Textbild mit Zitat von Annelies Vilim

Der Krieg in der Ukraine und weitere Konflikte, COVID-19, Klimakrise, steigende Armut und eine seit zwei Jahrzehnten erstmals wieder steigende Anzahl hungernder Menschen – es gilt mehr denn je, diesen multiplen Krisen rechtzeitig vorzubeugen, sie einzudämmen und zu bewältigen.

Dafür braucht es nachhaltige Investitionen, beispielsweise in Katastrophenvorsorge und -schutz, in den Ausbau von Gesundheits- und Bildungssystemen, in Armutsminderung oder Ernährungssicherheit – auch aus Österreich. Daher appellieren wir an die Regierung, endlich die beiden strategischen Grundlagendokumente der österreichischen Entwicklungspolitik zu beschließen; die Strategie der Humanitären Hilfe der Republik Österreich und das Dreijahresprogramm der österreichischen Entwicklungspolitik 2022 – 2024 sollten seit Ende 2021 beschlossen sein und eine substanzielle Erhöhung der Mittel für Entwicklungszusammenarbeit enthalten. Denn die Regierung hat in ihrem Koalitionsabkommen eine Erhöhung der Mittel in Richtung des international vereinbarten Ziels, 0,7% des Bruttonationaleinkommens für öffentliche Entwicklungshilfeleistungen zur Verfügung zu stellen, festgelegt. Laut vorläufiger Zahlen der OECD für 2021 dürfte Österreich gerade einmal 0,31% erreicht haben und hinkt damit erneut vergleichbaren Ländern wie Schweden (0,92%) und Norwegen (0,93%) nach.


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