Privatsektor & Entwicklung

In den letzten Jahren ist der Stellenwert privater Unternehmen in der österreichischen und internationalen Entwicklungszusammenarbeit (EZA) deutlich gestiegen. Als österreichischer Dachverband entwicklungspolitischer Nichtregierungsorganisationen (NROs) beschäftigt sich die AG Globale Verantwortung mit diesem Trend und seinen Auswirkungen auf Strukturen sowie Inhalte von Entwicklungspolitik, -praxis und -diskurs. Links zum Thema

Stellungnahme

Stellungnahme zum Vorschlag der Europäischen Kommission für ein EU-Lieferkettengesetz

Globale Verantwortung

Die AG Globale Verantwortung begrüßt, dass die Europäische Kommission am 23. Februar 2022 einen Vorschlag für eine Richtlinie über gesellschaftsrechtliche Sorgfaltspflichten betreffend die Nachhaltigkeit vorgelegt hat. Damit könnten die EU und ihre Mitgliedsstaaten dafür sorgen, dass Unternehmen entlang ihrer Lieferketten Menschenrechte und Umweltstandards achten und einen effektiven Beitrag zur Erreichung der Agenda 2030 und der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung leisten. Wir begrüßen, dass der Vorschlag eine zivilrechtliche Haftungsregelung enthält. In unserer Stellungnahme empfehlen wir Nachschärfungen.

weiter

Brief

Brief an Finanzminister Brunner zur Ausgestaltung der globalen Mindeststeuer und ihrer Umsetzung in der EU

Globale Verantwortung

Die AG Globale Verantwortung und das Vienna Institute for International Dialogue and Cooperation (VIDC) nehmen in einem Brief an Finanzminister Magnus Brunner zur globalen Mindeststeuer und ihrer Umsetzung in der EU Stellung. Wir befürchten, dass vor allem Länder des Globalen Südens wenig von der globalen Mindeststeuer profitieren werden. In diesem Brief machen wir konkrete Umsetzungsvorschläge, damit auch diese Länder profitieren und ihre Einnahmen steigern können

weiter

Brief

Offener Brief an EU-Kommissar Johannes Hahn zu angekündigtem EU-Lieferkettengesetz

Globale Verantwortung

Die Europäische Kommission hat angekündigt, im Dezember einen Vorschlag für ein europäisches Lieferkettengesetz vorzulegen. Als Teil der zivilgesellschaftlichen TNC Treaty Alliance fordert die AG Globale Verantwortung EU-Kommissar Johannes Hahn auf, sich aktiv für einen ambitionierten Vorschlag mit effizienten Durchsetzungsmechanismen einzusetzen. Denn nur ein ambitioniertes Gesetz kann dafür sorgen, dass international tätige Unternehmen in ihren globalen Lieferketten Menschenrechte und Umweltstandards einhalten.

weiter

Veranstaltung

Co-Creation Workshop: Creating Tomorrow’s Solutions (Business Meets NGO) am 26. Jänner 2022

Globale Verantwortung

Die AG Globale Verantwortung lädt zusammen mit der Wirtschaftskammer Österreich am 26. Jänner 2022 zum Co-Creation Workshop: Creating Tomorrow’s Solutions. In diesem interaktiven Workshop entwickeln Unternehmen, entwicklungspolitische Nichtregierungsorganisationen (NRO) und Wissenschafter*innen gemeinsam neue Ideen zur Lösung drängender Herausforderungen in Entwicklungs- und Schwellenländern. Sie bringen ihre Expertise ein, vernetzen sich mit potentiellen Kooperationspartner*innen und profitieren von deren Know-How.

weiter

Nachlese

Sozialunternehmertum und Entwicklungszusammenarbeit: Viel Potential für innovative Ideen

In Österreich beobachten wir eine zunehmende Annäherung zwischen Sozialunternehmertum und Entwicklungszusammenarbeit. Zum einen werden immer mehr entwicklungspolitische NRO sozialunternehmerisch tätig, zum anderen sind in den vergangenen Jahren zahlreiche Programme entstanden, die Sozialunternehmer*innen fördern, die mit ihren Innovationen auf Herausforderungen in Ländern des Globalen Südens reagieren.

weiter

Kommentar der Anderen

Another squandered year? The role of the EU in the upcoming negotiations for a UN binding treaty on business and human rights

Jill McArdle

With the 7th round of negotiations on the UN binding treaty on its way, we look at the 3rd draft and what it says about the treaty process. With little change from the last version of the treaty, there is no excuse for states not to dig in and start negotiating seriously. Yet shamefully the EU still won’t be at the table. This next year will be decisive for the EU: with a regional law on corporate accountability on its way, they need to step up and get ready to finally engage in negotiations.

A comment by Jill McArdle

weiter

Bericht

Lieferkettengesetze könnten Katastrophen wie den Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza verhindern

Jonas Holl

Im April 2013 starben mehr als 1.100 Menschen beim Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch, über 2.000 Menschen wurden verletzt. Damit solche Katastrophen in Zukunft verhindert werden, sollten Gesetze dafür sorgen, dass international tätige Unternehmen in ihren globalen Lieferketten Menschenrechte und Umweltstandards einhalten. Lieferkettengesetze könnten auch entscheidend dazu beitragen, Armut zu reduzieren und eine nachhaltige Entwicklung gemäß der Agenda 2030 und der 17 Ziele für nachhaltigen Entwicklung zu ermöglichen.

weiter

Presseaussendung

Das Ergebnis der dritten Universellen Menschenrechtsprüfung Österreichs vor dem UN-Menschenrechtsrat

United States Mission Geneva / flickr.com

Update 22.04.2021 – Österreich ist am 22. Jänner 2021 zum dritten Mal für eine Universelle Menschenrechtsprüfung (Universal Periodic Review, UPR) vor den UN-Menschenrechtsrat getreten. In diesem Peer Prozess prüfen sich die UN-Mitgliedsstaaten gegenseitig zur Einhaltung aller Menschenrechte und sprechen Empfehlungen für Verbesserungen aus. Die Prüfung konzentrierte sich auf die Menschenrechtslage in Österreich, machte aber auch auf Versäumnisse Österreichs aufmerksam, die Menschenrechte außerhalb der eigenen Grenzen stärker zu schützen.

weiter

Bericht

Verhandlungen über verbindliches UN-Abkommen über Wirtschaft und Menschenrechte gehen in die 6. Runde

(27.10.2020) Am Montag startete im UN-Menschenrechtsrat die 6. Verhandlungsrunde über ein rechtsverbindliches Abkommen, das die globalen Aktivitäten von Unternehmen, vor allem transnationalen Konzernen, regulieren soll. Die zwischenstaatlichen Verhandlungen haben bereits 2014 begonnen und finden jährlich statt. Österreich stellt derzeit die Präsidentin des UN-Menschenrechtsrats und trägt daher besondere Verantwortung für konstruktive und engagierte Verhandlungen.

weiter