Arbeitsgemeinschaft für Entwicklung und Humanitäre Hilfe
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24.11.2026 | 17:30 – 19:00 | Audimax, FHWien der WKW, Währinger Gürtel 97, 1180 Wien (barrierefrei)
Weltweit geraten Pressefreiheit und der Handlungsspielraum zivilgesellschaftlicher Organisationen systematisch unter Druck. Welche Folgen diese Entwicklungen für demokratische Gesellschaften hat, diskutieren österreichische und internationale Expert*innen im Rahmen der ersten Future Impact Week an der FHWien der WKW. Organisiert wird die Veranstaltung vom Studienbereich Journalism & Media Management in Kooperation mit dem entwicklungspolitischen und humanitären Dachverband AG Globale Verantwortung.
In zahlreichen Ländern verschlechtern politische und wirtschaftliche Einflussnahmen die Rahmenbedingungen für zivilgesellschaftliches Engagement und unabhängigen Journalismus. Fehlende Förderungen für Qualitätsmedien begünstigen zusätzlich die Verbreitung von Mis- und Desinformation. Nach Angaben von Reporter ohne Grenzen befindet sich inzwischen mehr als die Hälfte aller Länder weltweit in einer „schwierigen“ oder sogar „sehr ernsten“ Lage.
Die Aushöhlung demokratischer Freiräume ist längst kein Phänomen einzelner autoritärer Staaten mehr. Auch in etablierten Demokratien geraten kritische Medien und zivilgesellschaftliche Organisationen zunehmend unter Druck. In Deutschland sorgten etwa pauschalisierende Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz über NGOs für Aufsehen. In Österreich werden politische und wirtschaftliche Einflussnahmen auf Medien seit Jahren diskutiert. Zuletzt kritisierte der Rechnungshof erneut das österreichische Medienfördersystem und empfahl stärkere Qualitätskriterien sowie Maßnahmen zur Förderung der Medienvielfalt.
Vor diesem Hintergrund widmet sich die Veranstaltung den aktuellen Herausforderungen und möglichen Lösungsansätzen im Spannungsfeld von Medienfreiheit und Zivilgesellschaft.
Dr. Stephan Gasser, Chief Executive Officer der FHWien der WKW
mit Baia Pataraia, Direktorin der Frauenrechtsorganisation Sapari (Georgien)
In ihrer Online-Keynote schildert die georgische Menschenrechtsanwältin Baia Pataraia die aktuelle Lage für Medien und Zivilgesellschaft in Georgien, nachdem 2025 das georgische Parlament ein Gesetz zur Einschränkung der finanziellen Unterstützung von NGOs und Medien aus dem Ausland nach russischem Vorbild verabschiedete. Zudem gibt sie Einblicke in die anhaltenden zivilen Proteste nach den Parlamentswahlen 2024 und erläutert, welche Erwartungen Anhänger der georgischen Demokratie und EU-Beitrittsbefürworter*innen an die EU und ihre Mitgliedstaaten haben.
Anschließend diskutieren folgende Expert*innen zum Thema:
Moderation: Stefan Wallner, Geschäftsführer des Bündnisses für Gemeinnützigkeit
Im Anschluss laden wir zum gemeinsamen Austausch und Buffet ein.
Anmeldung ist in Kürze möglich.
veranstaltungen@globaleverantwortung.at
Diese Veranstaltung wird organisiert von Carola Leitner (FHWien der WKW) und Hannah Hauptmann (AG Globale Verantwortung).
Diese Veranstaltung ist Teil von
in Kooperation mit