Humanitäre Hilfe

Ein Schwerpunkt der AG Globale Verantwortung ist die Humanitäre Hilfe. Gemeinsam mit unseren Mitgliedsorganisationen setzen wir uns seit Jahren für eine quantitative und qualitative Verbesserung der Humanitären Hilfe - vor allem der staatlichen Humanitären Hilfe Österreichs - ein.  Durch die zunehmenden weltweiten Konflikte und Katastrophen steigt der Bedarf an Humanitärer Hilfe beständig an. Die Vereinten Nationen schätzen, dass ca. 125 Millionen Menschen Humanitärer Hilfe bedürfen (2016).

Eine regelmäßig tagende Arbeitsgruppe (AG) des Dachverbands, die AG Humanitäre Hilfe, befasst sich sowohl mit langfristigen strategischen als auch mit aktuellen  Fragen der Humanitären Hilfe. Gemeinsam mit der AG Humanitäre Hilfe und der humanitären Organisation "Ärtze ohne Grenzen" organisieren wir alle zwei Jahre einen internationalen, hochkarätig besetzten Humanitären Kongress in Wien, um Fragen rund um die Humanitäre Hilfe zu diskutieren und vestärkt auf die Humanitäre Hilfe aufmerksam zu machen.

In Österreich setzen wir uns 

  • für eine klarere Struktur der staatlichen Humanitären Hilfe Österreichs ein. Notwendig ist die Errichtung einer einzigen Stelle, die mit abgesichertem Budget  ausgestattet ist. Dieser Stelle sollten die Entscheidungsbefugnis, die Koordination und die Mittelvergabe der gesamten staatlichen Humanitären Hilfe obliegen. Eine solche Bündelung der Kompetenzen für humanitäre Agenden könnte die Wirksamkeit und Effizienz der Humanitären Hilfe Österreichs verbessern.
  • für eine vorausschauende Planung und eine kohärente - also eine unter den mit humanitären Agenden befassten staatlichen Stellen abgestimmte - Strategie mit klar festgelegten Zielen, Instrumenten und Abläufen für die Humanitäre Hilfe Österreichs ein. Dabei geht es vor allem um die Planbarkeit der Mittel aus dem Auslandskatastrophenfonds (AKF).
  • für eine ausreichende und adäquate Dotierung der Mittel für die staatliche Humanitäre Hilfe Österreichs ein. Diese sollten für die Hilfe bei akuten Katastrophen und für sogenannte "stille" oder vergessene Katastrophen, für Katastrophenvorsorge und Maßnahmen zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Gemeinden und Personen eingesetzt werden. 2015 wurde der AKF endlich von 5 auf 20 Millionen Euro erhöht, im Jahr 2019 aber wieder auf 15 Mio. reduziert.


OECD DAC Peer Review Report der AG Globalen Verantwortung

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(26.06.2019 – Bericht) Im ersten Halbjahr  2019 wurde die OEZA wieder einem Peer Review durch die DAC Mitglieder unterzogen. Speziell wurde geprüft, wie Österreich die Empfehlungen des DAC des letzten großen Reviews aus dem Jahr 2014 (und dem Midterm Review 2017) umgesetzt hat und welche Fortschritte/Rückschritte es in der OEZA gibt. Das BMEIA erstellte ein Memorandum dazu vor. Zeitgleich ersuchte die OECD die AG Globale Verantwortung einen Bericht aus Sicht der Zivilgesellschaft  zu erstellen, welchen wir dank der guten Zusammenarbeit von einigen Mitgliedsorganisationen verfassten. Wir übermittelten diesen Bericht Anfang Mai 2019 an die OECD und das BMEIA.

5th Humanitarian Congress Vienna – The Future of Humanitarian Aid – Conclusions

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Conflicts are becoming more protracted, populations and inequality grows and environmental disasters are on the rise. Needs of humanitarian assistance, both short- and long-term, will be acute and widespread. In the next years policy and the aid sector will need to evolve and adapt. 

Considering the discussions of the 5th Humanitarian Congress and taking into account the experience and expertise of the 14 Austrian humanitarian organizations responsible for organising the Humanitarian Congress Vienna we conclude with the following demands for the Future of Humanitarian Aid:

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World Humanitarian Summit

(22.06.2016 - Bericht) Vom 23. Mai bis 24. Mai 2016 fand in Istanbul der „World Humanitarian Summit“ statt, der sich im Rahmen einer „Agenda der Menschlichkeit“ mit dem Titel „One Humanity – Shared Responsibility“ den großen humanitären Herausforderungen widmete.

Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe der Europäischen Union

(30.9.2013) Wer ist „die EU“? Was macht die EZA und humanitäre Hilfe der EU aus? Wie werden diese Politikbereiche finanziert? Wo und wie werden die Entscheidungen getroffen? Und wie können NRO die Entscheidungsprozesse mitgestalten? Diesen und ähnlichen Fragen widmet sich die neue EU-Broschüre der AG Globale Verantwortung.

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