COP23 Forderungen der Allianz für Klimagerechtigkeit

(08.11.2017 - Unterstützte Position) Die Allianz für Klimagerechtigkeit – eine Plattform von 25 Umwelt-, Sozial-, Entwicklungs- und kirchlichen Organisationen  – fordert anlässlich der 23. Klimakonferenz in Bonn mehr Einsatz der Bundesregierung beim Klimaschutz und bei der Unterstützung von Entwicklungsländern für die Anpassung an den Klimawandel.

Österreich hat sich mit der Ratifizierung des Klimaabkommens von Paris am 8. Juli 2016 zum Ziel der internationalen Staatengemeinschaft bekannt, die globale Erwärmung deutlich unter 2° C, bezogen auf das vorindustrielle Niveau, zu halten und Anstrengungen zu unternehmen sie auf 1,5 °C einzudämmen.

Um diese langfristigen Ziele zu erreichen wurde beschlossen, dass ein weiterer Anstieg der Treibhausgasemissionen sobald wie möglich gestoppt werden muss, wobei der Anstieg bei Entwicklungsländern noch länger dauern wird. Die dann notwendigen, raschen Reduktionen müssen entsprechend der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse auf faire Art und mit der höchstmöglichen Ambition umgesetzt werden. In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts sollen sich Emissionsquellen und Senken dann die Waage halten. Auch die Verantwortung der entwickelten Industrienationen eine Führungsrolle einzunehmen und absolute Emissionsreduktions-Ziele festzulegen, ist hier festgeschrieben.

Die zunehmend dramatischen Folgen des Klimawandels erfordern die schnellstmögliche Finanzierung von Gegenmaßnahmen seitens der internationalen Gemeinschaft. Darum haben sich die Industriestaaten verpflichtet das jährliche Volumen an Klimafinanzierung für Entwicklungsländer bis zum Jahr 2020 auf 100 Mrd. US-$ zu steigern und eine Balance zwischen Mitteln zum Klimaschutz und zur Anpassung an bereits unvermeidbare Klimaschäden anzustreben. In einer begleitenden Entscheidung dazu wurde festgehalten, dass noch vor dem Jahr 2025 ein neues Finanzierungsziel festgelegt werden soll, dass mindestens 100 Mrd. US-$ jährlich betragen soll.

(jm)