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Psychosoziale Unterstützung für Überlebende von Gewalt

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In der Region Amhara in Nordäthiopien ist der bewaffnete Konflikt offiziell beendet. Dennoch bestimmen seine Folgen nach wie vor den Alltag vieler Menschen. Schätzungsweise 4,9 Millionen Menschen in der Region sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Viele von ihnen haben schwere Gewalt erlebt – darunter sexualisierte Gewalt, Vertreibung und Entführungen durch bewaffnete Gruppen – und leiden bis heute unter den körperlichen und seelischen Folgen.

Gleichzeitig sind Krankenhäuser und Sozialdienste stark überlastet oder nur eingeschränkt erreichbar. Mehr als 1,6 Millionen Menschen benötigen dringend Unterstützung im Bereich psychische Gesundheit und psychosoziale Betreuung. Die Zahl der Berichte über sexualisierte und andere geschlechtsspezifische Gewalt ist erschreckend hoch. In vielen Gemeinden erschweren schädliche Rollenbilder und soziale Normen den Zugang zu Hilfe. Frauen, die sexualisierte Gewalt erfahren haben, werden oft ausgegrenzt und haben große Schwierigkeiten, ihre Lebensgrundlagen wieder aufzubauen. 

Dieses CARE-Projekt stärkt die Resilienz der Gemeinschaften und trägt zur sicheren Genesung und Wiedereingliederung von Überlebenden sexualisierter und anderer konfliktbedingter Gewalt bei. CARE baut auf bestehenden Gesundheits- und Unterstützungsangeboten auf und verbessert die Koordination zwischen medizinischen, psychischen und weiteren Hilfsdiensten. So erhalten Überlebende eine überlebendenzentrierte medizinische und psychologische Unterstützung. Für Menschen, die unmittelbar gefährdet sind, werden neue Schutzunterkünfte eingerichtet, die sichere Unterkunft bieten. Sie erhalten finanzielle Unterstützung zur Deckung dringender Bedürfnisse und Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen. 

Auf Gemeindeebene fördert das Projekt die Einbindung von Frauen – einschließlich Überlebender sexualisierter Gewalt – in Netzwerke der Village Economic and Social Association (VESA). Dadurch werden wirtschaftliche Stärkung und Resilienz gefördert, etwa durch individuelle Unterstützung, Berufsausbildung und Coaching zur (Wieder-)Aufnahme von Erwerbstätigkeiten. Gemeinschaftsdialoge und Sensibilisierungsveranstaltungen, in die auch Jugendliche einbezogen werden, helfen dabei, Stigmatisierung und schädliche Geschlechternormen zu verringern, Risiken von Gewalt zu reduzieren und ein unterstützenderes Umfeld für Überlebende zu schaffen. Die Vermittlung an Rechtsbeihilfe ermöglicht es Frauen zudem, ihre Rechte besser wahrzunehmen, mehr Stabilität zu erlangen und ihr Leben Schritt für Schritt wiederaufzubauen. 

Fördergeber*innen: EU, International Partnerships Austria, Spendenmittel von CARE Österreich


Finanziert von der Europäischen Union

Infos & Kontakt

www.care.at/projekte/verbesserte-ernahrungssicherheit-schafft-neue-lebensgrundlagen/

Fatou Ndour
E-Mail: Fatou.Ndour@care.at

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