Nothilfe für die Binnenvertriebenen und Unterstützung armer Menschen in der Region Lemberg und Ostukraine Ukraine, Jugend Eine Welt – Don Bosco Entwicklungszusammenarbeit Flüchtlingshilfe, Gesundheit & Medizin, Versorgung mit Basisgütern
Nothilfe für die Binnenvertriebenen und Unterstützung armer Menschen in der Region Lemberg und Ostukraine Mit dem 24. Februar 2022 wurde der Krieg in der Ukraine auf eine neue Eskalationsstufe gehoben, kein Winkel des Landes bleibt von den Folgen des russischen Angriffs unberührt. Millionen Menschen werden vertrieben oder fliehen vor herannahenden Truppen oder Vergeltungsschlägen und bei Weitem nicht allen gelingt es, das Land zu verlassen. Lemberg an der Grenze zu Polen ist für viele zum sicheren Hafen geworden. Doch Sicherheit allein ist nicht alles: Es mangelt den Geflüchteten an Unterkunft und Nahrung. Zudem stellen Hilfsorganisationen fest, dass insbesondere ältere Menschen unter den Folgen des Krieges leiden – die Lebensmittelpreise steigen, teilweise konnten Renten nicht ausbezahlt werden. Immer mehr ältere Menschen wissen nicht mehr, wie sie über die Runden kommen sollen. Diesen beiden Zielgruppen, den Binnenvertriebenen und den Senior*innen Lembergs, ist dieses Projekt gewidmet, das die Salesianer Lembergs ins Leben gerufen haben. Täglich erhalten rund 310 Vertriebene, 90 % davon Frauen und Kinder, eine Unterkunft, Kleidung, Waschmöglichkeiten sowie medizinischen und psychologischen Beistand. Ein weiteres Kriegsleiden wird durch die Brotproduktion der Salesianer gelindert: In den umkämpften Gebieten wissen viele oft nicht, wie sie durch den nächsten Tag kommen sollen – ohne Infrastruktur, ohne sich überhaupt sicher durch die Ortschaften bewegen zu können, sind sie dem Hunger schutzlos ausgeliefert. Von Februar bis Mai 2022 wurden 36 000 Laibe Brot aus den Händen der Salesianer von Lemberg in den Kriegsgebieten verteilt. Man verteilte das Brot mithilfe der örtlichen Priester und brachte es persönlich zu den bedürftigsten Menschen, die an den gefährlichsten Orten lebten. Zusammen mit dem Brot hat man auch versucht, andere wichtige Produkte zu verteilen, die aber nicht über dieses Projekt bezahlt wurden. Mit der finanziellen Hilfe des Projekts konnte man den Geflüchteten Unterkunft und Versorgungsleistungen (Strom, Gas, Wasser, Müllabfuhr, regelmäßige Desinfektion der Zimmer) sowie Reinigungsservice bieten. Darüber hinaus konnte man die Gehälter des Personals der Einrichtungen, das mit den Binnenvertriebenen arbeitet, bezahlen (die Mitarbeiter, die die Binnenvertriebenen bei ihrer Ankunft empfangen und unterstützen, das Reinigungspersonal, das Personal für die Instandhaltung der Gebäude, in denen sie untergebracht sind, und den Hausmeister). Als letzte Aktivität wollte man einen Container voller medizinischer Artikel und Medikamente von der Don Bosco Mission in Zusammenarbeit mit Action Medeor von Deutschland nach Lemberg schicken. Und schließlich hat man mithilfe des Projekts auch 5 Tonnen lebenswichtiger Medikamente erhalten und an die örtlichen Krankenhäuser verteilt. Diese wurden auch in die östlichen Teile der Ukraine zusammen mit dem Brot verteilt, da vor Ort die Medikamente dringend benötigt werden. Die Medikamente wurden über Action Medeor (das größte Medikamentenhilfswerk Europas, die Medikamenten für einen niedrigeren Preis in die ganze Welt liefert) beschafft und nach Lemberg geschickt. Infos & Kontakt www.jugendeinewelt.at/projekte/themen/ukrainehilfe/ Reinhard HeisererTel.: +43 1 8790707-10 Ziele für nachhaltige Entwicklung