Arbeitsgemeinschaft für Entwicklung und Humanitäre Hilfe
Offener Brief
Anlässlich des Treffens des Europäischen Rats am 19. und 20. März 2026 warnt die Initiative Kettensäge stoppen eindringlich vor massiven Eingriffen der EU in wichtige Standards, etwa in Arbeitnehmer*innen-Rechte, Umwelt- und Datenschutz.
Die laufenden Deregulierungen der EU-Kommission seien aus demokratiepolitischer Sicht unhaltbar, kritisiert der offene Brief der Initiative Kettensäge stoppen. Unter dem Vorwand des Bürokratieabbaus würden Deregulierungen großteils als sogenannte Omnibus-Pakete in einem Schnellverfahren ohne öffentliche Konsultationen beschlossen.
Im Brief betonen zivilgesellschaftliche Organisationen und Arbeitnehmer*innen-Vertretungen, dass Europa im Jahr 2026 unzweifelhaft an einem Scheideweg stehe. In diesem historischen Moment brauche es umfassende, zukunftstaugliche Maßnahmen im Interesse der Menschen. Jedoch gehe die Streichung von Schutzbestimmungen auf Kosten von Arbeitnehmer*innen, der intakten Umwelt und jener Teile der Wirtschaft, die zurecht Planungssicherheit und Klimaneutralität einfordern würden. Der Brief warnt, dass dieses Vorgehen weder Wachstum generiere, noch die liberale Demokratie festige.
Die Unterstützer*innen des offenen Briefs, darunter die AG Globale Verantwortung, appellieren an Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP), die Kettensäge der EU zu stoppen und …