Aufforstung und Klimaresilienz Tansania Afrika, Tansania, Welthaus Diözese Linz Ländliche Entwicklung & Ernährungssicherheit, Umwelt, Energie & Klimawandelanpassung
Aufforstung und Klimaresilienz Tansania Seit rund 20 Jahren ist MAVUNO Projektpartner von Welthauses Linz. Beim letzten Projektbesuch wurde die langjährige Zusammenarbeit – vor allem im Bildungsbereich – um die Themen nachhaltige Landwirtschaft, Klimaresilienz und Aufforstung erweitert. Diese Bereiche gehören traditionell zu den Schwerpunkten von MAVUNO. Gleichzeitig kann das neue Projekt auf wertvolle Erfahrungen aus einem bereits laufenden MAVUNO-Projekt zu Ernährungssicherheit, Umwelt und Imkerei aufbauen und dadurch wichtige Synergien nutzen. Auch im Bezirk Karagwe sind die Auswirkungen des Klimawandels deutlich spürbar. Während traditionell mit zwei Regenzeiten pro Jahr gerechnet wird, werden diese zunehmend kürzer. Gleichzeitig nehmen die Niederschlagsmengen und die Intensität einzelner Regenfälle zu. Die Folge sind immer häufiger extreme Wetterereignisse wie Dürreperioden und Überschwemmungen. Aufforstung und nachhaltige, organische Landwirtschaft leisten einen wichtigen Beitrag, um die Böden zu schützen, Bodenerosion zu verringern und die Widerstandsfähigkeit der Gemeinden gegenüber den Folgen des Klimawandels zu stärken. Im Rahmen des Projekts werden Familien in den Dörfern Chonyonyo und Rulalo in nachhaltigen landwirtschaftlichen Methoden geschult. Dabei geht es unter anderem um die Herstellung organischer Dünger, umweltfreundliche Kochmethoden und die Imkerei. Verschiedene Gruppenaktivitäten und Workshops ermöglichen den Austausch von Wissen und praktischen Erfahrungen. Eine zentrale Demonstrationsfläche mit Bienenstöcken bietet den Bäuerinnen und Bauern zudem die Möglichkeit, direkt vor Ort zu lernen und neue Methoden auszuprobieren – ganz nach dem Prinzip „Learning by Seeing“. So sollen sie dabei unterstützt werden, die Honigproduktion nachhaltig auszubauen und zusätzliche Einkommensmöglichkeiten zu schaffen. Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts ist die Aufforstung. Freiwillige aus Schulen und der Dorfgemeinschaft werden in Pflanztechniken und der Pflege von Bäumen geschult. Gemeinsam sollen sie 30.000 Bäume pflanzen und langfristig pflegen. Die Auswahl der Baumarten erfolgt entsprechend den lokalen Bedingungen. Die benötigten Setzlinge werden in Baumschulen herangezogen. Zusätzlich werden 6.300 Bäume mit medizinischem Nutzen gepflanzt. Auch traditionelles Wissen spielt dabei eine wichtige Rolle. In eigens dafür vorgesehenen Workshops wird das Wissen der lokalen Bevölkerung über die Nutzung natürlicher Wirkstoffe zur Pflege von Pflanzen und Tieren weitergegeben und für kommende Generationen erhalten. 530 Familien profitieren direkt vom Projekt. Durch Aufforstung, die Stärkung der Imkerei und die Vermittlung nachhaltiger Methoden der organischen Landwirtschaft sollen sich ihre Lebensbedingungen verbessern und gleichzeitig die natürlichen Lebensgrundlagen geschützt werden. Damit leistet das Projekt einen konkreten Beitrag zu mehr Ernährungssicherheit, Klimaanpassung, Umweltschutz und einer nachhaltigen Entwicklung in den Gemeinden von Karagwe. Infos & Kontakt www.dioezese-linz.at/welthaus Thomas BanasikE-Mail: thomas.banasik@welthaus.atTel.: +43 732 7610 3270 Ziele für nachhaltige Entwicklung