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Nothilfe Adwa


Mit mehr als 114 Millionen Einwohner*innen ist Äthiopien nach Nigeria der zweitgrößte Staat Afrikas. In Äthiopien leben mehr als 80 ethnische Gruppen, mit ebenso vielen Sprachen. Die verheerenden kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen regionalen Parteien und der nationalen Regierung seit November 2020 führten zu einer enormen sozioökonomischen Krise in der Region.

Laut dem Bericht des Regional Emergency Coordination Center (RECC) sind rund 1.3 Millionen Menschen, davon überwiegend Mütter sowie Kinder unter fünf Jahren (13%), aus ihrer Heimat vertrieben, ihre Ernten verbrannt, ihr Vieh geschlachtet und ihr Eigentum geplündert worden. Das Problem wurde durch blockierte Transportwege, einer mangelnden Lebensmittelversorgung sowie geschlossenen Märkten und Geschäften noch verschärft. Viele Ortschaften in der Region Tigray sind schwer bis nicht erreichbar und kämpfen seit der Eskalation des Konfliktes mit massiven Nahrungsmitteleinschränkungen.

Die COVID-19-Pandemie sowie die anhaltende Heuschreckenplage in weiten Teilen Ostafrikas bewirkten zudem Abwanderungsbewegungen, was wiederum lokale Gemeinden schwer trifft. Laut letzten Meldungen des World Food Programme (WFP) der UNO vom 26.11.2021 sind im Norden Äthiopiens mittlerweile 9,4 Millionen Menschen von Nahrungsmittelhilfe abhängig und mehr als 400.000 Menschen akut vom Hungertod bedroht.

Das Ziel des Projekts der Jugend Eine Welt Partner ist es, einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen und Existenzgrundlagen für Menschen in der von bewaffneten Konflikten, Heuschreckenplage und COVID-19 schwer getroffenen Region Tigray in Äthiopien durch die Bereitstellung von Nahrungsmitteln zu leisten.


Infos & Kontakt

www.jugendeinewelt.at/projekte/laender/afrika/aethiopien/nothilfe-in-aethiopien/

Reinhard Heiserer
Tel.: +43 1 8790707-10

Ziele für nachhaltige Entwicklung

02 Kein Hunger