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Trotz internationaler Bekenntnisse zu lokal geführter Entwicklung und Lokalisierung in der Humanitären Hilfe verfügen in Projekten überwiegend Akteur*innen und Geber*innen aus dem Globalen Norden die Macht über (finanzielle) Ressourcen, Entscheidungen, Anliegen, Wissen und Repräsentation. Die Handlungsspielräume lokaler Organisationen in Projektländern, Politiken und Programme mitzugestalten, die ihre Gemeinschaften unmittelbar betreffen, sind häufig eingeschränkt.

Mit unserem Projekt Partnerships on Equal Terms wollen wir die Machtverhältnisse in Richtung gleichberechtigter und partizipativer Partnerschaften zwischen lokalen Organisationen, insbesondere in der Republik Moldau, und österreichischen Akteur*innen verändern (Shifting the Power). Wir stellen sicher, dass lokale Stimmen gehört werden und lokale zivilgesellschaftliche Organisationen über die Kapazitäten und den Handlungsspielraum verfügen, eine führende Rolle bei der Gestaltung von Entwicklungs- und humanitären Maßnahmen zu übernehmen.

Was es dafür braucht:

  1. Ein gemeinsames Verständnis, was lokal geführte Entwicklung und Lokalisierung in unterschiedlichen Kontexten konkret bedeuten.
  2. Politische Rahmenbedingungen, die Lokalisierungsansätze ermöglichen und unterstützen.
  3. Die Bereitschaft staatlicher und zivilgesellschaftlicher Beteiligten, Macht und Ressourcen gleichberechtigt mit Akteur*innen in Projektländern zu teilen und im Rahmen der Global Citizenship Education zu einer informierten Öffentlichkeit beizutragen, die globalen Zusammenhalt mitträgt.

Konkret bedeutet das …

  • in der Republik Moldau: Wir schaffen Räume für Dialog und Co-Creation, organisieren Workshops und Trainings, um die Kapazitäten moldauischer NGOs zu stärken, erarbeiten ein Forschungspapier mit politischen Empfehlungen und führen Gespräche mit nationalen und internationalen politischen Entscheidungsträger*innen, um Lokalisierung und gleichberechtige Partnerschaften zu fördern.
  • in Österreich: Wir treiben die Lokalisierungsagenda voran, indem wir Policy Papers zu Shifting the Power erarbeiten, diese bei runden Tischen mit politischen Entscheidungsträger*innen und NGOs diskutieren und die Perspektiven aus Partnerländern in nationale und europäische politische Debatten einbringen. Gleichzeitig stärken wir die Kapazitäten österreichischer NGOs, damit sie ihre Partnerschaften strategisch hin zu einer lokal verankerten Zusammenarbeit neu ausrichten können, sowie ihre Kapazitäten im Bereich der Global Citizenship Education.

Damit schaffen wir …

  • Empfehlungen für lokal geführte Entwicklung und Lokalisierung in der Humanitären Hilfe im moldauischen Kontext,
  • politische Impulse für die österreichische Entwicklungspolitik, die Lokalisierung und gleichberechtigte Partnerschaften fördern,
  • Kapazitätsaufbau für NGOs in Österreich und in der Republik Moldau,
  • eine Sensibilisierung der österreichischen Öffentlichkeit für globale Herausforderungen und gerechte Lösungen.

Mit diesem Projekt gestalten wir eine zukunftsfähige internationale Entwicklung und Humanitäre Hilfe mit – partnerschaftlich, gerecht und nachhaltig. In Österreich, in Moldau und darüber hinaus.

Projektpartner*innen:


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