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Krisenprävention und Friedensförderung in Westafrika

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In den vergangenen Jahren haben sich Konflikte und politische Spannungen in Westafrika deutlich verschärft – begleitet von zunehmender Kriminalität und Gewalt. Wo Regeln des humanitären Völkerrechts nicht konsequent eingehalten werden, wird die Koordination von Hilfe erschwert und das Risiko für Zivilist*innen und Helfer*innen steigt. 

Der Klimawandel verschlimmert die Lage zusätzlich: Dürren, fortschreitende Wüstenbildung und knappe Ressourcen erhöhen den Druck auf Gemeinden und können Spannungen weiter anheizen. Viele lokale und nationale Stellen sind zudem nicht ausreichend darauf vorbereitet, Katastrophenvorsorge zu koordinieren. Frauen und junge Menschen werden durch traditionelle Rollenbilder häufig von Entscheidungsprozessen ausgeschlossen.

Das Projekt stärkt die Krisenvorsorge und Friedensförderung in Ghana, Burkina Faso, Togo und Côte d’Ivoire. Dafür wird ein Trainingsprogramm umgesetzt, das regionale Richtlinien aufgreift und konsequent gender-, klima- und konfliktsensibel ausgerichtet ist. Die Trainings werden in Zusammenarbeit mit CAREs Climate Justice Center durchgeführt und bringen frankophone und anglophone Teilnehmende aus unterschiedlichen beruflichen und institutionellen Kontexten zusammen. Sie vertiefen ihr Wissen zu humanitärer Hilfe und Friedensförderung und können die gelernten Ansätze anschließend in ihren Organisationen anwenden und weitergeben.

Ergänzend startet das Projekt Local Impact Workshops in Grenzregionen, um gemeinschaftsbasierte Katastrophenvorsorge zu stärken und Strategien für Herausforderungen rund um Klima, Umwelt und Frieden zu entwickeln. Auf Gemeindeebene finden dafür Treffen, Trainings und Simulationsübungen statt. Dabei werden die Abläufe in der Praxis geübt und die Reaktionsfähigkeit im Ernstfall verbessert. Die daraus abgeleiteten Empfehlungen aus den Gemeinden werden gesammelt, gebündelt und an regionale Akteur:innen weitergegeben. Ein weiterer Schwerpunkt sind Women Initiative Workshops, die weibliche Fachkräfte für Führungsrollen im Krisenmanagement stärken – mit technischem Know-how, Selbstvertrauen und Strategien, um Hürden in männerdominierten Bereichen zu überwinden. 

Insgesamt ermöglicht der grenzüberschreitende Ansatz eine besser koordinierte, inklusivere und wirksamere Katastrophenvorsorge und Friedensförderung in Westafrika.

Partnerorganisationen: Austrian Center for Peace

Fördergeber*innen: International Partnerships Austria, Bundesministerium für Landesverteidigung, Spendenmittel von CARE Österreich


Infos & Kontakt

https://care.at/projekte/krisenpraevention-und-friedensfoerderung-in-westafrika/

William Renoux
E-Mail: William.Renoux@care.at

Ziele für nachhaltige Entwicklung

16 Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen