corporate Justice,ECCJ) und Isabella Schömann (European Trade Union Confederation) darauf ein und diskutieren auch offene Fragen.

Ein Kommentar von Claudia Saller und Isabelle Schömann

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Resilienz und Nachhaltigkeit - die Basis zukunftsfähiger Wirtschaft

Felix Forster und Malina Lovrek, respACT ©Daniel Willinger

Welche Chancen bietet die aktuelle Krisensituation für die Transformation der Wirtschaft hinsichtlich nachhaltiger Entwicklung?

In der aktuellen Krisensituation erkennen wir Herausforderungen, die uns zunehmend die Grenzen eines globalisierten, wachstumsorientierten und ressourcenintensiven Wirtschaftssystems aufzeigen. Folglich bietet die Krise auch eine einzigartige Gelegenheit, diese Grenzen und die damit verbundenen Risiken aktiv zu adressieren. Dadurch können Transformationsprozesse hinsichtlich nachhaltiger Entwicklung eingeleitet werden, um künftigen Krisen resilient entgegenzutreten. Denn auch in Anbetracht der großen Herausforderungen unserer Zeit wie Klimakrise oder soziale Ungleichheit gilt es schnell und entschlossen zu handeln.

Ein Kommentar von Malina Lovrek und Felix Forster

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Some reflections and suggestions on the June 2019 TOSSD Reporting Instructions

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Hedwig Riegler

Neben der ODA (Official Development Assistance), welche die offiziellen Entwicklungsgelder der OECD-Mitgliedsstaaten darlegt, möchte die OECD eine weitere Messgröße etablieren, welche ein umfassenderes Bild von der „öffentlichen Unterstützung für Nachhaltige Entwicklung“ (Total Official Support for Sustainable Development - kurz TOSSD) zeigen soll. Dafür wurde eine Task Force eingerichtet, die das Konzept erarbeitet, welche Mittel letztlich wie eingrechnet werden können. Im Kommentar der Anderen weist Hedwig Riegler, selbst langjährig tätig beim sogenannten Development Assistance Committee (DAC) der OECD, von dem die Initiative zu dieser neuen Messgröße ausging, auf mögliche Problematiken durch die vorgeschlagene Ausgestaltung der neuen Messgröße hin.

Ein Kommentar von Hedwig Riegler

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Wirtschaft oder Entwicklung? Wirtschaft als Hebel für Entwicklung!

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Markus Haas- Projekte International WKO ©VogueSpot.at

Warum das 0,7 % Ziel überholt ist und Entwicklungspolitik immer zu wirtschaftlicher Unabhängigkeit beitragen muss

Welche Rolle kann und soll die Wirtschaft bei der Umsetzung der Agenda 2030 und ihrer 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung einnehmen? Wie können entwicklungspolitische Organisationen und die Wirtschaft zusammen an der Erreichung der Ziele mitwirken? Diesen und anderen Fragen geht Markus Haas von der Wirtschaftskammer Österreich in seinem Kommentar nach.

Ein Kommentar von Markus Haas

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Eine Frage der Gerechtigkeit

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Julia Schöneberg-Universität Kassel

Mit dem Beschluss der Agenda 2030 einigten sich die UN-Mitgliedsstaaten 2015 auf eine ambitionierte und umfassende Vision für soziale, ökologische und ökonomische Entwicklung. Julia Schöneberg von der Universität Kassel setzt sich in ihrem Kommentar kritisch mit der Agenda 2030 auseinander und erklärt, warum ihrer Meinung nach strukturelle Ursachen globaler Ungleichheit stärker in den Fokus rücken müssen.

Ein Kommentar von Julia Schöneberg

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Do we need a European Development Bank?:

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li: Peter Wolff, Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE); re: Xavier Sol, Counter Balance

A recent report to the EU proposes the creation of a new European Climate and Sustainable Development Bank. Peter Wolff, researcher at the German Development Institute, and Xavier Sol, director of Counter Balance, comment on the Pros & Cons of adding a new institution to the existing financial architecture for development.

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Den Stillstand überwinden:

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Jens Martens -Global Policy Forum

Vor dem kommenden SDG-Gipfel der Vereinten Nationen am 24. und 25. September kommentiert und analysiert der renommierte Experte Jens Martens (u.a. Geschäftsführer des Global Policy Forums in New York; Koordinator der globalen Civil Society Reflection Group on the 2030 Agenda for Sustainable Development) die derzeitige Umsetzung der Agenda 2030 in Österreich und weltweit. Zum Ende hin gibt er auch Empfehlungen ab, wie wir den Stillstand überwinden können. 

Ein Kommentar von Jens Martens

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