Ernährungssicherung und Bildungsförderung in Haiti Haiti, Jugend Eine Welt – Don Bosco Entwicklungszusammenarbeit Ländliche Entwicklung & Ernährungssicherheit, Versorgung mit Basisgütern
Ernährungssicherung und Bildungsförderung in Haiti Noch heute – Jahr nach dem verehrenden Erdbeben im Jahre 2010 – kämpft Haiti mit den Folgen und immer wiederkehrenden Wirbelstürmen und Überschwemmungen und kleineren bis mittelstarken Erderschütterungen. Die Landwirtschaft erholt sich davon nur langsam. Darüber hinaus erschweren schlechte Infrastruktur, Wassermangel, durch Waldrodung bedingte Erosion sowie Wüstenbildung den landwirtschaftlichen Anbau. Große Flächen Ackerland sind so bereits verloren gegangen bzw. bleiben zahlreiche Freiflächen ungenutzt, da den Menschen das Geld für die Bewirtschaftung fehlt. Obwohl mehr als die Hälfte der Bevölkerung in der Landwirtschaft arbeitet, kann nur ein Drittel der Fläche Haitis landwirtschaftlich bebaut werden. Aus diesen Gründen kann die Landwirtschaft den großen Bedarf an Nahrungsmitteln seit Jahren nicht decken. Mangelernährung ist weit verbreitet und zur Hauptursache für Wachstumsverzögerungen und eine steigende Sterberate bei Kindern geworden. Der Mangel an Lebensmitteln führt zu großer Unsicherheit in der Bevölkerung und einer erhöhten Kriminalitätsrate. Junge Menschen sind dabei besonders gefährdet: Um an Geld für Nahrungsmittel zu kommen, sehen manche in ihrer Not keine andere Möglichkeit als Prostitution oder Kleinkriminalität. Die Förderung der Landwirtschaft ist entscheidend, um den Grundbedarf an Nahrungsmitteln künftig besser decken zu können und die Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen zu verbessern. Die Salesianer Don Boscos betreiben in Haiti mehrere Bildungseinrichtungen, die insbesondere Kindern und Jugendlichen aus armen Familien offenstehen. In Croix-des-Bouquets, einem Vorort der Hauptstadt Port-au-Prince, verfügen sie über ein sehr fruchtbares fünf Hektar großes Grundstück. Um dieses ausreichend zu bewirtschaften werden immer wieder finanzielle Mittel gesucht, um nachhaltige und umweltbewusste Landwirtschaft dort zu betreiben, um in weiterer Folge die Don-Bosco-Schulen in der Region so weit als möglich eigenständig mit Lebensmitteln zu versorgen. Zusätzlich sollen durch die Bewirtschaftung und den Verkauf der Erzeugnisse Arbeitsplätze geschaffen, Einkommen generiert und die Bevölkerung mit Nahrungsmitteln versorgt werden. Infos & Kontakt www.jugendeinewelt.at Reinhard HeisererTel.: +43 1 8790707-10 Ziele für nachhaltige Entwicklung