Globale Verantwortung

NEU: Entwicklungszusammenarbeit - Kritisch nachgefragt

(19.03.2013) Entwicklungszusammenarbeit ist mit immer wiederkehrenden Vorwürfen konfrontiert. Manche gerechtfertigt, manche nicht gerechtfertigt, andere sogar zynisch. Auf den einen oder anderen dieser Vorwürfe hat man vielleicht nicht immer eine schnelle und fundierte Antwort parat. Dieser - 2013 überarbeitete - Katalog an Fragen und Antworten soll uns allen helfen, Vorwürfe wirksam zu entkräften.

Mit dieser Broschüre, die Kritik und oft gehörte Vorwürfe zur EZA in Form eines Fragen & Antworten Kataloges darstellt, möchten wir zu Transparenz und einem besseren Verständnis für und von Entwicklungszusammenarbeit beitragen. Wir wollen damit die Mechanismen ihrer Wirkung erläutern und transparenter machen. Diese Broschüre stellt den Versuch dar, auf häufig vorkommende, oft sehr pauschalierende Fragen und Haltungen sachlich und erklärend zu antworten.

 

International und national gibt es seit Jahren intensive, heftige und teilweise auch polemisch geführte Debatten um den Nutzen von Entwicklungszusammenarbeit (EZA). Wieso ausgerechnet die EZA Anlass für eine derart kontrovers geführte Diskussion bietet, ist allein schon ein Thema für sich.

 

OFT GEHÖRTE EINWÄNDE

Sicher ist: Seit Jahrzehnten fließen dutzende Milliarden öffentlicher EZA-Ausgaben von den sogenannten Industriestaaten in Entwicklungsländer. Allein 2011 waren es rund 134 Milliarden US-Dollar. Dennoch haben sich die Lebensumstände der Bevölkerung vielerorts nur wenig verbessert. Die Frage, warum ausländische Hilfe nicht immer und überall die erwünschte Wirkung erzielt hat, ist daher durchaus verständlich und legitim. Finanzielle Hilfe schade mehr als sie nütze, erzeuge Abhängigkeiten oder lähme die Eigeninitiative – dies sind oft gehörte Einwände gegen EZA. Dazu mischen sich unsere westlichen Vorstellungen von Entwicklungsländern.

 

Seit Jahrzehnten wird diese kollektive und öffentliche Meinung durch die mediale Berichterstattung beeinflusst und geprägt. Bilder von Dürre, Hunger, Armut, Krankheiten und Krieg sowie Berichte über Korruption und schlechte Regierungsführung tragen das ihre dazu bei. Wenig thematisiert wird andererseits, dass die geltenden weltwirtschaftlichen Regeln die Entwicklungsländer massiv benachteiligen.

 

Apropos: Der Einfachheit und Verständlichkeit halber haben wir auf bekannte Begriffe wie Entwicklungsländer“ und „Industriestaaten“ zurückgegriffen, die auch branchenfremden LeserInnen verständlich sind. Es gibt hier aber eine breitere Auswahl an möglichen Begriffen, u.a. Partnerländer oder Länder des globalen Südens statt Entwicklungsländer bzw. Länder des Nordens statt Industriestaaten. Alle diese Begriffe sind Bestandteil von entwicklungspolitischen Debatten und werden kontroversiell diskutiert.

 

Wir hoffen, mit dieser Broschüre einen sinnvollen – wenn auch nicht annähernd vollständigen – Beitrag zur besseren Argumentation für die EZA zu leisten und so manche althergebrachten und immer wiederkehrenden Vorbehalte zu entkräften. Wir wünschen eine interessante und aufschlussreiche Lektüre!


Download (260kb):

EZA - Kritisch nachgefragt

 

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