Globale Verantwortung

UNDP Human Development Report 2014 zum Thema Anfälligkeit und Widerstandskraft

(04.08.2014 - Bericht) Der Ende Juli 2014 veröffentlichte UNDP Bericht über die menschliche Entwicklung (Human Development Report) geht davon aus, dass über 2,2 Mrd. Menschen in Armut oder nahe der Armutsgrenze leben.

Vienna+20: Reclaiming the Primacy of Human Rights

(3.7.2013) Im Juni 1993 fand in Wien die Weltkonferenz über Menschenrechte statt. Die dabei verabschiedete „Vienna Declaration and Programme of Action“ gilt nach wie vor als Meilenstein im Schutz der Menschenrechte. Im Juni 2013 – 20 Jahre danach – war Wien wieder Austragungsort zweier Konferenzen zu den Menschenrechten, die zeigten, dass die damaligen Beschlüsse nichts an Bedeutung verloren haben und welche Herausforderungen, auf dem Weg zu „Alle Rechte für alle Menschen“ noch zu bewältigen sind. „Reclaiming the Primacy of Human Rights“ ist der Titel der Deklaration, die im Rahmen der zivilgesellschaftlichen Konferenz "Vienna+20" verabschiedet wurde.

“Putting People and Planet First“ – Die Post-2015 Position der CONCORD-Beyond2015 European Task Force

(2.5.2013) Nachdem am 30.4. die österreichische zivilgesellschaftliche Positionierung zur Post-2015 Agenda veröffentlicht wurde, präsentierte CONCORD heute eine weitere, weitaus umfangreichere Position. Sie umfasst zahlreiche Themen und Vorschläge zur Ausgestaltung der Nachfolgeagenda der Millennium Development Goals (MDGs), welche 2015 auslaufen werden. Über 100 NRO aus ganz Europa beteiligten sich an der Erstellung des über 40-seitigen Papers. Die Devise heißt „Business as usual is not an option“.

Österreichische zivilgesellschaftliche Positionierung zur Post-2015 Agenda

(30.04.2013) Gemeinsam mit 34 weiteren NRO hat die AG Globale Verantwortung eine Positionierung zur Post-2015 Agenda erstellt. Auf insgesamt fünf Seiten wird dargestellt, wie aus Sicht zivilgesellschaftlicher Organisationen ein neues internationales Rahmenwerk auf den Stärken der Millennium Development Goals (MDG) aufbauen, deren Schwächen überwinden und die auf der Rio+20 Konferenz angeregten Sustainable Development Goals (SDG) integrieren sollte.

Datenbank Land Matrix

Seit dem Jahr 2000 werden in der online Datenbank 'Land Matrix' transnationale Landverkäufe registriert und der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Gründer der Platform 'Land Portal' sind International Land Coalition (ILC) and Landtenure.info. Gesammelt wurden die Daten über mehr als 1200 Verkäufe von insgesamt 83 Millionen Hektar Land - das entspricht 1,7 Prozent der weltweiten Agrarfläche - von Wissenschaftlern und NGOs mehrerer Länder.

Frauen in ländlichen Gebieten: Schlüsselposition für Ernährungssicherheit und Armutsbekämpfung in Entwicklungsländern

(15.10.2011 - OTS) ‚Rural women’ sind das Rückgrat der Gesellschaft in ländlichen Regionen - weltweit und insbesondere in Entwicklungsländern. Aufgrund der dort herrschenden schwierigen Lebensbedingungen kommt ihnen ein besonders hoher Stellenwert zu, der allerdings nicht entsprechend gewürdigt wird.

Internationale Tage des Feigenblatts?

(6.10.2011 - OTS) Frauen, Ernährungssicherheit und Armutsbekämpfung sind substanziell miteinander verknüpft. Die Vereinten Nationen widmen diesen drei Themenbereichen vom 15. bis 17. Oktober drei aufeinanderfolgende Internationale Tage. Angesichts des realpolitischen Geschehens ließen sich diese allerdings auch als Internationale Tage des Feigenblatts bezeichnen.

Britisch-amerikanischer Schulterschluss und EU-Bekenntnisse: Und wann folgen Taten?

(07.06.2011) In einer gemeinsamen Erklärung wiederholten US-Präsident und der britische Premier ihr Bekenntnis die „1,2 Milliarden armen Menschen in der Welt“ zu unterstützen. Optimistisch stimmt der Wunsch der beiden, Maßnahmen für mehr Transparenz und Effektivität einzuführen. Die EU hat fast zeitgleich beim Ministerrat Schlussfolgerungen verabschiedet, die ebenfalls bereits Gesagtes wiedergeben – und nicht Gesagtes: Denn konkrete Zusagen gibt es wieder einmal keine.

Globaler, gefährlicher Trend: Ökonomisierung der EZA

(04.05.2011) Ach, wär man sich doch so einig, wenn es um die Einhaltung der ODA-Quote geht! So geben manche europäischen Staaten, Österreich vorneweg, alle Jahre wieder eine traurige Performance in Sachen EZA-Zahlungen ab, während andere reüssieren. Dieser Trend zeichnet sich aber in ganz Europa ab: Die Idee vom Wirtschaftswachstum als Heilsbringer findet wieder zunehmend AnhängerInnen!

Stellungnahme zu den OECD-Leitsätzen über Multinationale Unternehmen

zum aktuellen Streit um EU-Investitionspolitik
(Februar 2011)

Trauriger Rekord: 1,2 Milliarden Menschen hungern – UNO fährt Hilfsprogramme zurück

(30.07.09) Statt der benötigten 6,7 Milliarden Euro, die das Welternährungsprogramm für die Versorgung der Hungernden 2009 veranschlagt hatte, werden laut Prognosen nur 3 Milliarden zur Verfügung stehen. Das Welternährungsprogramm, das sich ausschließlich über freiwillige Beiträge finanziert, führt die mangelnde Bereitschaft der Geberstaaten auf die durch die Finanzkrise angeschlagenen Budgets zurück.

Afrikanische Finanzminister kündigen Sparmaßnahmen bei Entwicklungszielen an

(31.05.2010) Langfristig festgelegte Entwicklungsziele sind bei einem kürzlich abgehaltenen Treffen in Malawi von den Finanzministern einiger afrikanischer Länder in Frage gestellt worden. Vereinbarte Beitragsziele für die Bereiche Bildung, Gesundheit, Landwirtschaft sowie Wasser sollen gestrichen werden.

EU-AKP: Haiti unterzeichnet EPA, Parlament legt Bericht zu Cotonou-Review vor

(16.12.2009) Während die Ratifizierung der Freihandelsabkommen in den AKP-Ländern weiter vorangetrieben wird, finden auf EU-Ebene die Vorbereitungen zur Mid-Term-Review des Cotonou-Abkommens statt.

Globale Verantwortung beim UN Development Cooperation Forum

(19.11.2009) Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit fanden sich letzte Woche rund 160 hochrangige VertreterInnen von Regierungen, Parlamenten, globaler Zivilgesellschaft und internationalen Institutionen (OECD DAC, IWF,...) auf Einladung der Vereinten Nationen in Wien ein. Zwei Tage lang wurden brennende Themen der Entwicklungspolitik wie "Mutual Accountability" (gegenseitige Rechenschaftspflicht) und "Transparenz" diskutiert.

Beschlüsse der G8: ambitioniert bei Zielen,
vage bei Implementierung

(11.07.2009) Beim Treffen der acht größten Wirtschaftsmächte G8* in L’Aquila am 8. Juli 2009 wurden zwar hoffnungsvolle Entscheidungen getroffen, deren Umsetzung ist aber fraglich.

Sudan: Ausweisung von Hilfsorganisationen schafft schwierigste Bedingungen für HelferInnen vor Ort

(12.03.2009) Nach der Ausweisung von Hilfsorganisationen aus der sudanesischen Krisenprovinz Darfur kommen erhöhte Anforderungen auf die verbliebenen HelferInnen zu.

Obama und Ban: G-20 dürfen Hilfe für Entwicklungsländer nicht vergessen

(12.03.2009) US-Präsident Barack Obama und UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon sprachen sich bei einem Treffen für ein koordiniertes Vorgehen in der Hilfe für die Ärmsten aus.

UNICEF: 1 Milliarde Dollar für „vergessene Krisenherde“

(04.03.2009) Kinder und Frauen im Subsahara-Afrika sind besonders von Hunger, Armut und Krankheit betroffen. UNICEF appelliert an SpenderInnen, Geld für Armutsbekämpfung und Risikoverminderung zur Verfügung zu stellen.

G20 Treffen in Pittsburgh:
Keine echte Finanzmarktreform in Sicht -
Entwicklungsländer bleiben ausgeschlossen

(24.09.2009) Die Erwartungen an den G20-Gipfel in Pittsburgh sind nicht hoch - vor allem die Interessen der Länder des Südens stehen zum wiederholten Male nicht auf der Agenda des elitären Kreis' der zwanzig bedeutendsten Industrienationen der Welt.

FAO schlägt Weltagrargargipfel vor

(27.11.2008) Die FAO fordert die Abhaltung einer Konferenz Anfang 2009 und die Bereitstellung von jährlich 30 Milliarden Dollar, um das Hungerproblem „ein für allemal“ zu lösen.

Third High Level Forum zur Wirksamkeit
der Hilfe zu Ende gegangen

(September 2008) Accra Agenda for Action (AAA) schlägt Maßnahmen zur schnelleren Umsetzung der Ziele der Pariser Erklärung vor

The Millennium Development Goals Report 2008

(September 2009) Erreichung der Millenniumsziele in weite Ferne gerückt

Im Sinne der Wirksamkeit? Weltbank-Tochter fördert Industriestaaten statt Entwicklungsländer

(02.12.2010) Eine Eurodad-Studie legt es offen: IFC (International Finance Cooperation), ein Mitglied der Weltbank-Gruppe, pfeift auf ihre deklarierte Mission. Langfristige Ziele bei der Bekämpfung von Armut bleiben da schon mal auf der Strecke, wenn zwei Drittel der Investitionen für Unternehmen in Industriestaaten ausgegeben werden.

Somalia: Internationale Gemeinschaft verspricht 200 Millionen Euro für Sicherheit

(28.04.09) Am 23. April fand in Brüssel eine von der Europäischen Union, den Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union gemeinsam einberufene Geberkonferenz zur Sicherheitslage in Somalia statt. Die internationale Gemeinschaft sagte dabei Hilfsgelder in der Höhe von rund 200 Millionen Euro zu, die EU verpflichtete sich zu 72 Millionen Euro.

Neue Messlatte für Entwicklung: MPI zeichnet ein vollständigeres Bild von Armut und Ursachen

(20.07.2010) Der von der Universität Oxford und UNDP entwickelte Armutsindex berücksichtigt die Entbehrungen der in Armut lebenden Menschen in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Lebensstandard. Der Multidimensional Poverty Index (MPI) erlaubt somit eine kritischere Analyse von Entwicklungsfortschritten als die bisher gebräuchlichen Messwerte. Der Index klärt nicht nur darüber auf, wie viele Menschen, sondern auf welche Weise sie arm sind.

„Zivil-militärische Kooperation“ soll
als Instrument der US-Außenpolitik dienen

(13.01.2009) NROs üben heftige Kritik an der künftigen Integration von USAID in die US-Außenpolitik.

Weltfinanzgipfel in Washington

(17.11.2008) "Bretton Woods II" blieb hinter den Erwartungen der NROs weit zurück: Keine konkreten Ergebnisse, sondern Rückschritte auf dem Weg zu weniger Armut.

Weltfinanzkonferenz: "Bretton Woods II"
benötigt demokratischen Prozess

(30.10.2008) Die gemeinsame Presseaussendung von AG Globale Verantwortung und Attac fordert die Miteinbeziehung der Länder des Südens sowie der Zivilgesellschaft in Bezug auf die Weltfinanzkonferenz am 15. November.

Doha: Richtungsweisende Entscheidungen
auf Nachfolgekonferenz verschoben

(02.12.2008) Die Internationale Konferenz zu Entwicklungsfinanzierung, die gestern in Doha/Katar zu Ende ging, brachte nur Teilerfolge. Wichtigstes Ergebnis: Der Beschluss eine „hochrangige Konferenz“, die sich mit den Auswirkungen der Finanzkrise auf Entwicklung befassen wird, auszurichten.

EPAs mit Pazifikstaaten verhandelt

(30.11.2008) Im Rahmen der 16. „ACP-EU-Joint Parliamentary Assembly“* in Port Moresby/Papua-Neuguinea wurden Verhandlungen über die EPAs mit den Pazifikstaaten geführt. Bisher haben lediglich Fidschi und Papua-Neuguinea Teilabkommen unterzeichnet.

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