EU-Landwirtschaftspolitik korrigieren jetzt online mitbestimmen. Eine nachhaltige und global gerechte Agrarpolitik ist Gebot der Stunde.

(OTS - 24.04.2017) Bis zum 2. Mai haben die Bäuerinnen und Bauern und alle EU-BürgerInnen die Möglichkeit, sich für eine sozial und ökologisch gerechte Agrarpolitik auszusprechen. "Wir alle sind von der Agrarpolitik der EU direkt betroffen. Die Zeit drängt, Korrekturen sind nur noch bis 2. Mai 2017 möglich. Deshalb bitte ich möglichst viele Menschen um Teilnahme an der online-Petition", betont Annelies Vilim, Geschäftsführerin des Dachverbandes der entwicklungspolitischen und humanitären NGOs, AG Globale Verantwortung.

Die Globale Verantwortung hat ein detailliertes Argumentationspapier veröffentlicht, in dem anschaulich dargestellt wird, wie Entwicklungsgelder für Landwirtschaft sinnvoll eingesetzt werden können, und wie vermieden werden kann, dass Entwicklungen abseits der Entwicklungszusammenarbeit (EZA) Erfolge wieder zunichtemachen.

Link zum Argumentationspapier mit Antwortvorschlägen:
http://www.globaleverantwortung.at/argumentationspapier-landwirtschaft-und-entwicklung

„Die auf Wettbewerbsfähigkeit und auf den Weltmarkt ausgerichtete Landwirtschaft hat nicht nur zu einem Bauernsterben innerhalb der EU und zu einem Preisverfall bei zahlreichen landwirtschaftlichen Gütern geführt, sie bedroht auch die Existenzen unzähliger Menschen in den Ländern des Globalen Südens. So verdrängen Billigexporte aus der EU, wie Milchpulver, Geflügel- oder Schweinefleisch bäuerliche Betriebe etwa in Westafrika. Auch der immense Import von Soja für Futtermittel aus Südamerika ist für die Vertreibung von Kleinbauern und Kleinbäuerinnen sowie der Vernichtung von Regenwäldern mitverantwortlich. Diese Politik steht im klaren Widerspruch zu den international gemeinsam vereinbarten SDGs (sustainable development goals), mit 17 Zielen für eine gerechte, bessere Welt, die bis 2030 umgesetzt werden müssen. Der Fokus der agrarpolitischen Maßnahmen muss daher auch auf der Sicherung nachhaltiger Nahrungsmittelsysteme liegen, um tatsächlich gegen Hunger und Armut vorgehen zu können“, so Vilim weiter.

„Wir müssen gemeinsam ein Zeichen setzen, dass die Agrarpolitik künftig sozial und ökologisch nachhaltig und global gerecht gestaltet sein muss“, ruft Annelies Vilim zur Teilnahme auf.

Link zur Petition – bis 02. Mai 2017:

http://ec.europa.eu/agriculture/consultations/cap-modernising/2017_de