Warum Länder des Globalen Südens jetzt eine faire Besteuerung brauchen

Länder des Globalen Südens stehen aktuell unter hohem finanziellem Druck. Sie müssen auf die Klima- und Biodiversitätskrise reagieren, Schulden begleichen, Ungleichheiten ab- sowie soziale Sicherung ausbauen und in öffentliche Infrastruktur investieren. Zugleich entgehen ihnen durch Steuervermeidung, Gewinnverschiebung und schädlichen Steuerwettbewerb jedes Jahr enorme Einnahmen. Der Verhandlungsprozess zur UN-Steuerrahmenkonvention ist für sie daher von besonderer Bedeutung.

Vertane Chance in Sevilla: Zivilgesellschaft kritisiert Intransparenz

Die internationale Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung (FfD4) vom 30. Juni bis 3. Juli in Sevilla war ein wichtiges Signal für multilaterale Zusammenarbeit. Zentrale Reformen blieben aber aus. Besonders kritisch sehen wir, dass die Zivilgesellschaft während der Konferenz teils systematisch ausgegrenzt und in ihrer Mitwirkung eingeschränkt wurde.

FfD4-Konferenz: Österreich setzt auf privat finanzierte Entwicklungspolitik und verschleiert eigene Verantwortung

Österreich spricht sich bei der vierten internationalen Konferenz für Entwicklungsfinanzierung in Sevilla für eine private, renditeorientierte Finanzierung aus. Diese kann allenfalls ein Bestandteil, aber nicht Ziel der österreichischen Entwicklungsfinanzierung sein. In Zeiten eines schrumpfenden zivilgesellschaftlichen Handlungsspielraums (Shrinking Civic Space) sorgen in Sevilla zudem Zugangsverbote für die Zivilgesellschaft für Aufregung, zumal sie den Prinzipien der EU widersprechen.

Vertane Chance für globale Gerechtigkeit und Zusammenarbeit? Die vierte internationale Konferenz für Entwicklungsfinanzierung in Sevilla

Im Vorfeld der vierten Financing for Development-Koferenz von 30. Juni bis 3. Juli 2025 im spanischen Sevilla stellen wir Journalist*innen spannende Hintergrundinformationen zur Verfügung. Länder des Globalen Südens und die Zivilgesellschaft wollen in Anbetracht des schwindenden Bekenntnisses zu internationaler Zusammenarbeit der Geber- und Gläubigerländer die Reformchance, welche die Konferenz nur alle zehn Jahre bietet, bestmöglich nutzen.

Antiklimax vor FfD4: G77 und Zivilgesellschaft enttäuscht von schwachem Abschlussdokument

Im vierten Teil unserer Beitragsserie zur bevorstehenden vierten internationalen Konferenz für Entwicklungsfinanzierung (FfD4) analysieren wir das enttäuschende Abschlussdokument, das bereits zwei Wochen vor Konferenzbeginn verabschiedet wurde. Wir geben außerdem Einblicke in die Reaktionen der internationalen Zivilgesellschaft und zeigen auf, warum die FfD4-Konferenz dennoch nicht an Relevanz verloren hat.

Entwicklungsfinanzierung für globale Gerechtigkeit: EU-Mitgliedsstaaten in der Pflicht

Öffentliche Auslandsschuldenkrisen verstärken Armut, Ungleichheit und Umweltzerstörung. Gläubiger, insbesondere europäische Länder und die EU-Kommission, blockieren jedoch effektive Reformen der internationalen Schuldenarchitektur. Im Vorfeld der vierten internationalen Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung rufen wir und weitere zivilgesellschaftliche Organisationen zu Solidarität mit dem Globalen Süden auf.

Raus aus der Schuldenkrise: Für Umwelt, Menschenrechte und globale Gerechtigkeit

Im dritten Teil unserer Beitragsserie zur vierten internationalen Konferenz zu Entwicklungsfinanzierung (FfD4) zeigen wir, wie das aktuelle Ausmaß der internationalen Schuldenkrise zustande kam, welche Risiken die Krise birgt und wie sie bekämpft werden könnte. Verschuldete Länder müssen wieder handlungsfähig werden, um klimabedingten Belastungen zu begegnen und Entwicklungsziele erreichen zu können.

Zivilgesellschaftlicher Aufruf für transformative Agenda zu Entwicklungsfinanzierung

Als Mitglied von SDG Watch Austria und als eigenständige Organisation sind wir Mitunterzeichnerin eines Briefes von Eurodad. Wir fordern eine Transformation der Finanzarchitektur mit Blick auf die vierte internationale Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung. Europa muss seine Rolle in einem multilateralen System spielen, das zu einer fairen und demokratischen globalen Wirtschaftsordnung beiträgt.

No more business as usual – this is the moment to transform the aid system

The Reference Group of Civil Society Organizations to the OECD Development Assistance Committee (DAC) is concerned about last year’s decline in Official Development Assistance (ODA). On 16 April, the OECD DAC reported a total of 212.1 billion US Dollar for 2024 – 11.4 billion US Dollar (or 7.1%) less than in 2023. The tectonic shift in the aid landscape is an unprecedented catastrophe for millions of people around the world who rely on aid.