Globale Verantwortung

Reiches Land, arme Politik

(21. Dezember 2010) Außenminister Spindelegger versprach im Herbst gegenüber VertreterInnen von Hilfsorganisationen, sich für die zweckgewidmete Stiftungssteuer einsetzen, um die Kürzungen bei der Entwicklungszusammenarbeit (EZA) auszugleichen. Wie ernst dieser Vorschlag gemeint war, ist fraglich. Die gestern beschlossenen Budgetbegleitgesetze zeigen jedenfalls: Durchsetzen konnte sich der Minister mit seiner Idee nicht.

Trauermarsch für die Entwicklungszusammenarbeit

(Wien, 14. Dezember 2010) Vor dem heutigen Ministerrat versammelten sich zahlreiche VertreterInnen von Nichtregierungsorganisationen am Ballhausplatz, um gegen die Kürzungen im Bereich Entwicklungszusammenarbeit zu protestieren. Der Protest über das Entwicklungshilfebudget wurde in einem Trauermarsch bekundet (Fotos).

Budget: Entwicklungshilfe sponsert DiplomatInnen

(1. Dezember 2010) Die AG Globale Verantwortung und die Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz (KOO) kritisieren die geplante massive Kürzung der Entwicklungshilfe im Außenamt, während im Gegenzug Aufwendungen für DiplomatInnen erhöht werden. Zusätzliche Einnahmen für EZA bleiben vage.

„Humanitäre“ Streitkräfte?

(10. November 2010) Verteidigungsminister Norbert Darabos präsentiert seine Vision für die Aufgaben des Heers im Magazin „News“: Ihm zufolge wird es eine intensive Beteiligung an der internationalen Friedenssicherung und an Katastropheneinsätzen im Ausland geben.

NGOs zu Kürzungen bei Entwicklungshilfe: „Skandalös und unfair“

(10. November 2010) Beim gestern stattgefundenen persönlichen Treffen zwischen VertreterInnen von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und Außenminister Michael Spindelegger ging es um ein dringliches Thema: Die massiven Einsparungen bei der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (EZA).

"Weniger ist nicht genug": NGO-Allianz gegen Kürzungen bei der Armutsbekämpfung

Pressegespräch am 7. Mai 2010 im Cafe Prückel, Beginn: 9.00 Uhr

Außenminister Michael Spindelegger (ÖVP) hat neuerliche Kürzungen bei der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit angekündigt. Damit entfernt sich Österreich weiter denn je zuvor von den UN-Millenniumszielen.
Die AG Globale Verantwortung und ihre Mitglieder warnen vor dem drohenden Bankrott der österreichischen Entwicklungspolitik und dem Verlust von Österreichs internationaler Glaubwürdigkeit.
Prominenter Mitstreiter im Kampf gegen Armut und Hunger ist Josef Hader.

Was Frauen wollen: Eine Politik mit globaler Verantwortung!

(5. November 2010) Starke Frauen setzen jetzt ihre Stimme gegen wiederholte und folgenschwere Kürzungen bei der Entwicklungshilfe ein. Im Rahmen der Kampagne „Initiative Entwicklung“ fordern prominente Protagonistinnen – von der TV-Journalistin Barbara Stöckl bis zur ehemaligen EU-Kommissarin Benita Ferrero-Waldner – keine weiteren Einsparungen auf Kosten derjenigen, die sich nicht wehren können: Menschen ohne sauberes Trinkwasser, medizinische Grundversorgung und Schulbildung.

Reaktion auf EZA-Sparpläne 2011-2014

(27. Oktober 2010) Organisationen der Entwicklungspolitik und der Humanitären Hilfe kritisieren aufs Schärfste die geplanten Kürzungen im Haushalt 2011 mit Vorschau auf 2014. Die 43 Mitgliedsorganisationen der AG Globale Verantwortung fordern die Bundesregierung nachdrücklich auf, die vorgesehenen Einschnitte zu reduzieren und alternative Finanzierungsmöglichkeiten zu präsentieren.

Darabos macht den Bock zum Gärtner: AG Globale Verantwortung warnt vor Vermischung von militärischen und humanitären Einsätzen

(25. Oktober 2010) In der Kurier-Sonderbeilage zum Nationalfeiertag präsentiert Verteidigungsminister Norbert Darabos seine persönlichen Ziele für die Auslandseinsätze unseres Bundesheers: mindestens 1000 SoldatInnen in friedenssichernden und humanitären Einsätzen im Ausland, wo sich Österreich zwar neutral gebe, aber nicht ‚heraushalte’.

Entwicklungshilfe-Ziele durch neue Stiftungsbesteuerung erreichbar?

(21. Oktober 2010) Die Organisationen der zivilen Gesellschaft begrüßen den Vorstoß von Minister Spindelegger, die Stiftungen zur Finanzierung der Entwicklungs-zusammenarbeit (EZA) zur Kasse zu bitten. Jetzt bleibt abzuwarten, ob er sich damit auch beim Finanzminister durchsetzen wird.

Leitl, Raidl, Stepic & Co: Österreichische Wirtschaftsvertreter setzen sich für Einhaltung der Entwicklungshilfe-Ziele ein

(22. Oktober 2010) Einsparungen bei Bildung, Sozialem, Umwelt und Pflege sind weder notwendig noch konjunkturell sinnvoll. Im Gegenteil: Sie würden noch mehr Menschen in Armut stürzen und dringend notwendige Maßnahmen für sozialen Ausgleich oder Umweltschutz verhindern.

"Zukunftsinvestitionen und Budgetkonsolidierung sind kein Widerspruch! "

(18. Oktober 2010) VertreterInnen verschiedener Organisationen der Zivilgesellschaft hielten heute am 18. Oktober 2010 zeitgerecht und verfassungskonform eine zivilgesellschaftliche Budgetrede und stellten ihr Zukunftsbudget vor. Entgegen den verfassungsmäßigen Vorgaben wird dem österreichischen Nationalrat diese Woche vom Finanzminister allerdings kein Budget für 2011 zur Diskussion vorgelegt.

„Hunger ist ein Verbrechen an der Menschheit“

(15. Oktober 2010) Presseaussendung anlässlich des Welternährungstages und Internationalen Tages der Armutsbekämpfung 16./17. Oktober: Nie gab es Zeiten, in denen niemand hungern musste, nur: Heute ist Hunger keine Frage der Verfügbarkeit, sondern eine Frage der Verteilung.

"Hunger ist ein Verbrechen an der Menschheit"

(15. Oktober) Presseaussendung anlässlich des Welternährungstages und Internationalen Tages der Armutsbekämpfung 16./17. Oktober. Nie gab es Zeiten, in denen niemand hungern musste, nur: Heute ist Hunger keine Frage der Verfügbarkeit, sondern eine Frage der Verteilung.

Das Interesse der ÖsterreicherInnen an der Entwicklungshilfe

(21. September 2010) Offener Brief der AG Globale Verantwortung an Außenminister Dr. Michael Spindelegger

“Armut bleibt die größte Tragödie der Menschheit“

(17. September 2010) Neu gegründete „Initiative Entwicklung“ plädiert für eine zukunftsweisende Entwicklungszusammenarbeit. Die Initiative ruft zu einer verbesserten staatlichen Entwicklungszusammenarbeit (EZA) auf und setzt sich für die Einhaltung internationaler Abkommen der Republik Österreich zur Erreichung der Millenniumsziele ein.

Lautstarke Unterstützung für die Millenniumsziele: “Stand Up and make Noise!“

(September 2010) Vom 17. bis 19. September 2010 stehen im Rahmen der UN-Millenniumskampagne „Stand up: Make Noise for the MDGs“ weltweit Millionen von Menschen lautstark gegen Armut auf.
Die AG Globale Verantwortung als österreichischer Dachverband der entwicklungspolitischen und humanitären Organisationen macht am Freitag, den 17. September in Wien im Rahmen eines Konzerts „Lärm“ für die Millenniumsziele und fordert ein klares Bekenntnis der Bundesregierung zur Einhaltung der Millenniumsziele.

Katastrophen bitte warten: Wir sind auf Urlaub!

(August 2010) Die Katastrophenhilfe der Republik Österreich zeigt am Beispiel Pakistan erneut: Schlechtes Timing kann das Leben kosten. „Es ist der Spendenfreudigkeit der Bevölkerung zu verdanken, dass österreichische Organisationen im Katastrophenfall wirkungsvolle Hilfe leisten können. Denn die staatlichen Strukturen und Beamten der Humanitären Hilfe sind nicht dazu geeignet, rasch und unbürokratisch zu helfen“, konstatiert Petra Navara-Unterluggauer, Geschäftsführerin der AG GLOBALE VERANTWORTUNG. „Dieses Manko zeigt sich jetzt angesichts der Katastrophe in Pakistan leider wieder sehr deutlich.“

Neue Geschäftsführung für die AG Globale Verantwortung

(August 2010) Die AG Globale Verantwortung hat eine neue Geschäftsführerin: Petra Navara-Unterluggauer (46) hat mit 1. August 2010 die Agenden des Dachverbands übernommen und vertritt damit die politischen Interessen von 43 österreichischen Nichtregierungsorganisationen, die in den Bereichen Entwicklungszusammenarbeit, Humanitäre Hilfe, entwicklungspolitische Inlandsarbeit sowie nachhaltige globale wirtschaftliche, soziale und ökologische Entwicklung tätig sind. Navara-Unterluggauer übernimmt diese Funktion als Karenzvertretung von Ruth Picker.

Bekämpfung von HIV/Aids: Millenniumsziel Nr. 6 als Stiefkind der österreichischen Politik

(16. Juli 2010) HIV/Aids kann nur im Rahmen einer wirksamen Armutsbekämpfung zurückgedrängt werden: Denn strukturelle Ungerechtigkeiten - in Bezug auf sozialen Status, Geschlecht, Bildung und Ausgrenzung - sind eng mit dem Ausmaß der Pandemie verschränkt. „Wer die Verbreitung der Pandemie glaubhaft eindämmen will, muss an ihren Wurzeln ansetzen: die Armut bekämpfen, Uninformiertheit beseitigen und besonders gegen die Recht- und Machtlosigkeit der Frauen vorgehen. Diese Maßnahmen benötigen jedoch die entsprechenden finanziellen Ressourcen“ fordert Petra Navara-Unterluggauer, Geschäftsführerin des Dachverbands AG Globale Verantwortung, anlässlich der 18. Internationalen Aids-Konferenz „Rights here, rights now“ in Wien.

G20: 150.000 Unterschriften für Finanztransaktionssteuer übergeben

(24. Juni 2010) 150.000 Menschen haben internationale Petitionen an die G20 für die Einführung einer globalen Finanztransaktionssteuer unterzeichnet. Die gesammelten Unterschriften werden heute, 24. Juni, beim G20 Gipfel in Toronto an G20-FunktionärInnen übergeben – ein deutliches Signal, dass Menschen auf der ganzen Welt nicht länger tatenlos auf eine Beteiligung des Finanzsektors an den Krisenkosten und auf ein krisensicheres Finanzsystem warten wollen.

AidWatch Report 2010: Kein "Fairplay" bei der Armutsbekämpfung

(Wien, 10. Juni 2010) Laut heute in Brüssel veröffentlichtem „Aid Watch Report“ über die Entwicklungshilfe-Ausgaben der EU-Staaten steht Österreich mit massiven Einsparungen im Abseits.

Schlechte Noten für staatliche Katastrophenhilfe - Offener Brief der AG Globale Verantwortung an Außenminister Spindelegger

(8. Juni 2010) Der von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit veröffentlichte „Evaluierungsbericht der Humanitären Hilfe Österreichs“ bestätigt die Kritik der Hilfsorganisationen im System der staatlichen Katastrophenhilfe.
Die Bilanz der Evaluierung: Die internationale Katastrophenhilfe Österreichs ist nicht nur chronisch unterfinanziert, sondern arbeitet massiv überbürokratisiert und ineffizient.

„Weniger ist nicht genug“: NRO warnen Bundesregierung vor weiteren Kürzungen bei Armutsbekämpfung

(PA/7. Mai 2010) Die österreichische Bundesregierung verabschiedet sich leise vom Kampf gegen Hunger und Armut. Die Bilanz für die österreichische Entwicklungszusammenarbeit (EZA) im Jahr 2009: Ein Minus in Höhe von 378 Millionen Euro. Für Außenminister Michael Spindelegger, dessen Ressort für die internationale Armutsbekämpfung verantwortlich zeichnet, ist trotzdem kein Ende des Sparkurses in Sicht: Er hat neuerliche Kürzungen beim Kampf gegen Hunger und Armut angekündigt.

EU fordert mehr Hilfe für Entwicklungsländer: Österreich braucht Aktionsplan

(22. April 2010) Ruth Picker, Geschäftsführerin der AG Globale Verantwortung, begrüßte den 12 Punkte umfassenden EU-Aktionsplan, der gestern von der Europäischen Kommission präsentiert wurde und der verbindliche Fortschritte für die Erreichung der UN-Millenniumsentwicklungsziele (MDGs) von den Mitgliedsstaaten einfordert: „Die EU hat eine unmissverständliche Vorgabe gemacht. Um bis 2015 die zugesagten 0,7% des BNE zu erreichen, muss jetzt auch Außenminister Spindelegger schon bis September einen konkreten Aktionsplan vorlegen!"

Im freien Fall: Österreichs Ausgaben für Entwicklungshilfe

(14. April 2010) Die OECD veröffentlichte heute die staatlichen Beiträge für Entwicklungszusammenarbeit für das Jahr 2009. Entgegen dem OECD-Trend kürzte Österreich die Ausgaben für internationale Armutsbekämpfung um 31,2 Prozent (378 Millionen EUR). Damit fällt es auf 0.30 Prozent des Bruttonationaleinkommens (BNE) zurück und gehört zu den europäischen Schlusslichtern Griechenland, Italien und Portugal. Ruth Picker, Geschäftsführerin der AG Globale Verantwortung, zu weiteren Kürzungsplänen der Regierung: „Außenminister Michael Spindelegger verabschiedet sich im Namen der Republik Österreich von internationaler Armutsbekämpfung und Solidarität. Jede weitere Kürzung würde den Ruin der österreichischen Entwicklungspolitik bedeuten“.

Spindelegger: Good Bye, internationale Armutsbekämpfung!

(Wien, 8. April 2010) Anlässlich des Wien-Besuchs von UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon fordert Ruth Picker, Geschäftsführerin der AG Globale Verantwortung, die Einhaltung der österreichischen Verpflichtungen gegenüber der UNO: „Außenminister Spindelegger verabschiedet sich gerade von der internationalen Armutsbekämpfung, trägt aber die politische Verantwortung, dass Österreich ein glaubwürdiger Partner für die UNO bleibt.“ Michael Spindelegger will Einsparungen im Außenministerium in den nächsten vier Jahren bei der Hilfe für Menschen in Entwicklungsländern vornehmen. Die österreichische Entwicklungshilfe wurde bereits im Vorjahr um 30 Prozent gekürzt.

Globale Aktion für Finanztransaktionssteuer erhöht Druck auf G20

(25. März 2010) Die AG Globale Verantwortung unterstützt diese weltweite Kampagne für die Finanztransaktionssteuer. Die Aktion ergänzt und verbindet zahlreiche Kampagnen auf internationaler Ebene.
Auf www.makefinancework.org können Menschen auf der ganzen Welt eine Petition an die Regierungschefs der G20 unterschreiben. Bis zum G20-Gipfel im Juni in Toronto werden diese aufgefordert, ihren Worten Taten folgen zu lassen, und die Finanztransaktionssteuer endlich einzuführen. Erhofft werden hunderttausende Unterschriften.

Einsparpläne der Regierung: Ein Schnitt ins Fleisch der Ärmsten

(10.3.2010) Die österreichische Entwicklungshilfe ist bereits im vergangenen Jahr um dramatische 30 Prozent gekürzt worden. Ruth Picker, Geschäftsführerin der AG Globale Verantwortung: „Jede weitere Einsparung bei der internationalen Hilfe ist ein Schnitt ins Fleisch der ärmsten Menschen auf unserem Planeten und kann nicht hingenommen werden. Es ist zynisch von der Regierung, diese Maßnahmen sozial verträglich zu nennen. Wir fordern die Regierung dringend auf, das Budget nicht auf Kosten der Ärmsten zu sanieren.“

Initiative Entwicklung: Viele Stimmen gegen Armut!

(August 2010) Die neu gegründete Initiative Entwicklung setzt sich – trotz weltweiter Krisen- und Einsparungsszenarien – für Humanität, Internationalität und mehr globale Verteilungsgerechtigkeit ein. Lesen Sie die Statements prominenter UnterstützerInnen und unterzeichnen Sie jetzt die Petition gegen weitere Einsparungen bei der Entwicklungszusammenarbeit: Jede Stimme zählt!

Katastrophen bitte warten: Wir sind auf Urlaub!

(19. August 2010) Die Katastrophenhilfe der Republik Österreich zeigt am Beispiel Pakistan erneut: Schlechtes Timing kann das Leben kosten. „Es ist der Spendenfreudigkeit der Bevölkerung zu verdanken, dass österreichische Organisationen im Katastrophenfall wirkungsvolle Hilfe leisten können. Denn die staatlichen Strukturen und Beamten der Humanitären Hilfe sind nicht dazu geeignet, rasch und unbürokratisch zu helfen“, konstatiert Petra Navara-Unterluggauer, Geschäftsführerin der AG GLOBALE VERANTWORTUNG. „Dieses Manko zeigt sich jetzt angesichts der Katastrophe in Pakistan leider wieder sehr deutlich.“

Neue Geschäftsführung
für die AG Globale Verantwortung

(August 2010) Die AG Globale Verantwortung hat eine neue Geschäftsführerin: Petra Navara-Unterluggauer (46) hat mit 1. August 2010 die Agenden des Dachverbands übernommen und vertritt damit die politischen Interessen von 43 österreichischen Nichtregierungsorganisationen, die in den Bereichen Entwicklungszusammenarbeit, Humanitäre Hilfe, entwicklungspolitische Inlandsarbeit sowie nachhaltige globale wirtschaftliche, soziale und ökologische Entwicklung tätig sind. Navara-Unterluggauer übernimmt diese Funktion als Karenzvertretung von Ruth Picker.

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