WASH-Menstruationsgesundheit für Mädchen Afrika, Tansania, Welthaus Diözese Linz Geschlechtergerechtigkeit & Frauen, Gesundheit & Medizin, Wasser-, Hygiene- & Sanitärversorgung
WASH-Menstruationsgesundheit für Mädchen Die Human Life Defence Initiative (HLDI) ist eine staatlich registrierte NGO mit Sitz im Verwaltungszentrum Biharamulo, Region Kagera (Tansania), sie arbeitet eng mit der Diözese Rulenge-Ngara zusammen. In den letzten Jahren konnten mehrere Projekte zur Verbesserung der Trinkwasserversorgung in ländlichen Gebieten in durchgeführt werden. Insgesamt erhielten 34.424 Menschen durch die Instandsetzung von 44 Wasserstellen in Dörfern und 16 Regenwassersammelbecken in Schulen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Mehr als 25.906 Menschen erhielten in diesem Zusammenhang Sanitär- und Hygieneschulungen, was zu einer verbesserten Einstellung und Praxis in diesen Bereichen führte. Für heranwachsende Mädchen und junge Frauen in Tansania liegt der lebensentscheidende Unterschied zwischen einer abgeschlossenen Schulausbildung und einem Schulabbruch oft im Zugang zu sauberem Wasser und einer geschützten Privatsphäre. Diese sind essenziell für eine gesundheitsfördernde Menstruationshygiene in der Schule. Im Distrikt Biharamulo im Nordwesten Tansanias gibt es 22 öffentliche Sekundarschulen, von denen bis vor einigen Jahren nicht eine über die dafür notwendige Infrastruktur verfügte, vier davon wurden mittlerweile mit Welthaus-Unterstützung mit der nötigen Infrastruktur ausgestattet. Die meisten Schülerinnen haben weder Zugang zu Waschplätzen noch sauberen Hygieneartikeln, geschweige denn zu einem geschützten Raum, in dem sie ihre Menstruationsbehelfe wechseln können. Hygieneartikel wie Binden oder Tampons sind nur selten im Gebrauch, weil sie zu teuer oder schlicht nicht verfügbar sind. Das Projekt zielt darauf ab, Selbstvertrauen, Wissen und Fähigkeiten jugendlicher Schülerinnen und Schüler durch Sensibilisierung für Hygiene- und Sanitärpraktiken in ausgewählten Schulen zu stärken, indem der Zugang zu sauberem Wasser und einer geschützten Privatsphäre durch geeignete Einrichtungen wie Regenwassersammeltanks und Umkleideräume für Mädchen verbessert wird. Die Erfahrungen des Vorgängerprojekts zeigen, dass gezielte Maßnahmen zur Förderung der Menstruationshygiene eine nachhaltige Wirkung auf die Schulsituation und das soziale Umfeld der Mädchen zeigen. Der Schulbesuch der Mädchen konnte um 20 % im Vergleich zum Ausgangswert gesteigert werden. Infos & Kontakt www.dioezese-linz.at/welthaus Thomas BanasikE-Mail: thomas.banasik@welthaus.atTel.: +43 732 7610 3270 Ziele für nachhaltige Entwicklung