Arbeitsgemeinschaft für Entwicklung und Humanitäre Hilfe
Podiumsdiskussion
03.11.2026 17:30 – 19:00 | C3, Sensengasse 3, 1090 Wien Wie soll eine globale Agenda nach 2030 aussehen, die feministische Bewegungen stärkt? Welche Formen der internationalen Zusammenarbeit braucht es, und wie können diese inklusiver und transparenter gestaltet werden? Das Gespräch beleuchtet, wie die Agenda nach 2030 derzeit gestaltet wird, welche Prozesse sich bereits abzeichnen und welche Rolle Frauen- und feministische Bewegungen hierbei spielen.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem WIDE Netzwerk statt. Sie findet in Deutsch und Englisch mit Synchronübersetzung statt.
Diese Podiumsdiskussion schafft Raum für feministische Perspektiven und Stimmen aus dem Globalen Süden, um über die Zukunft globaler Agenden für Geschlechtergerechtigkeit und globale Gerechtigkeit nachzudenken. Dabei werden auch Österreichs Verantwortung in der internationalen Zusammenarbeit sowie die Perspektiven junger Menschen auf feministischen Aktivismus beleuchte.
Im Mittelpunkt steht die Entwicklungsagenda nach 2030:
Die Diskussion beleuchtet, wie die Agenda nach 2030 derzeit gestaltet wird, welche Ideen und Prozesse sich bereits abzeichnen und welche Rolle Frauen- und feministische Bewegungen dabei spielen können, diese globalen Rahmenbedingungen zu beeinflussen Agenda.
Zu den Referent*innen:
Sagal Bafo Abas ist die Gründerin von Adapt Localisation Nexus (ALN), einer von Frauen aus dem Globalen Süden geleiteten Beratungsorganisation und einem Expertinnennetzwerk. ALN arbeitet an der Schnittstelle von humanitärer Hilfe, Entwicklungszusammenarbeit und Friedensförderung. Ziel ist es, gerechtere und lokal geführte Ansätze in der humanitären Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit zu stärken – auf Grundlage der Erfahrungen, des Wissens und der Führungsrolle von Fachfrauen aus dem Globalen Süden.Sagal verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung in der Konzeption und Umsetzung geschlechtergerechter, inklusiver und gemeinschaftsgeleiteter Programme in fragilen Kontexten sowie in Regionen, die von Konflikten betroffen sind – insbesondere in Afrika und im Nahen Osten. Sie hat einen Masterabschluss in Politics of Conflict, Rights and Justice und ist feministische Praktikerin aus dem Globalen Süden, Autorin und Politikberaterin mit den Schwerpunkten Geschlechtergerechtigkeit, Frauen, Frieden und Sicherheit (Women, Peace and Security – WPS) sowie Lokalisierung.
Karin Kuranda, ist Expertin für nachhaltige Entwicklung, internationale Entwicklungspolitik, Entwicklungsfinanzierung und EU-Angelegenheiten. Derzeit unterrichtet sie in Österreich zu Global Citizenship Education, internationaler Entwicklung und Unternehmertum. Als Koordinatorin von SDG Watch Austria und Referentin des Dachverbands AG Globale Verantwortung, setzte sie sich für die institutionelle Umsetzung der Agenda 2030 und der SDGs in Österreich ein. In dieser Funktion war sie an der Organisation nationaler SDG-Foren beteiligt, hielt Workshops und Vorträge und nahm an hochrangigen politischen Dialogen mit der österreichischen Bundesregierung zu den Freiwilligen Nationalen Berichten teil. Zuvor war Karin im internationalen Programmmanagement in der Afrika-Abteilung der Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO) tätig. Dort wirkte sie an der Entwicklung von Länderprogrammen und kontinentalen Rahmenwerken in Zusammenarbeit mit der Afrikanischen Union und der Europäischen Union mit.
Kiara Titze ist Umwelt- und Jugendaktivistin sowie Expertin für Nachhaltigkeit, die sich für sozialen und ökologischen Wandel einsetzt. Kiara wurde in Ecuador geboren und wuchs in verschiedenen europäischen Ländern auf. Dadurch kann sie eine globale Perspektive in ihre Arbeit einbringen, in der sie Umweltpolitik, Klimaschutz, Frauenrechte* und kollektive Zusammenarbeit miteinander verbindet. Derzeit studiert Kiara im Bachelorstudiengang „Umwelt- und Bioressourcenmanagement“ an der Universität für Bodenkultur in Wien. Als Jugendvertreterin für Servas International im Jahr 2025 und für die Österreichische UNESCO Kommission im Jahr 2026 war sie Mitglied der österreichischen Regierungsdelegation bei der jährlichen Konferenz der Kommission der Vereinten Nationen zur Stellung der Frau (CSW) in New York. Neben ihrer Arbeit als Aktivistin ist Kiara als Rednerin und Community-Organisatorin tätig.
Miriam Mona Mukalazi ist promovierte Politikwissenschaftlerin und Expertin für feministische Sicherheitspolitik. Sie forschte am European University Institute in Florenz, der Georgetown University in Washington D.C. und am Institute for Peace and Security Studies in Addis Abeba. Während ihrer Zeit bei UN Women Deutschland spezialisierte sie sich auf die Agenda Frauen, Frieden und Sicherheit. Seit 2025 leitet sie den Bereich Afrika-Politik beim Vienna Institute for International Dialogue and Cooperation (VIDC).
Bitte beachtet:
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