Globale Verantwortung

Katastrophen bitte warten: Wir sind auf Urlaub!

Die Katastrophenhilfe der Republik Österreich zeigt am Beispiel Pakistan erneut: Schlechtes Timing kann das Leben kosten. „Es ist der Spendenfreudigkeit der Bevölkerung zu verdanken, dass österreichische Organisationen im Katastrophenfall wirkungsvolle Hilfe leisten können. Denn die staatlichen Strukturen und Beamten der Humanitären Hilfe sind nicht dazu geeignet, rasch und unbürokratisch zu helfen“, konstatiert Petra Navara-Unterluggauer, Geschäftsführerin der AG GLOBALE VERANTWORTUNG. „Dieses Manko zeigt sich jetzt angesichts der Katastrophe in Pakistan leider wieder sehr deutlich.“

Bekämpfung von HIV/Aids: Millenniumsziel Nr. 6 als Stiefkind der österreichischen Politik

(16. Juli 2010) HIV/Aids kann nur im Rahmen einer wirksamen Armutsbekämpfung zurückgedrängt werden: Denn strukturelle Ungerechtigkeiten - in Bezug auf sozialen Status, Geschlecht, Bildung und Ausgrenzung - sind eng mit dem Ausmaß der Pandemie verschränkt. „Wer die Verbreitung der Pandemie glaubhaft eindämmen will, muss an ihren Wurzeln ansetzen: die Armut bekämpfen, Uninformiertheit beseitigen und besonders gegen die Recht- und Machtlosigkeit der Frauen vorgehen. Diese Maßnahmen benötigen jedoch die entsprechenden finanziellen Ressourcen“ fordert Petra Navara-Unterluggauer, Geschäftsführerin des Dachverbands AG Globale Verantwortung, anlässlich der 18. Internationalen Aids-Konferenz „Rights here, rights now“ in Wien.

G20: 150.000 Unterschriften für Finanztransaktionssteuer übergeben

(24. Juni 2010) 150.000 Menschen haben internationale Petitionen an die G20 für die Einführung einer globalen Finanztransaktionssteuer unterzeichnet. Die gesammelten Unterschriften werden heute, 24. Juni, beim G20 Gipfel in Toronto an G20-FunktionärInnen übergeben – ein deutliches Signal, dass Menschen auf der ganzen Welt nicht länger tatenlos auf eine Beteiligung des Finanzsektors an den Krisenkosten und auf ein krisensicheres Finanzsystem warten wollen.

AidWatch Report 2010: Kein "Fairplay" bei der Armutsbekämpfung

(Wien, 10. Juni 2010) Laut heute in Brüssel veröffentlichtem „Aid Watch Report“ über die Entwicklungshilfe-Ausgaben der EU-Staaten steht Österreich mit massiven Einsparungen im Abseits.

Schlechte Noten für staatliche Katastrophenhilfe - Offener Brief der AG Globale Verantwortung an Außenminister Spindelegger

(8. Juni 2010) Der von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit veröffentlichte „Evaluierungsbericht der Humanitären Hilfe Österreichs“ bestätigt die Kritik der Hilfsorganisationen im System der staatlichen Katastrophenhilfe.
Die Bilanz der Evaluierung: Die internationale Katastrophenhilfe Österreichs ist nicht nur chronisch unterfinanziert, sondern arbeitet massiv überbürokratisiert und ineffizient.

„Weniger ist nicht genug“: NRO warnen Bundesregierung vor weiteren Kürzungen bei Armutsbekämpfung

(PA/7. Mai 2010) Die österreichische Bundesregierung verabschiedet sich leise vom Kampf gegen Hunger und Armut. Die Bilanz für die österreichische Entwicklungszusammenarbeit (EZA) im Jahr 2009: Ein Minus in Höhe von 378 Millionen Euro. Für Außenminister Michael Spindelegger, dessen Ressort für die internationale Armutsbekämpfung verantwortlich zeichnet, ist trotzdem kein Ende des Sparkurses in Sicht: Er hat neuerliche Kürzungen beim Kampf gegen Hunger und Armut angekündigt.

EU fordert mehr Hilfe für Entwicklungsländer: Österreich braucht Aktionsplan

(22. April 2010) Ruth Picker, Geschäftsführerin der AG Globale Verantwortung, begrüßte den 12 Punkte umfassenden EU-Aktionsplan, der gestern von der Europäischen Kommission präsentiert wurde und der verbindliche Fortschritte für die Erreichung der UN-Millenniumsentwicklungsziele (MDGs) von den Mitgliedsstaaten einfordert: „Die EU hat eine unmissverständliche Vorgabe gemacht. Um bis 2015 die zugesagten 0,7% des BNE zu erreichen, muss jetzt auch Außenminister Spindelegger schon bis September einen konkreten Aktionsplan vorlegen!"

Im freien Fall: Österreichs Ausgaben für Entwicklungshilfe

(14. April 2010) Die OECD veröffentlichte heute die staatlichen Beiträge für Entwicklungszusammenarbeit für das Jahr 2009. Entgegen dem OECD-Trend kürzte Österreich die Ausgaben für internationale Armutsbekämpfung um 31,2 Prozent (378 Millionen EUR). Damit fällt es auf 0.30 Prozent des Bruttonationaleinkommens (BNE) zurück und gehört zu den europäischen Schlusslichtern Griechenland, Italien und Portugal. Ruth Picker, Geschäftsführerin der AG Globale Verantwortung, zu weiteren Kürzungsplänen der Regierung: „Außenminister Michael Spindelegger verabschiedet sich im Namen der Republik Österreich von internationaler Armutsbekämpfung und Solidarität. Jede weitere Kürzung würde den Ruin der österreichischen Entwicklungspolitik bedeuten“.

Spindelegger: Good Bye, internationale Armutsbekämpfung!

(Wien, 8. April 2010) Anlässlich des Wien-Besuchs von UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon fordert Ruth Picker, Geschäftsführerin der AG Globale Verantwortung, die Einhaltung der österreichischen Verpflichtungen gegenüber der UNO: „Außenminister Spindelegger verabschiedet sich gerade von der internationalen Armutsbekämpfung, trägt aber die politische Verantwortung, dass Österreich ein glaubwürdiger Partner für die UNO bleibt.“ Michael Spindelegger will Einsparungen im Außenministerium in den nächsten vier Jahren bei der Hilfe für Menschen in Entwicklungsländern vornehmen. Die österreichische Entwicklungshilfe wurde bereits im Vorjahr um 30 Prozent gekürzt.

Globale Aktion für Finanztransaktionssteuer erhöht Druck auf G20

(25. März 2010) Die AG Globale Verantwortung unterstützt diese weltweite Kampagne für die Finanztransaktionssteuer. Die Aktion ergänzt und verbindet zahlreiche Kampagnen auf internationaler Ebene.
Auf www.makefinancework.org können Menschen auf der ganzen Welt eine Petition an die Regierungschefs der G20 unterschreiben. Bis zum G20-Gipfel im Juni in Toronto werden diese aufgefordert, ihren Worten Taten folgen zu lassen, und die Finanztransaktionssteuer endlich einzuführen. Erhofft werden hunderttausende Unterschriften.

Einsparpläne der Regierung: Ein Schnitt ins Fleisch der Ärmsten

(10.3.2010) Die österreichische Entwicklungshilfe ist bereits im vergangenen Jahr um dramatische 30 Prozent gekürzt worden. Ruth Picker, Geschäftsführerin der AG Globale Verantwortung: „Jede weitere Einsparung bei der internationalen Hilfe ist ein Schnitt ins Fleisch der ärmsten Menschen auf unserem Planeten und kann nicht hingenommen werden. Es ist zynisch von der Regierung, diese Maßnahmen sozial verträglich zu nennen. Wir fordern die Regierung dringend auf, das Budget nicht auf Kosten der Ärmsten zu sanieren.“

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