Globale Verantwortung

OECD-Initiative zu wirksamer EZA: eine Chronologie

2011: Busan Partnership for Effective Development Cooperation

verabschiedet beim HIGH LEVEL FORUM IV in Busan/ Südkorea

  • Multistakeholder-Konsens (Regierungen, NRO, multinat. Inst., Privatsektor)
  • inhaltliche Schwächen (MR-Fokus fehlt, 'growth' als neues EZA-Paradigma, ...)
  • strukturelle Schwächen (kaum verbindliche Zusagen)

2008: Accra Agenda for Action

auch: AAA, Triple A
verabschiedet beim HIGH LEVEL FORUM III in Accra/ Ghana

  • enthält das Bekenntnis, die Zivilgesellschaft als eigenständige und wichtige EZA-Akteurin anzuerkennen
  • NRO waren in die Vorbereitungen involviert
  • bleibt inhaltlich dennoch hinter Erwartungen zurück

2005: Paris Declaration on Aid Effectiveness

auch: Pariser Erklärung, PD
verabschiedet beim HIGH LEVEL FORUM II in Paris/ Frankreich

  • enthält das Bekenntnis zu fünf Prinzipien wirksamer EZA sowie Indikatoren zu deren Messung
  • keine Beteiligung durch NRO
  • Dokument wird von NRO als technokratisch kritisiert, das weder die Bekämpfung von Armut, noch deren Ursachen fokussiert

2003: Declaration on Harmonisation

verabschiedet am HIGH LEVEL FORUM I, Rom/ Italien 

2006-2011: Kontinuierliches M & E zu Aid Effectiveness

- Evaluierung zur Umsetzung der Pariser Erklärung durch Regierungen
- Monitoring der Fortschritte bei den Indikatoren

Ranking: Transparenz von österreichischer EZA ist „schlecht“


(24.10.2013 - Bericht) Gerade mal ein Genügend bekommt Österreich in Fragen der Transparenz von Entwicklungszusammenarbeit im neuesten Ranking von Publish Waht You Fund. Jedes Jahr bewertet der Aid Transparency Index GeberInnen danach, welche Informationen sie veröffentlichen und obwohl hohe Transparenz immer selbstverständlicher wird, hinken ADA und Außenministerium hinten nach: „poor“ attestiert Publish What You Fund.

2012 war ‚verlorenes Jahr‘ für die Wirksamkeit

Jänner 2013 – Der Concord Special Aidwatch-Report, der im November erschien, macht klar: 2012 wurden in der EU keine nennenswerten Reformen angegangen, um EZA wirksamer oder effizienter zu gestalten. Das High Level Forum Ende 2011 hat nicht erreicht, was u.a. erklärtes Ziel war: den Stakeholdern die Brisanz der Thematik zu vermitteln und High-Level-Unterstützung zu generieren. Stattdessen machte sich eine ‚aid effectiveness fatigue‘ breit.

Mehr Resultatsorientierung, weniger Effektivität?

November 2012 – Die vermehrte Tendenz der Donoren, ihre EZA-Zahlungen davon abhängig zu machen, ob die Entwicklungsländer die beschlossenen Ziele erreicht haben, seien oft kontraproduktiv, so eine Eurodad-Studie. Auch nach der intensiven Recherche sind die Verbindungen zwischen Resultatsorientierung und wirksamer EZA zwar noch nicht klar, Vorsicht bei der Anwendung müsse aber genau deshalb oberstes Gebot sein, so die Studien-AutorInnen.

Internationale Evaluierung der Pariser Erklärung: Wo kein Wille, da kein Weg

Juli 2011 – Überraschend kommt die Haupterkenntnis der Evaluierung der Pariser Erklärung nicht: relevanter Grund für die bisherigen bescheidenen Fortschritte im Bereich wirksame EZA ist vor allem die fehlende politische Unterstützung auf höchster Ebene. In Geber- und Partnerstaaten. Grundsätzlich zeigen die Partnerländer im Süden – trotz größerer Herausforderungen – mehr Engagement in der Umsetzung der Pariser Erklärung als die Geberländer.

Fragmentiert und unterdotiert: Das Los der österreichischen EZA

(25. Jänner 2011) Der Evaluationsbericht zur Umsetzung der Pariser Erklärung durch die österreichische Regierung ist fertig gestellt – und neben dem Potential der österreichischen EZA, vor allem im Kleinen innovative Lösungen zu generieren werden da vor allem strukturelle Schwächen offengelegt. Fazit: die Prinzipien der Pariser Erklärung werden überhaupt nur bei 5 Prozent der heimischen ODA schlagend. Zersplitterung, Bürokratie und fehlender politischer (Finanzierungs-)Wille ersticken die Wirksamkeit des großen Rests im Keim.

Wo landet EZA-Geld? IATI-Standards verpflichten Donoren zu mehr Transparenz

(01. März 2011) Nach zwei Jahren partizipativen Prozesses ist es soweit: die Signatoren der International Aid Transparency Initiative (IATI) haben sich auf Standards in Bezug auf die Publikation ihrer EZA-Leistungen geeinigt. Die standardisierte Veröffentlichung der „aid flows“ ist ein wichtiger Schritt in Richtung mehr Rechenschaft und erhöhte Wirksamkeit – ein Schritt, den noch mehr nördliche Regierungen gehen sollten.

Im Sinne der Wirksamkeit? Weltbank-Tochter fördert Industriestaaten statt Entwicklungsländer

Im Sinne der Wirksamkeit? Weltbank-Tochter fördert Industriestaaten statt Entwicklungsländer

(2. Dezember 2010) Eine Eurodad-Studie legt es offen: IFC (International Finance Cooperation), ein Mitglied der Weltbank-Gruppe, pfeift auf ihre deklarierte Mission. Langfristige Ziele bei der Bekämpfung von Armut bleiben da schon mal auf der Strecke, wenn zwei Drittel der Investitionen für Unternehmen in Industriestaaten ausgegeben werden.

Süd-Studie nimmt Wirksamkeit
der Nord-Staaten unter die Lupe

(12. Mai 10) Eine internationale, mit ExpertInnen aus dem Süden bestückte Kommission hat die Performance einiger Nord-Staaten im Bereich „Wirksamkeit von EZA“ untersucht. Die EvaluatorInnen, allesamt im NGO-Bereich tätig, führten Interviews mit führenden BeamtInnen der für EZA zuständigen Stellen und kamen zur ernüchternden Einsicht: Selbst wenn der Wille da ist, sind die Hürden für die Umsetzung wirksamer EZA im Norden meist zu hoch.

EZA auf dem Prüfstand: wie wirksam ist die ‚Hilfe’ von Staaten und Zivilgesellschaft?

(26. August 2009) Die Debatte um die Wirksamkeit von EZA wird derzeit auf mehreren Ebenen geführt, aktuelle Ereignisse brachten die internationale Hilfe in Kritik. Dabei setzen sich EZA-AkteurInnen schon seit geraumer Zeit mit dem Thema auseinander.

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