Screenshot des Argumentationspapiers Impfen

COVID-19 kennt keine Grenzen. Die Auswirkungen der Pandemie und der Lockdowns sind nicht nur bei uns dramatisch, sondern ganz besonders in Ländern des Globalen Südens. Ihnen fehlen oft die nötigen Ressourcen und Strukturen, um die Pandemie zu bekämpfen, ihre wirtschaftlichen und sozialen Folgen abzumildern sowie ihre BewohnerInnen zu impfen. COVID-19 zeigt bestehende soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten nicht nur auf, sondern vergrößert sie. Während in vielen Ländern des Globalen Nordens bereits großflächig geimpft wird, ist dies in Ländern mit niedrigem oder mittlerem Einkommen nicht der Fall – mit der logischen Folge steigender Infektionszahlen, auch durch neue Mutationen. Wurden in der EU 50,17 Dosen pro 100 Personen verabreicht, sind es in Asien 19,25 und in Afrika gar nur 2,13 Dosen. Arme Länder, wie Äthiopien (1,44) und Mosambik (1,26) zählen zu den Schlusslichtern, im Jemen sind es lediglich 0,06 Dosen pro 100 Personen.1 Das ist nicht nur eine moralische Tragödie, sondern gesundheitlich und wirtschaftlich fahrlässig. Es gilt, diese Schieflage zu beenden.

In diesem Papier appelliert die AG Globale Verantwortung an die österreichische Bundesregierung, unter anderem umgehend zusätzliche 200 Mio. Euro zur Bekämpfung von COVID-19, insbesondere für Impfprogramme, zur Verfügung zu stellen.

1 Our World in Data (Stand 25.05.2021): COVID-19 vaccine doses administered per 100 people


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Appell an die Bundesregierung: Wir sind erst sicher, wenn alle sicher sind. COVID-19 global bekämpfen: Impfen