GlossarAuch wenn manche Begriffe von den unterschiedlichen EZA-AkteurInnen divers verwendet werden, mit nachstehenden Begriffserklärungen, die auch die AG Globale Verantwortung verwendet, ist man gut beraten. Vertiefende inhaltliche Informationen dazu finden Sie unter den Schlagwörtern in der rechten Leiste. Development Effectiveness Aid Effectiveness Im Gegensatz zu Development Effectiveness verstehen die NRO unter Aid Effectiveness die effiziente Abwicklung von Hilfsgeldern für messbare Resultate (dt. Entsprechung) es handelt sich dabei um das Verständnis der Regierungen von wirksamer EZA, wie sie in der Pariser Erklärung und Accra Agenda for Action niedergeschrieben wurde. CSO Development Effectiveness Es geht um das Verständnis zivilgesellschaftlicher Organisationen von wirksamer Entwicklung und deren Umsetzung in der eigenen Arbeit (dt. Entsprechung). NRO, die im entwicklungspolitischen und humanitären Bereich tätig sind, sind ein Teil dieser Zivilgesellschaft. Es behandelt also zwei Fragen: Wie wirksam sind NRO als EZA-AkteurInnen? Und: Wie sieht wirksame EZA aus Sicht der NRO aus?Die unterschiedlichen Begriffe, die Regierungen und NRO verwenden, spiegeln die unterschiedlichen Zugänge zur Thematik wider. Enabling Environment Darunter versteht man einerseits die Rahmenbedingungen wirksamer NRO-Arbeit (dt. Entsprechung), also jene Faktoren, die die Arbeit von NRO beeinträchtigen, aber nur zum Teil durch diese geschaffen bzw. verändert werden können (z.B.: Presse- und Meinungsfreiheit, politische Teilhabe, Finanzierungsmöglichkeiten für NRO, etc.). Andererseits versteht man die allgemeinen politischen Rahmenbedingungen für Entwicklung (dt. Entsprechung), also jene (makroökonomischen) Strukturen, die die Entwicklung eines Landes hemmen (z.B.: Außenhandelspolitik der Industrieländer, Lieferbindungen, Schuldendienst, etc.) Impact Die nachhaltige und/ oder signifikante (positive) Veränderung im Leben des/r Betroffenen (dt. Entsprechung) ist Ziel wirksamer Entwicklung. Zu beachten ist, dass Veränderungen positiv oder negativ sein können, absichtlich oder unabsichtlich herbeigeführt werden und von mehreren AkteurInnen und (externen) Faktoren ausgelöst werden können. siehe: CSO Development EffectivenessFolgende Begriffe kommen in der Debatte um die Wirksamkeit von EZA immer wieder vor. Nachstehend wird in aller Kürze erklärt, was sich hinter den Namen verbirgt. Für detaillierte Informationen bitte den jeweiligen Links folgen: 2005 hat Österreich, wie über 100 weitere Signatoren auch, die Paris Declaration on Aid Effectiveness sowie 2008 das Nachfolgedokument, die Accra Agenda for Action der OECD unterzeichnet. In diesen beiden Dokumenten kamen die Regierungen der Geber- und Empfängerländer überein, notwendige Verbesserungen der internationalen EZA vorzunehmen, indem sie fünf Prinzipien wirksamer EZA definierten, nach denen sie ihre EZA künftig ausrichten wollten: Eigenverantwortung, Harmonisierung, Anpassung an die Systeme der Partnerländer, gegenseitige Rechenschaftspflicht und ergebnisorientiertes Management. Die Ursachen für strukturelle Armut, Ungleichheit und Ausgrenzung bzw. deren Bekämpfung wurden nicht oder kaum berücksichtigt. Die Fortschritte der Länder bei der Umsetzung der Prinzipien werden regelmäßig evaluiert Österreichs Performance wurde Ende 2010 unter die Lupe genommen. HLF IV in Busan (=High Level Forum) Die beiden High Level Foren in Paris (HLF II) und Accra (HLF III, siehe oben) brachten Dokumente hervor, die die EZA-Architektur international prägen. Beim Nachfolgeforum in Busan, Südkorea, Ende 2011 wird die Verabschiedung eines ähnlich wegweisenden Dokumentes erwartet. Was dieses Mal neu ist: die NRO sitzen bei der Vorbereitung von Erklärung und Forum mit am Tisch. Sie sind dort durch die Better Aid Kampagne vertreten.Zivilgesellschaftliche Plattformen, die weltweit NRO vereinen, um im Vorfeld von Busan mit einer NRO-Stimme zu sprechen und die vorbereitenden Verhandlungen im Sinne der lokal Betroffenen und gemäß dem Konzept Development Effectiveness zu beeinflussen. Rund 2000 NRO aus Nord und Süd waren bspw. an der Erarbeitung der so genannten Istanbul Principles beteiligt, international akkordierte Prinzipien wirksamer NRO-Arbeit. DAs International Framework wurde wie die Istanbul Principles im Rahmen des Open Form entwickelt und ergänzt diese. CSO, NRO CSO/ Civil Society Organisations = zivilgesellschaftliche Organisationen - sämtliche Formen organisierter Zivilgesellschaft (bis hin zu Freizeitverbänden). Im Rahmen der Wirksamkeitsdebatte wird meist ein erweiterter Kreis von NRO darunter verstanden, also bspw. neben den 'klassischen' Organisationen im Bereich EZA, die Projekte in den Entwicklungsländern implementieren und/oder anwaltschaftliche bzw. Bildungs-Arbeit leisten, vor allem humanitäre Organisationen, aber auch Gewerkschaften, die im Bereich EZA (Entwicklungszusammenarbeit) bzw. verwandten Feldern tätig sind, soziale Bewegungen und grassroot-Organisationen, Interessensvertretungen mit ähnlichen Zielen wie die EZA, ...NGO= NRO/ Nichtregierungsorganisationen - in diesem Zusammenhang jene, die im Bereich EZA und Humanitäre Hilfe tätig sind. |
------------------------------------------------------------------------
|
