Altersarmut in Moldau entgegenwirken Europa & Kaukasus, Moldau, Diakonie ACT Austria Integration, soziale Inklusion & Empowerment
Altersarmut in Moldau entgegenwirken Social protection and inclusion of older people through accessible social services in the day care centre „Rasarit“ Trotz ihrer wachsenden wirtschaftlichen Entwicklung und erheblicher Fortschritte bei der Armutsbekämpfung in den letzten zwei Jahrzehnten ist die Republik Moldau nach wie vor eines der ärmsten Länder Europas. Jede*r dritte der 2,51 Millionen Moldauer*innen lebt in absoluter Armut, bei den über 60-Jährigen betrifft es fast jede*n zweite*n. Acht von zehn älteren Menschen in Moldau haben Schwierigkeiten, ihre Rechnungen zu bezahlen. Sie können sich nicht auf ein starkes Sozialsystem verlassen, das sie schützt. Armut, ein schlechter Gesundheitszustand und Einsamkeit sind die Hauptprobleme, mit denen sie konfrontiert sind – vor allem auf dem Land. Dort leben viele ältere Menschen, vorwiegend Frauen, allein in verlassenen Dörfern, da Familienmitglieder und Verwandte ins Ausland ausgewandert sind und sie zurückgelassen haben. Das Projekt unterstützt das Tageszentrum Rasarit (Deutsch: Sonnenaufgang) in der etwa 30 km nördlich von Chișinău gelegenen Bezirkshauptstadt Strasni in Zentralmoldau. Dort erhalten ältere Frauen und Männer Zugang zu grundlegenden Pflegediensten und sozialem Austausch. Im Tageszentrum bekommen sie eine warme Mahlzeit, Therapien, Medikamente und die Möglichkeit, zu duschen und Wäsche zu waschen. Zudem können sie an sozialen Aktivitäten wie Handarbeit, einem Englischkurs, einem Chor, Musikstunden, der Mitarbeit im Garten oder der Küche sowie Brettspielen teilnehmen. Ein Transportservice gewährleistet, dass auch immobile Menschen das Zentrum erreichen können. So soll Armut und sozialer Ausgrenzung älterer Menschen entgegengewirkt und aktives Altern unterstützt werden. Zudem fördert das Projekt positive Veränderungen in den sozialen Normen gegenüber dem Altwerden und berät lokale Behörden bei der lokalen Planung und Sozialpolitik. Regelmäßige Schulungen des Projektteams sowie Lobbying- und Advocacy-Aktivitäten bei den staatlichen Behörden tragen zur Nachhaltigkeit des Projekts bei. Fördergeber*innen: Ökumenische Rat der Kirchen in Österreich Info & Kontakt www.brot-fuer-die-welt.at/projekte/moldau-altenhilfe Simone PeterE-Mail: iha@diakonie.at Ziele für nachhaltige Entwicklung